Call It Tragedy – Jedem Song eine eigene Identität geben

© Call It Tragedy

Mit dem Hellfire Quick5 Interview versuchen wir für unsere Leser möglichst interessante Infos aus den Musikern rauszukitzeln, ohne dass sie sich seitenlangen Fragen/Antworten hingeben müssen. Wir vom Hellfire bemühen uns dabei, (mehr oder weniger) kurz und prägnant im Rahmen von 5 Fragen zu agieren (manchmal kann eine Frage auch gedoppelt oder getrippelt sein); den Musikern obliegt es, nach ihrem Gutdünken zu antworten: kurz und knapp bis hin zu ausschweifend und umfangreich.

Diesmal sprachen wir mit den Jungs von Call It Tragedy, die Ende Dezember ihre neue Single „Immortal“ veröffentlicht haben und zur Zeit an ihrem zweiten Album arbeiten.

HF: Da ihr es ja (noch) nicht in alle Ecken Deutschlands geschafft habt, stellt doch bitte erstmal euch und eure Musik vor. Wer sind Call It Tragedy?

CIT: Wir sind eine 4-köpfige Metalcore Band aus Marburg/Gießen, Mittelhessen.Genauer gesagt ist Jörn am Geschrei, Harvey am Bass und Clean Gesang, Thorsten an der Klampfe und Daniel an den Drums.

HF: Wenn ich euer Debütalbum „Penumbra“ mal als Referenzwert nehme, dann seid ihr musikalisch nicht auf ein starres Schema ausgerichtet. Gibt es trotzdem so etwas wie Trademarks in eurem Sound oder vielleicht sogar einen Song, der euch stilistisch gut erfasst? Was ist so typisch Call It Tragedy?

CIT: Es ist schwer, einen Song auszuwählen, der uns unserer Meinung nach ausmacht. Unsere Vorzeigesongs sind “Epiphany” von “Penumbra” und das gerade releaste “Immortal”, aber wir versuchen, jedem Song eine eigene Identität zu geben, sodass jeder Song etwas Eigenes, Besonderes an sich hat. Stilistisch oder schematisch festlegen kommt für uns sowieso nicht in Frage. Wir wollen mit jedem Song etwas Neues machen und uns nicht darauf beschränken, dabei einen ganz bestimmten Sound einzuhalten. Das heißt aber natürlich nicht, dass die Songs nichts miteinander gemeinsam haben. Unsere Songs haben in der Regel einen melancholischen Ton, sowie Abwechslung in Breakdowns und melodischen Riffs.

HF: Im Mai feiert ihr 6. Bandgeburtstag, ist die entsprechende Party schon geplant? Welche Konzerte, Begegnungen, Reaktionen waren für euch die Meilensteine in eurer bisherigen Geschichte?

CIT: Tatsächlich ist (noch) nichts geplant. Wichtiger wird dieses Jahr zunächst der Release des zweiten Albums sein. Einer unserer bisher besten Momente war es, als Opener für Agnostic Front spielen zu dürfen. Das war auf jeden Fall eine ziemlich coole Erfahrung! Außerdem haben wir im Februar letzten Jahres bei einem Livestream der THM Friedberg mitgemacht. Mit unserem neuen Material wollen wir allerdings mehr erreichen und hoffen, dass sich mit diesem neue Türen öffnen!

HF: Nachdem ihr in den 5 Jahren eures Bestehens eine Reihe von Besetzungswechseln verkraften musstet, habt ihr jetzt sozusagen eine 50:50 Besetzung, zwei Gründungsmitglieder und zwei relative Neulinge. Wie sehr haben die Wechsel Call It Tragedy beeinflusst und inwieweit konnten sich Thorsten und Daniel schon in die neuen Songs einbringen oder liegt das Songwriting fest in einer Hand bei euch?

CIT: Natürlich hatten die Wechsel einen großen Einfluss auf Call It Tragedy. “Penumbra” wurde zum größten Teil von Harvey geschrieben, viel wurde aber auch vom ehemaligen Gitarristen und dem ehemaligen Schlagzeuger beigetragen. Thorsten ist schon etwas länger dabei und teilt sich mit Harvey nun zu etwas mehr als 50:50 das Songwriting. Harvey schreibt noch größtenteils die Lyrics (mit Hilfe von Jörn), während Thorsten den Großteil der Instrumente schreibt. Daniel ist eingestiegen, als die Songs für das neue Album bereits feststanden, aber da weder Harvey noch Thorsten großartiges Talent darin haben, interessante Schlagzeugläufe zu schreiben, hat sich Daniel dort bereits gut eingelebt und trägt in dem Bereich ernorm viel bei. Besser als ein Schlagzeuger kann man eben kein Fill schreiben. Jörn kümmert sich in dem ganzen Getusel um Konzerte.

HF: Ihr arbeitet ja zur Zeit an eurem neuen Album und habt mit „Immortal“ schon mal einen kleinen Vorgeschmack gegeben. Wie sieht es mit ein paar mehr Details aus? Anzahl Songs, ungefähres Release Date, Album Titel, Feature Gäste? Werdet ihr wieder eine Crowdfunding Kampagne starten? Raus mit der Spache 😉

CIT: Ein festes Release Datum steht noch nicht. Voraussichtlich wird es auf die zweite Hälfte von 2019 herauslaufen, aber wir wollen da noch nichts versprechen bis wir das Album offiziell ankündigen. Eine Crowdfunding Kampagne wird es wieder geben, aber wann wir diese starten steht ebenfalls noch nicht fest, da wir vorher erstmal alle Designs fertig haben wollen und bestenfalls schon alles aufgenommen haben! Zum Album selbst: Das Album wird sich “Turbulence” nennen. Zuerst war eine Konzept-EP mit 4-5 Songs geplant. Da wir aber dann plötzlich schon 15 Songs geschrieben hatten, haben wir uns dazu entschieden, diese Konzept-EP in das Album zu integrieren. Der Name “Turbulence” beruht auf eben diesen Konzept-Songs, in welchen die chaotische Reise eines Liebespaares durch Drogenkonsum und Kontrollverlust erzählt wird, versinnbildlicht durch Vögel, die sich, ohne richtig fliegen gelernt zu haben, in stürmische Winde stürzen. Die restlichen Songs auf dem Album (es wird insgesamt 11 geben, 4 davon das Konzept) haben nichts mit dieser Geschichte selbst zu tun, befassen sich insgesamt aber mit Themen von der Frage, was nach dem Tod passiert, bis zur allgemeinen Angepisstheit, dass Nazis existieren. Ein Feature-Gast steht nicht fest, ist aber nicht ausgeschlossen ^^ Wir können es auf jeden Fall nicht erwarten, dieses Album der Welt zu präsentieren!

HF: Vielen Dank für das Interview. Wir wünschen euch für die Zukunft alles Gute und sind gespannt, was wir als nächstes von euch hören werden.

Interview: Katja Maeting

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