Nuclear Winter – Greystone

© Nuclear Winter

 

Geschrieben von Marco Gräff
Band: Nuclear Winter
Album: Greystone
Genre: Modern Melodic Death Metal / Industrial Metal
Plattenfirma: MMD Records
Veröffentlichung: 21.05.2021

 

Mein erster Gedanke beim Bandnamen war der an eine Old School Black Metal Band aus Skandinavien. Wie man sich irren kann. NUCLEAR WINTER ist ein Ein-Mann-Projekt aus Simbabwe – Südafrika! Und dort spielt man keinen Black Metal, sondern eine moderne, krachende Form von Melodic Death Metal mit elektronischem Einschlag und Industrial Parts. Was dem Ganzen eine Endzeitstimmung verleiht und dem Bandnamen dann doch wieder gerecht wird.

Basis der neun Songs auf GREYSTONE ist keine Frage melodischer Death Metal, der mal mehr mal weniger stark ausgeprägt ist. Dazu kommen moderne, elektronische Spielereien, die es in die Industrial Ecke drücken. Krachende Riffs, Synthie Sounds, Vocals zwischen tiefen Growls und feminin anmutendem Klargesang. Das alles wirkt beim ersten Mal doch recht anstrengend und überladen. Der gut produzierte Sound tut sein Übriges und doch prasselt oft zu viel auf den Hörer ein.

Das wirkt dann zu verspielt. Nummern die einigermaßen auf Anhieb gefallen und funktionieren sind mit Sicherheit der rhythmische Stampfer Orwellian Future und Corridor of shells, was mit einem satten Groove ballert. Auch Stygian awakening mit seinen harten Riffs hat seinen Charme. Hidden shrine dagegen kommt mit Euro Dance Feeling daher, und will so gar nicht gefallen. Beim Rest hab ich immer noch Fragezeichen im Gesicht.

Keine Frage, Gary Stautmeister beherrscht seine Instrumente, besonders den Gitarren entzaubert er manch raffiniertes Riff oder Hookline. Das mag auch alles relativ kreativ sein und klingen, aber ob es das ist was die Metalwelt noch gebraucht hat? Eigenständig ist das Ganze, keine Frage. Aber irgendwie will nichts hängen bleiben. Kein Verlangen nach der Repeat Taste. Also ich für meinen Teil werde mit GREYSTONE nicht warm. Für Fans von experimentellem, modernen Metal aber sicher mal wert gehört zu werden.

von mir gibt es 6,5 von 10 Hellfire-Punkten

 

Tracks:

01 – The wastelands
02 – Stygian awakening
03 – The harvest moon
04 – Orwellian Future
05 – Corridor of shells
06 – The wavering shadows
07 – Hidden shrine
08 – Graveyard sculpture
09 – The failing dawn

 

Line-Up:

Gary Stautmeister – Everything

 

Weitere Infos:

Faceook
Bandcamp
Twitter

 

 

Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.