Menschenfresser – Sterben

© Menschenfresser

 

Geschrieben von Marco Gräff
Band: Menschenfresser
Album: Sterben
Genre: Death Metal / Horror Metal
Plattenfirma: Boersma Records
Veröffentlichung: 21.12.2018

 

MENSCHENFRESSER, ein nicht gerade kreativer Name für eine Death Metal Band. Ich hatte im ersten Moment eher an eine Grindcore Band gedacht oder entfernt an eine schlechte NDH Band. Doch Recherchen zu Folge handelt es sich um eine deutsche Band aus Trier, die Death Metal mit Thrash und Black Metal verbindet. Dazu orientiert man sich an Horrorfilmen und nennt das ganze eben Horror Metal.

Die deutschen Texte sind auch meist an einschlägigen Szene Filmen orientiert und sind nicht selten mit einem Augenzwinkern zu verstehen. Seit 2006 agiert die Band im Untergrund, 2011 erschien das gleichnamige Debütalbum. 2014 folgte “Der Nachzehrer”. Bevor man im Februar diesen Jahres mit einem neuen Bassisten begann das nun erscheinende Album STERBEN aufzunehmen, gab es letzten Herbst noch die EP “Kannibalistische Reiter”. Langsam wird klar, wieso die Band ihren Stil selbst Horror Metal nennt. Zudem konnte man schon einige Titel in amerikanischen Horrorfilmen platzieren.

Mit STERBEN nun der nächste Schritt. In einer knappen halben Stunde knüppelt und rumpelts aus den Lautsprechern. Erinnert im ersten Moment an die ersten Aufnahmen von der deuschen Death Metal Band ‘Atrocity’. Durch die stilistischen Einwürfe von Black und Thrash Metal bekommen die Songs aber eine ganz eigene Note. Ja, und so bunt und unterschiedlich klingen dann auch die acht Songs.

Am ehesten gefallen der Titeltrack und MORBUS, der erste Song der Platte. Hier gefällt das recht ruhige Tempo und die gruselige Stimmung. Ebenfalls ansprechend ist das abermals ruhige FRONTFLEISCH, das zeitweise etwas melancholich erscheint und das derbe, schnelle GEHIRNMASSAKER, das live bestimmt mega gefeiert wird. Ein wahres Geknüppel, bei dem die Mähnen fliegen.

Dazwischen tauchen Songs wie das kuriose WER IST DA? auf, das sehr Old School mäßig dem Death Metal huldigt. Oder das thrashige MITTAGSSONNE, das dann auch mal bewusst in den Black Metal abdriftet. Alles in allem ein buntes Album, das kurzweilig daher kommt und nach einer geilen Party mit den Kumpels und ein oder zwei Bier schreit. Und live ist das ganze auch bestimmt ganz angenehm.

von mir gibt es 7,5 von 10 Punkten

 

Tracks:

01 – Morbus
02 – Wer ist da?
03 – Sterben
04 – Mittagssonne
05 – Der Übergang
06 – Frontfleisch
07 – Gehirnmassaker
08 – Ende

 

Line-Up:

Holly – Gesang, Schlagzeug
Knegge – Gitarre
Robert – Bass

 

Weitere Infos:

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