Redemption – Long night’s journey into day

© Redemption

 

Geschrieben von Marco Gräff
Band: Redemption
Album: Long night’s journey into day
Genre: Progressive Metal
Plattenfirma: Metal Blade Records
Veröffentlichung: 27.07.2018

 

Wenn es eine beständige Botschaft in der Musik von “Redemption” gibt, dann, dass das Leben ein Kampf ist und es gibt Schmerz und Angst und Zweifel, aber letztendlich ist es eine Sache der Schönheit und der Verwunderung. Wenn man sich durch den Kampf drängt, sind die Belohnungen dieses Prozesses zusammen mit dem, was man auf der anderen Seite findet, freudvoll und ein fantastisches Geschenk

Worte von Bandkopf Nick van Dyk, Gitarrist und Keyboarder der amerikanischen Progressive Metal Band REDEMPTION. Das neue Album des Quintetts, LONG NIGHT’S JOURNEY INTO DAY erscheint am 27.07.2018 via Metal Blade Records. Und der Albumtitel suggeriert genau die o.g. Aussage: “Die Umschreibung des Titels ist eigentlich die Botschaft von REDEMPTION. Es ist eine lange Nacht. Es ist eine Reise, und manchmal ist es ein Kampf. Aber es gibt den Tagesanbruch.”

Hört sich alles komplex und im ersten Moment auch wirr an, ist es auch. Muss es auch. Schließlich sprechen wir von einer der führenden U.S. Progressive Metal Bands, die 2000 gegründet wurde und Musiker von Bands wie ‘Fates Warning’, ‘Symphony X’ oder ‘Steel Prophet’ vorzuweisen hatte bzw. hat. Bekanntestes Ex-Member war wohl Sänger Ray Alder, der ja hauptsächlich bei ‘Fates Warning’ die Stimmbänder einsetzt. Und deshalb auch kaum noch Zeit fand mit REDEMPTION auf Tour zu gehen. Somit ging man kurz nach dem Release des 2016er Albums “The art of loss” getrennte Wege.

Doch die Fans brauchen sich keinen Kopf zu machen, mit dem ‘Evergrey’ Sänger Tom Englund hat man gleichwertigen Ersatz gefunden. Hier wird zwar auch zweigleisig gefahren, doch die Schnittmengen was die Zeiten angeht sind momentan noch deutlich geringer.

Doch kommen wir zum neuen Album. Mit dem ersten Song könnte man wirklich meinen, hier versucht die Band noch auf vorsichtig zu machen. Ein progressives Power Metal Stück, das kaum Experimente zulässt und wie an der Schnur gezogen von vorne bis hinten rockt. Klar sind die ein oder anderen technischen Spielereien zu finden, aber alles sehr zurückhaltend.

So richtig los geht es demnach mit SOMEONE ELSE’S PROBLEM. Hierzu entstand auch ein Video. Mit elektronischem Keyboardsounds beginnt die progressive Stunde. Gleich ein Gitarrensolo vorweg und vertrackte Rhythmen. US Prog wie man ihn kennt und liebt. Und schon zeigt es sich auch, Tom Englund ist nicht nur ein Ersatz. Da geht noch viel mehr.

THE ECHO CHAMBER setzt nahtlos am Stück zuvor an. Darf es noch ein bißchen mehr Prog sein? Bitte. Keyboards und Gitarren batteln sich. Sogar Maiden Sounds finde ich zwischendurch. Das Schlagzeug, bzw. der Drummer leisten Höchstarbeit. Technisch alles auf allerhöchstem Niveau.

So bietet jeder Song des Albums seine kleinen technischen Raffinessen. Auf alles einzugehen würde den Rahmen sprengen. Wie es sich für ein ordentliches, gut produziertes Album gehört, erschließen sich einem die Songs nicht von Beginn an. Solche Musik will bewusst gehört und verstanden werden. Und das braucht seine Zeit.

Trotzdem noch zu erwähnen ist LITTLE MEN, die erste Videoauskopplung aus dem neuen Album. Ebenfalls ein typischer US Prog Metal Song. AND YET ist eine Ballade, die vor allem von der Stimme von Tom Englund lebt und größtenteils von Keyboards dominiert wird. Aber ohne dabei die progressiven Elemente vermissen zu lassen. Und das Gitarrensolo ist dann auch keines von der Stange.

Dann wäre da noch NEW YEAR’S DAY. Das kommt mit seiner aufdringlichen Klaviermelodie schon fast poppig daher. Irgendwie nahe eines Ohrwurm’s. Und mit dem Titelsong, mit zehneinhalb Minuten der längste des Albums, werden am Ende noch mal alle Register gezogen die perfekten Progressive Metal ausmachen.

REDEMPTION bieten mit ihrem siebten Album erneut ein starkes Progressive Metal Opus. Freunde der anspruchsvollen, technischen, harten Musik dürfen blind zugreifen. Eine bockstarke Platte in diesem Genre, die wie zu erwarten Zeit braucht, um sich zu entfalten!

 

Tracks:

01 – Eyes You Dare Not Meet in Dreams
02 – Someone Else’s Problem
03 – The Echo Chamber
04 – Impermanent
05 – Indulge in Color
06 – Little Men
07 – And Yet
08 – The Last of Me
09 – New Year’s Day
10 – Long Night’s Journey into Day

 

Line-Up:

Tom Englund – Vocals
Nicolas van Dyk – Guitars and Keyboards
Bernie Versailles – Guitars
Sean Andrews – Bass Guitar
Chris Quirarte – Drums

 

Weitere Infos:

Homepage
Facebook
Twitter
Metal Blade Records


Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich akzeptiere

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.