Autumnblaze – Welkin shores burning

© Autumnblaze

 

Geschrieben von Marco Gräff
Band: Autumnblaze
Album: Welkin shores burning
Genre: Melancholischer Düster Rock
Plattenfirma: Argonauta Records/ Soulfood
Veröffentlichung: 27.11.2020

 

Ganze sieben Jahre sind seit der letzten Platte „Every sun is fragile“ vergangen. Allein vor zwei Jahren gab es ein kleines Lebenszeichen in Form der EP „Philia“. All zu viel hat sich im Hause AUTUMNBLAZE seitdem allerdings nicht geändert. Wer die Band bisher nicht mochte, wird es auch mit dem neuesten Output schwer haben. Mit WELKIN SHORES BURNING gibt sich das deutsche Duo Markus „Eldron“ Baltes und Christian „Arisjel“ Seibert nach wie vor düster, melancholisch, nachdenklich und ruhig.

40 Minuten zum Träumen und in Sehnsüchten schwelgen. Zurückhaltende Instrumentierung, viele Akustikklänge und zarter Gesang. Das was AUTUMNBLAZE eben ausmachen. Und doch spricht die Band von einem Meilenstein ihrer Geschichte. „Arisjel“ geht sogar so weit: „Ist alles verloren? Oder gibt es Hoffnung? Was werdet ihr auf der Welt finden? Was in eurer Seele? „The welkin shores are burning!“ Hört hin! Folgt der Musik! Und nichts wird mehr so sein wie früher…

Vieles mag so vor sich hinplätschern, manches gar langweilig wirken, doch hört man genauer hin, zeigen sich wunderbare Klangwelten irgendwo zwischen Melancholic und Post Rock. Nein, Freudenstimmung kommt nicht auf. Tanzen will man auch nicht. Mehr verlangt die Musik nach Nebel, vielleicht sogar nach leichtem Schneefall, während im Hintergrund das Kaminfeuer leise vor sich hin lodert. Dazu ein Glas guter Rotwein und dann heißt es „Tschüss Welt“. Doch da liegt dann aber auch der Hund begraben. Es gelingt kaum der Musik über die Zeit komplett zu folgen. Würde an sechster Stelle nicht das sehr starke Leaders stehen, wer weiß ob ich nicht eingeschlafen wäre. Sorry.

Denn einzeln betrachtet gibt es eigentlich keine Ausfälle auf WELKIN SHORES BURNING. Egal ob Planets, Flamedoves oder das sehr ruhige The burning sea. Tolle Songs mit Gefühl und Hingabe. Auch die beiden Bonus Tracks am Ende (von der letzten EP) können eigentlich überzeugen. Doch irgendwie will der Funke im Gesamten nie wirklich überspringen. Wahrscheinlich braucht es dann doch die richtige Stimmung, um sich von den elf Songs komplett gefangen nehmen zu lassen. Denn irgendwie warte ich ständig, dass mal etwas passiert. Leider kommt das viel zu selten vor (bei Autumn wings behold zum Beispiel). Dennoch, Fans von AUTUMNBLAZE werden begeistert sein.

von mir gibt es 6,5 von 10 Hellfire Punkten

 

Tracks:

01 – Welkin
02 – Planets
03 – Explosions
04 – One breath
05 – The burning sea
06 – Leaders
07 – Autumn wings behold
08 – Flamedoves
09 – Shore
10 – All Within (Bonus Track)
11 – My Swan (Bonus Track)

 

Line-Up:

Markus „Eldron“ Baltes – Vocals, Guitars, Bass
Christian „Arisjel“ Seibert – Drums

 

Weitere Infos:

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Bandcamp

 

 

 

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