One Desire – Midnight Empire

(C) One Desire

Geschrieben von: Klaus Saalfeld
Band: One Desire
Album: Midnight Empire
Genre: Melodic Hard Rock
Plattenfirma: Frontiers Music SLR
Veröffentlichung: 22.05.2020

Nachdem die finnischen Melodic Rocker ONE DESIRE mit ihrer Debüt Scheibe sowie der damit einhergehenden Tournee mit Eclipse vor drei Jahren schon für Aufmerksamkeit sorgten, sollte die Promo-Tour im Vorprogramm von The Night Flight Orchestra für das neue Album “Midnight Empire” im März dieses Jahres für den nächsten Schritt auf der Karriereleiter sorgen. Leider musste dieses Vorhaben Corona bedingt schon nach wenigen Shows auf Eis gelegt werden. Glücklicherweise konnte sich der Schreiber dieser Zeilen noch von den Live-Qualitäten einiger neuer Tracks überzeugen, denn zumindest drei Songs von “Midnight Empire” hatten es in die Setlist geschafft.

Eingeleitet von einem Dialog, der aus einem alten Film zu kommen scheint, steigt die Band nach gut einer halben Minute in den Opener “Shadowman” ein, der sich als knackiger Rocker entpuppt und für ONE DESIRE Verhältnisse – nicht zuletzt dank des fetten Gitarren Solos – vergleichsweise hart rüberkommt. Davon abgesehen ist der Chorus ein absoluter Ohrwurm und eigentlich gleich zu Beginn das Highlight des Albums. Beim nachfolgenden “After You’re Gone” wird die Intensität etwas zurückgefahren und die Finnen tendieren mehr Richtung AOR, untermalt von einer exzellenten Hookline und emotionalem Gesang von Frontman André Linman. Poppige Synthie Beats leiten “Down And Dirty” ein, ehe das Ganze Schwung aufnimmt und sich zu einer weiteren AOR Perle mausert.

“Godsent Extasy” nimmt wieder ein wenig mehr Fahrt auf und wandelt dezent auf den Pfaden der skandinavischen Nachbarn Dynazty.
“Through The Fire” startet relaxed mit Akustik Gitarren und poppigen Harmonien, ehe nach etwa einem Dritten die Band einsteigt und aus der Nummer eine Power Ballade wird. Die Nummer ist eindeutig das Baby von Gitarrist Jimmy Westerlund, der nicht nur die Lead-Vocals übernommen hat, sondern neben knackigen Solo-Einlagen dem Song gegen Ende nochmal einen ordentlichen Tritt in den Allerwertesten verpasst.

Danach folgt ein Viererpack mit reichlich Hitpotential, der mit Ausnahme der AOR Verbeugung “Rio” dank der guten Arbeit des Sechssaiters trotz des leichten Pop-Einschlags jeden Melodic Rock Fan zufriedenstellen sollte. Und entgegen meiner Erwartung ist “Killer Queen” keine Cover-Version der britischen Rock Legende, was meiner Meinung nach ohnehin keine gute Idee gewesen wäre. Abgerundet wird das Album durch die gefühlvolle Ballade “Only When I Breathe”, die mit Akustik Gitarren sowie einem Hauch von spanischer Folklore jeden Kuschelrock Sampler bereichern würde.

Unterm Strich haben ONE DESIRE mit “Midnight Empire” ihrem Erstling nicht nur einen ebenbürtigen Nachfolger beschert, sondern dieses sogar noch übertroffen. Gekonnt werden hier poppige Melodielinien mit knackigen Riffs zu einem unterhaltsamen Melodic Rock / AOR Album vermischt, das Genre-Liebhabern richtig viel Freude bereiten dürfte. Und wenn die Band bei der nächsten Langrille noch ein paar Ecken und Kanten hinzufügt, könnten Tourneen im Vorprogramm von XY bald Geschichte sein…

Von mir gibt es 8,5 von 10 Hellfire-Punkten

 

Trackliste:

  1. Shadowman
  2. After You’re Gone
  3. Down And Dirty
  4. Godsent Extasy
  5. Through The Fire
  6. Heroes
  7. Rio
  8. Battlefield Of Love
  9. Killer Queen
  10. Only When I Breathe

Line Up:

André Linman: Vocals, Gitarre
Jimmy Westerlund: Gitarre, Background Bocals, Lead Vocals (Track 5)
Ossi Sivula: Drums
Jonas Kuhlberg: Bass

 

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Video zu “Shadow Man”

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