Krossfyre – Rites Of Extermination

© Krossfyre – Rites of Extermination

 

Geschrieben von: Helgvar Sven Mánfreðson
Band: Krossfyre
Album: Rites of Extermination
Genre: Black/Thrash Metal
Plattenfirma: Hells Headbangers Records
Veröffentlichung: 23. Juli 2021

 

Spanien, Land der Sonne! Diese nimmt definitiv Reißaus, wenn KROSSFYRE zum Tanz aufspielen und somit den Himmel verdunkeln. Die Herren aus Barcelona gründeten sich 2015, sind u.a. zum Teil bei Graveyard noch aktiv und zelebrieren hier geschwärzt aggressiven Thrash Metal mit weiterem Zubehör. Bis dato war eine EP aus dem Jahre 2017 namens “Burning Torches” in der Bandvita vertreten, hinzu kommt nun aktuell das vor kurzem erschienene Debütalbum “Rites of Extermination“, was acht Titel äußerster Bosheit beinhaltet.

Die Songs sind dynamisch kraftstrotzend und duften nach hergestelltem und herrlichem aus der Hexenküche, aber auch bremsend und gemischt unterwegs, Energie wird geladen, Energie wird abgegeben, die Riffs und Solos kommen pfeilschnell und kreativ anderes steht nicht als Strafe in der Ecke. Der Opener “Rivers of Fire” und die folgenden “Infernal War” und “Rites of Extermination” geben eigentlich schon das musikalisch sehr gut wieder, was vorher hier mit Tinte geschrieben wurde.

Ich persönlich bin ein großer Fan dieser rohen Wiedergabe, wuchs ich doch mit den ersten Alben von Sodom, Kreator und Celtic Frost, Bathory und Venom auf und liebe sie bis heute. Natürlich ist dies hier etwas anders, aber parallelen sehe ich trotzdem für mich. “Casus Belli” lässt eröffnend die Finger über die Saiten flitzen, gesprochenes dringt dazu, die Finger können es nicht lassen und alle zusammen treten auf die Bühne. Der Song ist anders aufgebaut als seine Vorgänger, aber nicht minder abgefahren und energisch und geschmacklich lecker und zum Ende hin dachte ich, der Gitarrist hat ein längeren Krampf und hängt fest….grins und Späßchen!

Die Schnelligkeit, womit anfänglich ausgeteilt wurde, fährt ein wenig, lehnt sich zurück und so bekommt man bei “Law Of The Jackals” auch mal die Möglichkeit, lustig headbangend seinen Kopf zubewegen, zumindest kurzzeitig hat es bei mir geklappt. Glocken erklingend wird eingeläutet, steigernd wird fortgefahren, das Böse wird hörbar, die Gitarristen und die daraus resultierend schönen Melodiebögen erweitern das Ganze zu einem Genuss. 

Mit “W.L. (Burn like Fire)” wird der Erste der drei letzten Titel in das Rennen geschickt, aber er möchte wohl eher zu den ersten gehören und so wird wieder ausgeteilt, in Richtung Schienbein und Magengegend und kreative Fingerkrämpfe an den Saiten sind wieder nebst anderem an der Tagesordnung. “Deadly Bites” ist durchgehend gerade auf der verdunkelten Autobahn unterwegs, aber irgendwann biegt man an der nächsten Ausfahrt ab, rollt kurz gemächlich und ohne Licht dunkel durch die Nacht, aber nicht im Schritttempo. Ein cooler Break innerhalb des Songs, wie auch bei anderen vorher, aber eben anders.

Spit-Bullet” ist der längste Vertreter auf dem Album und auch hier denke ich, und nicht nur hier, das Schlagzeuger Bourbon Devastator (ich hoffe, das ich richtig recherchiert habe) entweder noch Reserverarme im Schrank hat oder sie danach nicht mehr spürt. Wahnsinn, was der die Felle in jeglicher Geschwindigkeit verprügelt und wenn da mal diese nicht den Spieß wegen Mobbing irgendwann umdrehen….zwinker. Der Song selbst ist super gefüllt mit allerlei metallisch abwechslungsreichen Bonbons, die nicht aus der Reihe springen, sondern alles gemeinsam zu einem Genuss werden lassen.

Die Songs, die spielerischen Herren, beginnen fast überall ähnlich, aber dann entpuppt sich jeder Track für sich und für mich als eigenständig und überraschend und langweilig wurde es nie, Langeweile kam zu keinem Zeitpunkt auf, ganz im Gegenteil! Da ich Sammler bin, habe ich die CD schon in meinen Warenkorb gepackt, aber immer nur von Alben und Neuentdeckungen, die mich packen, so wie dieses!

Fazit: In den dunklen spanischen Wäldern wird düster, temperamentvoll und geschwärzt zum Hexensabbat aufgespielt!

von mir gibt es 9 von 10 Hellfire-Punkten

 

Trackliste:

  1. Rivers Of Fire 04:56
  2. Infernal War 04:38
  3. Rites Of Extermination 02:48
  4. Casus Belli 05:22
  5. Law Of The Jackals 04:48
  6. W.L. (Burn like Fire) 04:22
  7. Deadly Bites 04:06
  8. Spit-Bullet 06:37

 

weitere Infos:

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