Vendetta – The 5th

 

Geschrieben von Helgvar Mánfreðson
Band: Vendetta
Album: The 5th
Plattenfirma: Massacre (Soulfood)
Veröffentlichung: 24. Februar 2017

 

Ja es gibt in good old Germany weitere, gute Thrash-Metal Bands außer den großen dreien. Leider ist ihnen der Erfolg nicht immer hinterher gelaufen und man verlor sie aus den Augen, vielleicht auch weil sie sich auflösten – später wieder dann zusammen fanden und man es einfach nicht mitbekam. So ging es mir zumindest. Dazu zähle ich Assassin und eben die nun auf meinem Rezensionstisch vorliegenden Vendetta, aus Schweinfurt. Trotz alledem, die ersten beiden Alben ratterten damals aus meinen Boxen.

Vendetta wurde 1984 gegründet, im Jahre 1987 erblickte das erste Album „Go and Live….Stay and Die“ das musikalische Licht der Welt. 1988 erschien dann der Nachfolger „Brain Damage“ (diese wurde über Noise International vertrieben), es ging auf Tour mit Dimple Minds und Tankard, aber schon 1990 löste sich die Band auf, bevor sie sich 2000 wieder zusammen fand. Auf Tour ging es diesmal u.a. mit Kreator, Sodom, Destruction, Overkill, Metal Church und Testament.

Nun lausche ich gespannt „The 5th“.  Der Sound – die Produktion ist schon sehr gut, kommt kraftvoll und sauber aus den Boxen. Mit V.O. Pulver einem renomierten Producer, konnte man dahingehend wohl auch nichts falsch machen. Vendetta spielen klasse Thrash-Metal, dass steht außer Frage. Für mich aber zählt halt ein wenig mehr. Was ist mit der Nachhaltigkeit?! Damit meine ich, ob das das Album auch noch nach 2 Wochen nachhallt oder schnell aus den Ohren, aus dem Gedächtnis verschwindet?

Auf jeden Fall geht man experimentierfreudig und abwechslungsreich ans Werk. Sei es nun bei „The Search“ – einem Akustik-Gitarren Song mit knapp zwei Minuten Länge, bei „Shame Of You“ – beginnend stimmlich-düster oder dem schweren – balladesken „Nevermind“. Mein Favorit ist „Let er Rip“ (aufgrund der Schnelligkeit, der Aggresivität und der hämmernden Double-Bass). So mag ich das.

Fazit: Insgesamt kann ich feststellen, dass ich es nicht bereut habe, hier reinzuhören. Thrash-Metal in Reinkultur. Topp. Ob das Album aber nun nachwirkt, muss ich dann nochmal für mich zu späterer Zeit überprüfen. Ist es nun die Sahne auf dem Eis oder doch nur das Eis selber? Das überlasse ich euren Geschmäckern. Ich denke schon, dass sich hier die Geister scheiden werden. Ich für meinen Teil, werde es rausfinden (ich mag ja lieber Eis mit Sahne). Schauen wir mal. Reinhören wird auf jeden Fall empfohlen!

 

Tracklist:

1. Fragile
2. Let´er Rip
3. Deadly Sin
4. Agency Of Liberty
5. The Search
6. The Prophecy
7. Shame On You
8. Religion Is A Killer
9. Nevermind

 

weitere Infos:

http://www.vendetta-band.de/Seite1.html

https://www.facebook.com/Vendetta.official.Thrash.Metal.Page

 

 

 

 

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