Schicksalsalben unseres Teams: Gernot, eine unkonventionelle Musiklehrerin und Metal

In den letzten Jahren haben wir unseren Lesern kurz vor Jahresende hintergründige Einblick in unser Team gegönnt, indem wir uns gegenseitig interviewt haben.
Irgendwann sind die wichtigen Dinge gesagt und weitere Interviews untereinander liefen in Gefahr, unsere Leserschaft zu langweilen.

Deshalb haben wir dieses Jahr in der Vorweihnachtszeit beschlossen, Euch unter dem Titel Schicksalsalben zu zeigen, welche Alben uns derart stark beeinflusst haben, dass unser weiterer Weg im Bereich Hard ‚n‘ Heavy fortlaufen musste.

 

Gernot hatte das Glück, dass seine unkonventionelle Musiklehrerin die Schranken seiner weiteren musikalischen Vorlieben steuerte. Lassen wir ihn zu Wort kommen.

 

Wir schrieben das Jahr 1981. Das neue Schuljahr hatte gerade begonnen. In unsere Klasse war Andi gekommen, sein Vater war Soldat.
Zu dieser Zeit war ich Fan klassischer Rockmusik, hörte Bands wie Manfred Mann, The Who, Queen.

Unsere neue Musiklehrerin gab uns folgende Aufgabe: „Sucht Euch ein Musikstück aus, und schreibt darüber eine Interpretation, sowohl über die Musik als auch den Text.”
Mein Referat hielt ich über „Bohemian Rhapsody“ von Queen.

In der Stunde nach mir kam Andi dran, sein Referat sollte mein Leben in doppelter Hinsicht verändern.
Es ging über den Song „Kill The King“ vom 1977er Rainbow Album „On Stage“.
Ich hörte das Stück und war wie paralysiert. Es war mein erster Kontakt mit der Stimme von Ronnie James Dio, den ich später auch kennenlernen durfte. Und diese Musik? Hammer.

Direkt nach der Stunde fragte ich Andi ob ich mal das gesamte Album hören dürfte. Wir trafen uns dann am Nachmittag, hörten nicht nur dieses Album, sondern auch Stücke von Deep Purple und Whitesnake.

Mein erstes eigenes “hartes” Album war dann „Made In Japan” von Deep Purple.

Andi wurde zu einem meiner besten Freunde, eine Freundschaft, die bis heute gehalten hat. Ich bin inzwischen Patenonkel seines jüngeren Sohnes. Und auch heute noch, 39 Jahre später, bekomme ich eine Gänsehaut, wenn ich die magischen Worte des Intros von On Stage höre:
“We’re not in Kansas anymore. We must be over the rainbow!”

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