Suncraft – Flat Earth Rider

© Suncraft

Geschrieben von: Marius Göddert
Band: Suncraft
Album: Flat Earth Rider
Genre: Stoner Rock
Plattenfirma: All Good Clean Records
Veröffentlichung: 06.08.2021

Wenn man an zeitgenössischen Hard Rock auf Norwegen denkt, kommen einem unweigerlich Namen wie Gluecifer und Turbonegro in den Sinn. Aber was heißt schon zeitgenössisch. Das letzte Gluecifer Album „Automatic Thrill“ ist von 2004 und beide Bands haben sich zwischenzeitlich aufgelöst und wiedervereint. Keine besonders positiven Lebenszeichen für Osloer Hard-Rock-Szene, oder? Mit Flat Earth Rider bringt eine Combo namens Suncraft nun ihr Debütalbum an den Start und zeigt, dass die Szene noch lange nicht tot ist.

Die Gitarren von Suncraft sind tiefer als bei den als „Kings of Rock“ bekannten Gluecifer und die Riffs oft langsamer und stampfender, was der Intensität der Musik aber keinen Abbruch tut. Ganz im Gegenteil: Songs wie „Lingo Hive Mind“ oder „Adaption“ sind einprägsam wie Steckschaum und machen Bock auf mehr. Hinzu kommen die teilweise echt vertrackten Rhythmen, die zeigen, dass hier nicht einfach Hard Rock nach Schema F runtergespult wird.

Stilistisch bedient sich die Band in den Rockgenres Hard, Classic, Stoner sowie Doom und zaubert so einen angenehmen Mix, den sie selbst treffend als Heavy Stoner Rock n Roll beschreiben. In „Bridges to Nowhere“ wird es sogar etwas poppig und der Refrain von „Commie Cannibals“ ist klassischer Hardcore samt Crewshouts vom Feinsten. Zwar besteht Flat Earth Rider „nur“ aus sechs Songs, von denen ist allerdings keiner unter der 3-Minuten-Marke und der Finisher bringt es auf satte 10,5 Minuten.

Kurzum: Suncraft schreiben Songs mit einer beeindruckenden Tiefe, machen auch nach mehrmaligem Hören extrem viel Spaß und beweisen, dass man auch 2021 noch innovativen Hard Rock machen kann, ohne dabei wie ein billiger Abklatsch von schon Dagewesenem zu klingen.

Daher gibt es von mir 9 von 10 Hellfire-Punkten!

Tracklist
1. Flat Earth Rider
2. Space Buddha
3. Lingo Hive Mind
4. Commie Cannibals
5. Adaption
6. Bridges to Nowhere

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