Hexenbrett – Zweite Beschwörung: Ein Kind zu töten

© Hexenbrett

 

Geschrieben von Marco Gräff
Band: Hexenbrett
Album: Zweite Beschwörung: Ein Kind zu töten
Genre: Black Metal trifft tiefschwarzen Heavy Metal
Plattenfirma: Dying Victims Productions
Veröffentlichung: 22.05.2020

 

Mit ihrer ersten Veröffentlichung im Januar 2019 führten HEXENBRETT die Welt auf eine falsche Fährte. Die EP “Erste Beschwörung” kam mit deutschen Titeln und deutschen Texten daher. Alles deutete auf eine deutschsprachige Undergroundband, die Gefallen an Horror und Schauergeschichten hat. Nun, deutschsprachig sind die meisten Songs auf dem Debütalbum ZWEITE BESCHWÖRUNG: EIN KIND ZU TÖTEN immer noch, schaurig im weitesten Sinne auch noch, doch mittlerweile hat das Duo ein wenig von sich preis gegeben.

HEXENBRETT kommen weder aus Deutschland, noch ist deren Muttersprache Deutsch. Vermutungen legen nahe, dass die Band aus einem osteuropäischen Nachbarland kommt. Spielt aber nicht wirklich eine Rolle. Auch ein Interview in der Legacy Nr. 125 gibt keinen weiteren Aufschluss. Alles sehr wirr und geheimnisvoll. Genau wie die Musik der Band.

Die ist jedenfalls geprägt von europäischen Horrorfilmen aus der schwarz/weiß Zeit. Im Gegensatz zur EP / Demo geben sich HEXENBRETT dieses Mal aber etwas abwechslungsreicher. Auch ist die Produktion nicht ganz so schrullig und kratzend wie 2019. Dennoch klingt die ZWEITE BESCHWÖRUNG immer noch Old School und minimalistisch. Mir hat das Demo / die EP ein wenig besser gefallen. “Erste Beschwörung” hatte so was eigenes, das geht dem neuen Album ein wenig ab.

Der geschwärzte Heavy Metal, der mal hier, mal da mehr in den Black Metal übergeht, hat eigentlich schon was für sich. Das Duo versteht es schaurige Atmosphären zu erschaffen, sehr eigenständig sind die Songs auf jeden Fall. Auch wenn es mal gerne Zitate erfolgreicher Doom oder Gothic Bands zu hören gibt. The spider song ginge sogar als epischer ‘Bathory’ Song durch.

Alles in allem ist ZWEITE BESCHWÖRUNG: EIN KIND ZU TÖTEN nicht ganz so blutrünstig wie der Titel suggeriert, aber dennoch schaurig genug um als ordentlicher Horrorfilm Soundtrack durchzugehen. Freunde von ‘Tribulation’ und ‘Slaegt’ sollten HEXENBRETT mal antesten. Als Anspieltipps bieten sich Lass schlafende Leichen ruhen, The spider Song, Les Requiem des Vampires und das schnelle Spalovac mrtvol an.

von mir gibt es 7 von 10 Hellfire Punkten

 

Tracks:

01 – Ein Kind zu töten I
02 – Lass schlafende Leichen ruhen
03 – Spalovac mrtvol
04 – La tumba de los muertos vivientes
05 – The spider song
06 – Ein Kind zu töten II
07 – Attraverso sette porte all’inferno
08 – Blutige Seide
09 – Le requiem des vampires

 

Line-Up:

Josto Feratu
Scarlettina Bolétte

 

Weitere Infos:

Bandcamp
Dying Victims Records
YouTube

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