Live-Interview mit der Berliner Dark Rock Band KaiZer – “Die neuen Songs werden auf jeden Fall härter und knackiger”

© KaiZer privat

 

Am 28. September spielte die Berliner Dark Rock Band KaiZer in Duchroth bei “Rock uffm Bersch“. Mit neuer Sängerin im Gepäck eröffneten KAIZER einen durchaus gelungenen Abend mit einer starken Show, neuen Songs und viel Spaß auf der Bühne. Nach ihrem Auftritt nutzte ich die Gelegenheit, die bestens gelaunte und leicht angeheiterte Band, im Backstage Bereich auszufragen, über “die Neue”, ein neues Album und Zukunftspläne…

 

HF: Hallo Kaizer! Ihr hattet ja die weiteste Anreise und seid, wenn ich das Euren Posts auf Facebook richtig entnehme, die Nacht druchgefahren um pünktlich hier anzukommen. Erklärt mal wieso und wie fühlt Ihr Euch jetzt überhaupt?

Alexander: Jetzt ziemlich gut, ziemlich geil (alle Lachen) . Aber wir hatten ja auch den besten Fahrer von der ganzen Welt. Seit Daniel am Lenkrad sitzt, sind wir auch immer pünktlich.
Es ist natürlich immer besser wenn du von Berlin gerade hier ans andere Ende der Republik willst, dann ist es schon ganz gut wenn du einen Tag früher losfährst. Wir wollten schon entspannt hier ankommen. Ansonsten hätten wir heute um fünf Uhr losfahren müssen und dann kommst du mit Ach und Krach an und so kann man echt alles geben.
Mirko: Es ist aber auch gefährlich bei uns im Bus, denn sobald einer die Augen zu macht, dann macht es „Klick“, dann gibt es unschöne Bilder (alle schauen auf Anna und wieder lachen alle)

 

HF: Kommen wir doch erst mal zu Eurem Neuzugang. Wie einige mittlerweile bestimmt mitbekommen haben, ist Eure Sängerin Nina nicht mehr dabei. Nun wird Anna in vorderster Front stehen und den weiblichen Gesang übernehmen. Woher kennt Ihr Euch und wie kam es letztendlich dazu?

Anna: Mein Glück ist, dass ich drei von der Band schon kannte, wobei mich erst Mirko und dann Moses angeschrieben haben, hör dir mal unser neues Zeug an und komm vorbei. Im Vorfeld dachte ich echt, dass das nicht interpretierbar ist von mir und was sich die Band überhaupt dabei dachte, gerade mich zu fragen. (lacht) Letztlich haben wir uns nach dem Sommer bei Alex im Studio getroffen und ich wollte die neuen Sachen hören. Nach zwei Stunden erst mal im Garten sind wir runter und haben die Songs gehört. Und dann war ich echt beeindruckt von dem krassen Material. Und ohne Probe haben wir an dem Abend schon beschlossen dass ich zur Band gehöre.
Thomas: Als sie kam war ihr erster Satz: „Alter, ich hätte verflucht noch mal nicht geglaubt , dass die Scheiße so geil ist!“ (alle lachen)

HF: Anna, Du hast aber schon vorher in einer Band gesungen?

Anna: Ja, ich hab schon vorher in einer Band gesungen, und wir haben auch unabhängig von allem immer auch Mucke miteinander gemacht, ob mit Mirko oder Moses. Also kannten wir uns und wir wussten es könnte passen.
Alex: Also es passt sehr gut, wir ergänzen uns gut und es hat auch menschlich sofort hingehauen. Wir haben uns halt mal auf Mirko verlassen, und er hat ein ganz gutes Händchen bewiesen.

 

HF: Eure Auftritte sind, abgesehen von ein paar Festivals, eher selten. Woran liegt es? Immerhin seid Ihr ja durchaus ein Begriff in der Szene und seid auch immer wieder mal im „Orkus“ (Szene Zeitschrift – Anmerk.) Thema. Oder können wir uns für die Zukunft Hoffnung machen Euch öfter auf der Bühne anzutreffen?

Thomas: Ich denke mal auf Grund dessen, dass wir nun in neuer Konstellation unterwegs sind und wir am neuen Album arbeiten, mussten wir erst mal live etwas zurückstecken, uns neu finden und schon gar nicht etwas überhasten. Das neue Album ist aber nun fast fertig, es muss an manchen Stellen aber noch rumgefeilt werden…
Alex: Und auch eingesungen werden. Wir kommunizieren gerade mit Chris Harms (Lord Of The Lost – Anmerk.), mussten das aber momentan ein wenig zurückstellen, auch wenn wir auf einem guten Weg sind. Und mit „Federkrieg“ haben wir ja auch heute schon einen neuen Song präsentiert. Jedenfalls werden wir das alles jetzt fertigstellen und wenn alles gut klappt, hoffen wir, dass das neue Album im März oder April erscheint.

