Völkerball 01.05.2015 – Bonn – Rock in den Mai

 

voelkerball

Geschrieben von Dirk Draewe

Bonn – Rheinaue. Schon fast traditionell riefen Völkerball zum Rock in den Mai und die Fans kamen wie gewohnt in Scharen. Ich selbst erschien erst gegen 21:30 Uhr vor der Bühne und da war eigentlich schon kein Durchkommen mehr möglich. Sicherlich trug dazu auch das Bombenwetter bei, obwohl man eigentlich Regen gemeldet hatte.

Imposante musikalische Reise durch die Rammstein-Ära
Nach einer sehr kurzen Umbaupause, schließlich wollte man die Spielzeit ausnutzen, ging schon um kurz vor 22 Uhr das Licht auf der mit schwarzen Stoff verhüllten Bühne aus. Die Pausen-Musik verstummte und die „Völkerball – Völkerball“ – Sprechchöre ließen die Luft erzittern. Als dann das Intro zu „Reise, Reise“ erklang, gab es vor der Bühne kein Halten mehr. Unter einem donnernden Pyro-Knall fiel der Vorhang zu Boden und die Reise durch die gesamte Rammstein-Ära begann.

Bonn in Schutt und Asche gelegt
Die Mannen um Sänger René hatte keine Gnade, ein Kracher jagte den anderen und die zahlreichen Fans kamen aus dem moshen gar nicht mehr raus. Ich habe Völkerball ja nun auch schon oft genug gesehen, aber die Show in Bonn war mit Abstand das Beste, was ich von den Jungs live erlebt habe. Ein geniales Licht, ein Hammer Sound (zumindest bis zur Mitte der Show) und ein Pyro-Technik, als ob man ganz Bonn in Asche legen wollte.

Natürlich durften auch keine Songs der Band „Heldmaschine“ fehlen, nicht umsonst spielen da drei Völkerball-Jungs mit. Mit „Radioaktiv“ und „Weiter“ gab es zwei absolut Live-Kracher und wer Heldmaschine noch nie gesehen hat, sollte diese ehrgeizige und aufstrebende Band auf alle Fälle mal live anschauen.

Ist das Rammstein?
Als ich meine Fotos im Kasten hatte, gesellte ich mich schließlich zu meiner Frau an den Bierstand, der ca. 25 Meter von der Bühne entfernt stand. Hier ergab sich eine Ankedote, die ich als großes Lob an die Band verstehe. Es war bei „Du Hast“ als sich ein junges Pärchen vor uns umdrehte und mich fragte, ob das tatsächlich Rammstein seien. Ich musste innerlich schon schmunzeln und sagte, dass das oben auf der Bühne Völkerball sind. O-Ton daraufhin von den beiden: „Wow die Jungs sind ja der Hammer, wir dachten echt das wären Rammstein. Show, Stimme, Sound, einfach wie das Original…“. Diese Aussage lasse ich hier jetzt einfach unkommentiert so stehen.

Langsam machen Open-Air-Konzerte in Bonn keinen Spass mehr!
Tja und nun noch ein paar Worte zum Sound, der leider nur bis zur Hälfte echt der Hammer war. Danach dachte ich mir dann nur „hey was ist denn mit dem Sound los“ und ich ahnte schlimmes. Tatsächlich war es mal wieder das Ordnungsamt der Stadt Bonn, die darauf beharrten, die Lautstärke um ein paar Dezibel runter zu fahren. Ok, dass könnte ich ja vielleicht noch verstehen, aber wenn ich dann am Bierstand kaum noch den Sänger verstehe (wir reden hier von 25 Metern!!!), dann ist das echt ein bisschen too much! Im Nachhinein habe ich auch noch erfahren, dass man seitens der Band sogar überlegt hatte aufzuhören, was man aber den zahlreichen Fans einfach nicht antun wollte. Wenn dann noch selbst die Setlist unter den Maßregelungen des Ordnungsamtes leidet und um zwei Songs gekürzt werden muss, habe ich dann gar kein Verständnis mehr. Ich habe es zum Schluss sogar selbst auf der Bühne kurz vor dem Abschluss-Bild mitbekommen, wie die Leute vom Ordnungsamt der Band unmissverständlich klar machten, dass es nach „Ich tu dir weh“ nur noch einen allerletzten Song gibt. Die Fans wollten ganz sicher noch mehr Zugaben, aber leider wurde dies seitens des Ordnungsamtes verboten… sehr schade!

Bitte liebe Verantwortlichen der Stadt Bonn, überlegt doch mal was ihr damit den Musikfans, der örtlichen Gastronomie und auch dem Tourismus antut. Wenn Ihr so weiter macht und ständig solche Veranstaltungen, die auch Geld in die Bundeshauptstadt bringen, torpediert, gibt es in Bonn bald gar keine Musik-Veranstaltungen mehr. Dann wandern auch noch die letzten Hartnäckigen ab und tragen ihr Geld zu Veranstaltungen in andere Städte und wir können Bonn bald zu Grabe tragen.

Setlist Völkerball – A Tribute To Rammstein

  • Reise, Reise
  • Links 2, 3, 4
  • Feuer frei
  • Keine Lust
  • Der Meister
  • Tier
  • Herzeleid
  • Wiener Blut
  • Waidmanns Heil
  • Haifisch
  • Sonne
  • Du riechst so gut
  • Mein Herz brennt
  • Radioaktiv (HM)
  • Weiter! (HM)
  • Asche zu Asche
  • Seemann
  • Mein Teil
  • Du Hast
  • Ich tu dir weh
  • Ohne Dich

Zugaben:

  • Engel

© Photos by Dirk Draewe (www.draewe.de bzw. facebook.com/pixxelkunst)

 

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