Corrosive – Nourished by blood

© Corrosive

 

Geschrieben von Marco Gräff
Band: Corrosive
Album: Nourished by blood
Genre: Death Metal
Plattenfirma: Black Sunset Records / MDD
Veröffentlichung: 05. April 2019

 

Noch keine 18 Monate nach ihrem Comeback-Album “Lucifer gave the faith” (Hier geht es zur Review), beehrt uns die Marburger Death Metal Walze CORROSIVE mit deren vierten Album NOURISHED BY BLOOD. Zum Glück für die zahlreichen Old School Death Metal Fans, bleiben sie sich ihrem Sound treu und zocken kompromisslosen Metal klassischer Art, wobei sich schwedische und amerikanische Anteile ungefähr die Waage halten.

Nach kurzem, intensiven Intro gibt es mit BLEEDING BY THE BEAST auch direkt voll auf die Mütze. Schnelle Drums, höllische Screams, dazu ein paar Growls und schneidende Riffs. Wer da voll mitgeht ist nach nicht mal drei Minuten schon nass geschwitzt. FIELD OF CORPSES lässt es ruhiger angehen, drückt aber umso mehr aufs Gemüt auf Grund der Schwerfälligkeit. Ein ordentlicher Headbanger, der sowohl leichte melodische Momente hat, aber gerade im Refrain die volle Breitseite liefert. Stark und intensiv!

Ebenfalls erwähnenswert ist NOTZUCHT EINER HEXE. Und das nicht nur wegen der deutschen Texte. Nach ebenfalls zögerlichem Beginn gibt es ein wahres Blastbeat Inferno, welches dennoch eingängig wirkt und zusätzlich mit einem melodischen Solo auftrumpft. Wie schon auf dem Vorgängeralbum sind es aber auch hier die “etwas” ruhigeren Songs, die mir am besten reingehen. Dabei ist WAR IS MY INSPIRATION so ziemlich mein Favorit auf der Platte. Hier passt irgendwie alles. Etwas Doom, rasendes Geknüppel, aber überwiegend dann doch eher ruhige Parts, Melodien und ebenso epische Momente fügen sich harmonisch ineinander. Der Song der Platte, der am meisten zu bieten hat.

Nachdem BLIND EYES noch mal die fiese Breitseite bietet, überrascht GOD GIVES mit weiblich gesprochenen Intro und erneut ruhigem, fast schon gefühlvollem Death Metal und gesprochenen, beinahe cleanen Vocals von Frontshouter Andy Konnerth. Man könnte schon fast meinen, einen Gothic Metal Song zu hören.
Am Ende wird es dann noch mal schräg. Ich habe mich schon oft gefragt, wieso niemand den 80er Jahre Hit GHOSTBUSTERS covert. Jetzt weiß ich es. Weil es (sorry) Kacke klingt. Und in der Art wie es CORROSIVE covern klingt es auch irgendwie ulkig, was es schon fast wieder cool macht. Das muss aber jeder für sich selbst entscheiden. Ich denke es ist mehr als Gag gedacht der vor allem Live für Laune sorgen wird.

Nach 47 Minuten Death Metal der zum Teil brutalen Sorte kann ich mein Fazit vom Vorgänger Album eigentlich wiederholen. NOURISHED BY BLOOD ist ein solides Old School Werk mit ein paar ordentlichen Songs die richtig Spaß machen, dazwischen finden sich aber auch dann ein paar durchschnittliche Songs. Und das eigenständige vermisse ich über große Strecken immer noch.

von mir gibt es 7 von 10 Hellfire-Punkten

 

Tracks:

01 – Intro
02 – Bleeding By The Beast
03 – Field Of Corpses
04 – Sleep Paralysis
05 – Notzucht der Hexe
06 – The Holy Priest
07 – Shrunken Head Necklace
08 – War Is My Inspiration
09 – Blind Eyes
10 – God Gives
11 – You Don’t Leave Me Alive
12 – Ghostbusters

 

Line-Up:

Andy Konnerth – Vocals
Stephan Becker – Guitar
Jona Becker – Guitar
Sascha Schekanski – Bass
Timo Claas – Drums

 

Weitere Infos:

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