KaiZer – Leidwerk

© KaiZer

 

Geschrieben von Marco Gräff
Band: KaiZer
Album: Leidwerk
Genre: Dark Rock
Plattenfirma: Trisol Music Group
Veröffentlichung: 13.08.2021

 

KAIZER sind zurück. Vier Jahre nach ihrem Debüt „Lebenszeitverschwender“ legten die Berliner Dark Rocker im August mit LEIDWERK das zweite Album vor. Und präsentieren nebenbei ihre neue Sängerin Anna. Wobei Anna schon im Herbst 2019 ihr Live Debüt hatte, nachdem ihre Vorgängerin Nina die Band aus privaten Gründen verlassen hatte. Bei unserem Interview 2019 kündigten KAIZER schon an, dass es auf dem neuen Album härter und knackiger zugehen wird. Und ursprünglich war es schon für das Frühjahr 2020 angedacht. Doch wie so vieles andere fiel auch das Corona zum Opfer.

Ich muss gestehen, der Einstieg ins neue Album ist mir schwergefallen. Was vor allem am Opener Leitwerk liegt. Die ersten Takte sind NDH pur und lassen sofort an ‘Rammstein’ denken. Klingt gar nicht so richtig nach KAIZER. Doch zum Glück ändert sich das ziemlich schnell, und die zwölf Songs bieten Dark Rock ganz wie man es von dem Berliner Sextett kennt. Eingängige, düstere Rock Songs mit kraftvollen Riffs und reichlich Druck, dazu schöne Melodien und harmonischer, zweistimmiger Gesang. Und wie versprochen härter und knackiger als noch auf dem Debüt. Und auch mit deutlich weniger Pop Appeal. Man geht deutlich rockiger und geradliniger zu Werke, und eine Nummer wie Vorwärts, die seinem Namen alle Ehre macht, geht mal wirklich gut ab.

Richtig stark sind KAIZER mit Federkrieg, Aschekleid (unbedingt Video anschauen!) und Sterne. Das sind die Nummern die sofort hängenbleiben, Ohrwürmer erzeugen und zudem mit starken Lyrics aufwarten. Aber auch für Nachdenkliches und  Balladen ist Platz. (Gib mir ein Zeichen, Klare Worte). Und auch vor catchy Synthis wie bei Fliegen machen die Berliner nicht Halt. Insgesamt ist LEIDWERK ein kurzweiliges und gutes Album geworden, welches zu Recht bis auf Platz 4 der Deutsche Alternative Charts geklettert ist. Dass mal ab und an andere Bands wie ‘Oomph!’ oder auch ‘Maerzfeld’ durchklingen ist dabei nicht so schlimm. Zudem hat Chris Harms mit seiner amtlichen Produktion die Scheibe veredelt.

Es hat zwar lange gedauert, bis KAIZER sich mit ihrem zweiten Album zurückgemeldet haben, das Warten hat sich aber definitiv gelohnt; nicht nur für ihre überaus treuen Fans. Es gibt zwar mit Göttersagen und Weißt Du denn auch zwei Nummern, die jetzt nicht so wirklich begeistern, aber ihren Platz in der schwarzen Szene hat die Band jetzt dennoch sicherer als zuvor. LEIDWERK bietet alles was ein dunkles Rockalbum braucht, und verzichtet dabei völlig auf die gängigen Klischees.

von mir gibt es 7,5 von 10 Hellfire Punkten

 

Tracks:

01 – Leitwerk
02 – Dunkelheit
03 – Wann Immer
04 – Federkrieg
05 – Aschekleid
06 – Gib mir ein Zeichen
07 – Fliegen
08 – Göttersagen
09 – Sterne
10 – Vorwärts
11 – Klare Worte
12 – Weißt Du denn

 

Line Up:

Anna – Vocals
Alex – Vocals, Guitar
Bernd – Guitars
Mirko – Bass
Chris – Keybords
Thommy – Drums

Weitere Infos:

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