Krokus – Big Rocks

Geschrieben von Gernot Sieger
Band:
Krokus
Album: Big Rocks
Plattenfirma: Century Media Records (Sony Music)
Veröffentlichung: 27. Januar 2017

 

Die Schweizer Rock-Institution Krokus, um Sänger Marc Storace und Basser Chris von Rohr, haben ihr eigenes Hardrock Songbook mit ihren persönlichen Highlights der Rock und Hardrockgeschichte herausgebracht. Die Idee dazu kam der Band schon vor etwa einem Jahr, seitdem tüftelt die Band an der Songauswahl und der Gestaltung der Stücke. Laut Krokus soll das Album auch eine Hommage an ihre großen Idole sein. Und so kann sich die Tracklist auch gut sehen lassen.

Direkt nach dem kurzen, Black Sabbath Klassiker NIB, werde ich aber bereits maßlos enttäuscht. Tie Your Mother Down von Queen in der Krokus Version geht so gar nicht. Marc Storace’s Stimme reicht nicht ansatzweise an die des großen Freddy Mercury heran, und auch die Art, wie der Song gespielt wird, gefällt mir so gar nicht. Fairerweise muss ich dazu sagen, dass ich ein absoluter Queen und Freddy Mercury Fan bin. Und ich kenne bis heute keine Band, welche Queen adäquat gecovert hat. Der Song war also ein absoluter Fehlgriff. 

Aber schon der nächste Track, My Generation von The Who, im Original einer meiner absoluten Favoriten, reißt das Ruder rum. Super umgeschrieben, erstklassig umgesetzt. Super. So kann es weitergehen. Nach Wild Thing kommt der nächste Song, welcher mich extrem interessiert, House Of The Rising Sun, ein sehr schwieriges Stück zum Covern. Aber auch hier haben Krokus alles richtig gemacht.  Genau auf die Stimme von Marc Storace zugeschnitten, Hammer! 

Besonders gut gefällt mir dann auch Gimme Some Lovin, im Original von der Specer Davis Group. Bereits von diversen anderen Bands gecovert, da ist es schwer etwas Neues zu machen. Aber genau das ist Krokus gelungen, darauf kann die Band stolz sein. Ich bin bereits neugierig, wie sie diesen Song live umsetzen. 

Whole Lotta Love von Led Zeppelin ist ebenso perfekt umgesetzt wie Steppenwolfs Born To Be Wild. Für mich persönlich ist Jumpin Jack Flash von den Rolling Stones nochmal ein absolutes Highlight. 

Abgesehen von dem Aussetzer bei Tie Your Mother Down, ist den Schweizern hier ein absolutes Hammeralbum gelungen. Und das konnte man bei der Songauswahl und den Vorgaben der Originale sicherlich nicht einfach so voraussetzen. Als Anspieltips empfehle ich alle Titel, die ich genannt habe. Für nicht Queen Fans ist sicherlich auch Tie Your Mother Down gut.

Mein Fazit: Ein Must Have für jede Sammlung!

 

Tracklist:

  1. N.I.B.
  2. Tie Your Mother Down
  3. My Generation
  4. Wild Thing
  5. The House of the Rising Sun
  6. Rockin’ in the Free World
  7. Gimme Some Lovin’
  8. Whole Lotta Love
  9. Summertime Blues
  10. Born to Be Wild
  11. Quinn the Eskimo
  12. Jumpin’ Jack Flash
  13. Back Seat Rock’n Roll

 

Mehr Infos:

http://www.krokusonline.com/

https://www.facebook.com/KROKUSonline/?fref=ts

 

 

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