Whitesnake – Flesh & Blood

© Whitesnake

Geschrieben von Michi Winner
Band: Whitesnake
Album: Flesh & Blood
Genre: Hard Rock
Plattenfirma: Frontiers Music Srl
Veröffentlichung: 10. Mai 2019

 

Whitesnake ist Whitesnake ist Whitesnake. Was zur Hölle soll ich denn bitte über diese Urgesteine schreiben? Für gewöhnlich gehören David Coverdale und Co. zu denen, die ich als Vergleich nutze, um den Stil neuerer Bands zu beschreiben. Aber wie beschreibt man jetzt sie?

Auch wenn Frontman David Coverdale bei diesem Album erstmals im Songwriting durch Joel Hoekstra unterstützt wurde, ändert das nichts daran, dass Whitesnake sich und ihrem Stil auch nach 40 Jahren und auf dem 13ten Studioalbum treu geblieben sind. Mit wuchtigen Chören und eingängigen Melodien nehmen sie den Hörer von Beginn an mit auf eine Art Zeitreise. Manche Tracks haben zwar einen angenehm frischen Sound, aber der Ursprung ist immer noch deutlich 80er-Glam. Besonders sticht das bei “Shut Up & Kiss Me” hervor, das zwar einer meiner Favoriten ist, sich aber leider meiner Meinung nach nicht ganz mit aktuellem Glam von John Diva & The Rockets Of Love messen kann. “Always & Forever” grenzt schon fast an AOR mit seinem Ohrwurm-Chorus, während “Trouble Is Your Middle Name” den alten Whitsnake-Hits alle Ehre macht.

Bei den 13 Tracks hat es nicht ein schwacher auf diese Platte geschafft, den ganz großen Hit suche ich aber auch vergeblich. “Get Up” ist für mich da mit seinem hohen Tempo und den Hooks noch am nächsten dran. Am weitesten weg: “After All”. Ich bin ja nicht der große Fan von Balladen, vor allem wenn sie wie hier, den Flow eines Albums so unterbrechen. Als “Rausschmeißer” wäre der Track aus meiner Sicht passender gewesen, mit seinem Beatles-angehauchten auf Gitrarre und Gesang reduzierten Stil. So folgt aber mit “Sands Of Time” noch eine engergiegelande Nummer, die den Hörer erst mal wieder aus seiner Lethargie reißen muss. Auch hier wurde nicht an Hooks gespart, aber für mich hätte es etwas mehr Glam sein können.

Whitesnake beweisen hier auf jeden Fall, dass sie immer noch eine Macht und sich selbst seit über 40 Jahren treu geblieben sind. Kann man nur empfehlen.

Von mir gibt es 8 von 10 Hellfire-Punkten.

 

Trackliste:

  1. Good To See You Again
  2. Gonna Be Alright
  3. Shut Up & Kiss Me
  4. Hey You (You Make Me Rock)
  5. Always & Forever
  6. When I Think Of You (Color Me Blue)
  7. Trouble Is Your Middle Name
  8. Flesh & Blood
  9. Well I Never
  10. Heart Of Stone
  11. Get Up
  12. After All
  13. Sands Of Time

 

Line-Up:

David Coverdale: Vocals
Reb Beach: Guitars
Joel Hoekstra: Guitars
Michael Devin: Bass
Tommy Aldridge: Drums
Michele Luppi: Keyboards

 

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