NIOR – “…Das war für uns als Band ein kompletter Neustart”

© NIOR

Mit dem Hellfire Quick5 Interview versuchen wir für unsere Leser möglichst interessante Infos aus den Musikern rauszukitzeln, ohne dass sie sich seitenlangen Fragen/Antworten hingeben müssen. Wir vom Hellfire bemühen uns dabei, (mehr oder weniger) kurz und prägnant im Rahmen von 5 Fragen zu agieren (manchmal kann eine Frage auch gedoppelt oder getrippelt sein); den Musikern obliegt es, nach ihrem Gutdünken zu antworten: kurz und knapp bis hin zu ausschweifend und umfangreich.

Diesmal sprachen wir mit den Jungs von NIOR, deren neues Album „Misfit“ heute veröffentlicht wurde.
 
HF: Ihr wart bei der Gründung von NIOR ja alle noch ziemlich jung. Wart ihr vorher schon in anderen Formationen aktiv oder war es für einen oder mehrere die erste Band? Welche musikalischen Erfahrungen und Vorlieben sind damals aufeinander getroffen?
 
NIOR: Hey, erstmal danke für die Fragen! Bevor wir mit NIOR an die Öffentlichkeit gegangen sind, hatten wir noch ein altes Projekt und haben uns dann, als wir im Studio waren um „Nightwalker“ aufzunehmen, umbenannt. Das war für uns als Band ein kompletter Neustart. Musikalische Vorlieben gibt es bei uns genug von Hip-Hop bis Jazz über Techno ist alles vertreten. Was wir aber alle aus unserer Kindheit dabei haben ist Metal.
 
HF: Als ich mich über euch schlau gemacht habe, ist mir aufgefallen, ihr wart schon sehr früh im Ausland unterwegs, habt mehrere Shows in Tschechien gespielt. Das ist ja schon eher ungewöhnlich für eine junge Band. Habt ihr besondere Verbindungen dorthin oder wie kam es dazu?
 
NIOR: Wir wissen ehrlich gesagt selber nicht genau, wie die ganzen Shows in Tschechien zustande gekommen sind. Wir sind damals glücklicherweise an ein paar Support-Slots mit „Bad Omens“ gekommen und von da an haben wir uns in das Land verliebt. Seitdem waren wir noch zwei weitere Male in Tschechien, unter anderem mit einem Auftritt auf dem Fajtfest.
 
HF: Ihr habt ja über einen langen Zeitraum an eurem neuen Album gearbeitet. Habt ihr dann am Ende noch Dinge aus der Anfangszeit des Arbeitsprozesses verändert oder ist „Misfit“ ein kontinuierliches Abbild der Entwicklung der letzten Jahre?
 
NIOR: Wir haben lange an „Misfit“ gearbeitet und haben im Laufe der Zeit echt viel an Songstrukturen, Riffs und Lyrics geschraubt. Auch der Cleangesang hat sich dann irgendwann eingeschlichen. Wir hatten am Anfang noch keine Ahnung was am Ende rauskommt, wir wollten nur, dass wir am Ende zufrieden sind und das sind wir.
 
HF: Auf eurem Album sind drei sehr unterschiedliche Gäste dabei. Wie sind die Kooperationen jeweils entstanden und was tragen David, Kadeem und Sven aus eurer Sicht zu den jeweiligen Songs bei?
 
NIOR: Seit der „Nightwalker“- Produktion nimmt Dave die Vocals für uns auf und ist zu einem sehr guten Freund geworden. Ein Feature von Dave mussten wir einfach haben. Kadeem wollten wir auf „Misfit“ haben, weil wir Loathe entdeckt haben und auf einmal rauf und runter gehört haben. Irgendwann kam dann einfach der Gedanke „Warum fragen wir nicht einfach nach einem Feature?“. Danach war das Ding schnell gegessen und wir hatten Kadeems heftigen Part auf unserem Album.
Sven von Liotta Seoul ist einer der kreativsten Menschen, den ich kenne. Auf unserem ersten Konzert welches wir mit NIOR gespielt haben, haben wir Sven noch als Shouter von Reset Reflect kennengelernt und haben uns gedacht: „Auf dem nächsten Album wollen wir einen Part von Sven“. Als die Jungs mit Liotta Seoul eine komplett andere Richtung eingeschlagen haben, haben wir uns nicht davon abhalten lassen den neuen Style auch in „Misfit“ einfließen zu lassen.
 
HF: Da die Zukunftsplanungen ja gerade etwas schwierig sind: was sind die NIOR-Momente, die euch bisher am besten in Erinnerung geblieben sind und welchen eurer Songs spielt ihr am liebsten und warum?

NIOR:
Wir hoffen sehr, dass sich die Lage so schnell wie möglich wieder beruhigt. Bis dahin planen wir aber erstmal für das Ende des Jahres mit ausreichend Shows. Da wir bis jetzt noch nicht dazu gekommen sind unsere neuen Songs live zu spielen, ist es noch schwer zu sagen, welchen wir am liebsten spielen. „The Sleeping“ auf Nightwalker war bis jetzt unser liebster Live-Song. Wir haben den Song immer als letztes gespielt, weil er unser Set am schönsten beendet und das Publikum nochmal zum Bewegen und Mitklatschen anregt.

HF: Vielen Dank für das Interview. Wir wünschen euch für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg mit eurem Album.
 
Interview: Katja Maeting
 

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