Ellefson – No Cover

© Ellefson

 

Geschrieben von Jörg Schnebele
Artist: Ellefson
Album: No Cover
Genre: Rock/Hard Rock/Metal
Plattenfirma: eraMusic/Edel
Veröffentlichung: 20. November 2020

 

Im Jahr der Corona Pandemie werden extrem viele Re-Releases und Coveralben auf den Markt geworfen.
Was die Re-Releases angeht, ist ja noch jede Menge interessanter Stoff dabei, obwohl einige der Veröffentlichungen auch nicht unbedingt von Nöten sind.

Bei Coveralben ist die Sache noch ganz anders. Eine Menge Künstler covern derzeit wie bescheuert, und den überwiegenden Anteil halte ich persönlich für mehr als überflüssig.

Dass nun Megadeth Basser David Ellefson unter seinem Namen gleich ein Doppelalbum mit Coversongs veröffentlicht, hat mich im Vorfeld nicht gerade neugierig gemacht.
Eingeworfen habe ich die CDs aber dennoch, ohne mir zuvor die Tracklist angesehen zu haben…
Einfach mal wirken lassen.

Schnell gingen mir aber Augen und Ohren auf; die vom Viersaiter gewählten Songs sprengen jede Menge Grenzen. Hier wurden Stücke ausgewählt, die man (meines Wissens) zuvor noch nicht gecovert hat.

„Not Fragile“ von Bachman Turner Overdrive, ein Song aus den Siebzigern, der damals auf Grund seiner Härte komplett musikalisch neue Wege aufzeigte.
„Sweet FA“ vom Sweet Album Sweet Fanny Adams war damals seiner Zeit ebenso weit voraus.

Aber auch weitere Bands, die nicht so oft gecovert werden, wurden von Ellefson, Thom Hazaert (v) und Andy Martongelli (g) eingespielt: Dead Kennedys, Fight, AC/DC, Fastaway oder Def Leppard.
Darüber hinaus griff man auch auf Songs von Judas Priest, WASP, Motörhead Twisted Sister und jeder Menge anderen Metal Bands zurück.

Mit dabei, haufenweise Buddys von Ellefson, die diese Scheibchen veredeln: Doro, Charlie Benante, Mark Slaughter, Andrew Freeman sind nur einige der illustren Gäste.

Dass das Album „No Cover” betitelt wurde, irritiert gewaltig, soll aber nicht weiter stören.
Die Produktion ist brachial, einfach genial und die musikalischen Interpretationen überwiegend genial.

Für mich derzeit das beste Cover Album, welches auf dem Markt ist.
Deshalb gebe ich auch ohne Probleme 9 von 10 Hellfire Punkten.

 

Tracklist:

CD 1:
01 Freewheel Burning (Judas Priest) ft. Jason McMaster, Gus G, Andy James, Dave McCLain
02 Tear It Loose (Twisted Sister) ft. Eddie Ojeda, Dave McClain
03 Love Me Like A Reptile (Motorhead) ft. Doro Pesch, Greg Handevidt, Chuck Behler
04 Holiday in Cambodia (Dead Kennedys) ft. Charlie Benante, Bumblefoot
05 Rebel Yell (Billy Idol) ft. Paolo Caridi
06 Wasted (Def Leppard) ft. Frank Hannon, Jacob Bunton, Dave McClain
07 Riff Raff (AC/DC) ft. Jason McMaster (Lead Vocals), Dave Lombardo, Bumblefoot
08 Nailed To The Gun (Fight) ft. Andrew Freeman, Russ Parrish, Jimmy DeGrasso
09 Not Fragile (Bachman-Turner Overdrive) ft. John Aquilino, Paolo Caridi, Bumblefoot
10 Auf Wiedersehen (Cheap Trick) ft. Al Jourgensen, Brandon Yeagley, Charlie Benante

 

CD2
11 LOVE Machine (W.A.S.P.) ft. Dirk Verbeuren, Dave Alvin, Bumblefoot
12 Love Hurts (Nazareth) ft. Brandon Yeagley, Chuck Behler, Tyson Leslie
13 Eat The Rich (Krokus) ft. Jason McMaster, Dave Sharpe and Opus of Dead By Wednesday
14 Sheer Heart Attack (Queen) ft. Bumblefoot, Doro Pesch, Charlie Benante
15 Over The Mountain (Ozzy Osbourne) ft. Andrew Freeman (Lead Vocals), Bumblefoot, Jimmy DeGrasso
16 Sweet FA (Sweet) ft. Todd Kerns (Lead Vocals), Bumblefoot, Shani Kimelman
17 Beth (KISS) ft. Tyson Leslie, Bumblefoot
18 Say What You Will (Fastway) ft. Mark Slaughter, Troy Lucketta
19 Downed (feat. Chip Z’Nuff, Drew Frontier & Mike Heller

 

Mehr Infos:

https://www.facebook.com/davidellefson

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