 

HF: Da habt ihr mir nun vorgegriffen. Euer Debütalbum „Lebenszeitverschwender“ liegt zwei Jahre zurück. Neue Songs habt ihr nun auch schon, aber wird Anna als neue Stimme einen neuen und anderen Einfluss noch haben können?

Alle: JA!!
Alex: Klar, sie ist die Stimme und da muss man bei den Gesangsparts schon gucken, ob etwas geändert und angepasst werden muss. Aber ein Großteil vom Gerüst der Songs, die stehen schon.
Mirko: Also wir geben ihr als Einstieg für das neue Album auf jeden Fall ne Menge vor. Und das ist nicht unbedingt die schlechteste Art als Sängerin in einer neuen Band einzusteigen. Somit musste sie nicht von null anfangen.
Alex: Von daher haben wir auch gesagt, wir spielen ein paar Songs jetzt auch live, damit man mal ein Gefühl dafür bekommt.
Mirko: Anna hat aber auch schon neue Ideen und eventuelle Änderungen angekündigt, die spätestens beim dritten Album kommen werden.
Alex: Die neuen Songs werden auf jeden Fall härter und knackiger.

 

HF: In diesem Jahr hattet Ihr erst drei Auftritte. Heute also der vierte, und auch gleichzeitig der dritte beim Fritz (Veranstalter „Rock uffm Bersch“ – Anmerk.) insgesamt. Wie kommt es, dass Ihr immer wieder zusammenfindet? Ihr fühlt Euch wohl sehr wohl hier im Naheland 🙂

Thomas: Ja wir fühlen uns hier schon wohl, haben schon auch schon zweimal im Dudelsack (Bad Kreuznach – Anmerk.) gespielt. Fritz haben wir bei einem Gig von Heldmaschine in Mannheim kennengelernt und auch als Freund gefunden.
Mirko: Tour- und Gigangebote hatten wir schon anderweitig, auch von den Jungs der Heldmaschine, doch oft war es einfach zu knapp. Deshalb sind wir auch heute doppelt und dreifach froh, dass es mal wieder geklappt hat, hier und heute auf der Bühne stehen zu können. Ich hätte schon direkt nach dem Soundcheck weiterspielen können. (grinst)

 

HF: Wie wird es denn jetzt im Idealfall mit KAIZER weitergehen?

Alex: Jetzt steht erst einmal das neue Album an, welches spätestens im April 2020 erscheinen soll, wir brauchen allerdings noch einiges an Vorlauf für Plattenfirma und Promo usw. Und dann können wir uns damit auch adäquat für neue Gigs bewerben.

 

HF: Dann bitte ich euch am Schluss noch ein paar Worte an Eure loyalen Fans und an alle die zu richten, die es noch werden sollen.

Thomas: Also als erstes,  wir haben einen eigenen Fanclub – „Kaizerliche Gefolgschaft“, und es uns mittlerweile eine Ehre, denn es gibt dort sogar Leute die sich unser Logo auf den Arm tätowieren. Die reisen uns nach…
Alex: ...und dann sind ja dadurch auch Freundschaften entstanden, die besuchen uns in Berlin, wir machen dann Stadtführungen und das ist dann immer wieder ein gutes Gefühl, wenn man bekannte Gesichter wieder sieht. Und das macht dann auch Spaß. Also mal ein fettes Dankeschön an alle da draußen.
Mirko: Und die ganzen Leute die uns ständig folgen geben einem auch das Gefühl welches du im Studio nicht hast, die Reaktionen und das Feedback bei Konzerten. Die Leute geben mir ein Gefühl, das ich einen Traum leben darf.
Anna: Ganz verrückt auch wie ich aufgenommen wurde, dann das Ding mit dem Tattoo und dass die Leute schon Songs mitsingen, die wir selbst noch nicht gespielt haben, weil die einfach ein Gefühl dafür haben. Das ist schon alles sehr krass.
Alex: Und dann weiß man auch wofür man die Musik macht. Wenn man die Fans mitbegeistern kann mit dem was man so gemacht hat.
Mirko: Was man abschließend noch sagen kann, dass sich die Fans, die jetzt so loyal dabei geblieben sind über die ganze Zeit, sich verdammt noch mal auf das neue Album freuen dürfen. Wir selbst sind alle sehr enthusiastisch das Ding endlich zum Abschluss zu bringen und uns und die Fans für das lange Warten entlohnen können.

 

HF: Okay, dann vielen Dank für das Interview und wir wünschen Euch für die kommende Zeit viel Erfolg und ne Menge Spaß!

 

Interview: Marco Gräff

 

Fotogalerie zum Auftritt bei Rock uffm Bersch in Duchroth am 28.09.2019 – Pics © by Marco G

 

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