Ninetynine – Ganz klare Message: Zusammenhalt!

© Ninetynine

Mit dem Hellfire Quick5 Interview versuchen wir für unsere Leser möglichst interessante Infos aus den Musikern rauszukitzeln, ohne dass sie sich seitenlangen Fragen/Antworten hingeben müssen. Wir vom Hellfire bemühen uns dabei, (mehr oder weniger) kurz und prägnant im Rahmen von 5 Fragen zu agieren (manchmal kann eine Frage auch gedoppelt oder getrippelt sein); den Musikern obliegt es, nach ihrem Gutdünken zu antworten: kurz und knapp bis hin zu ausschweifend und umfangreich.

Diesmal sprachen wir mit Matze, Gitarrist der Hardcore-Formation Ninetynine aus Erfurt, die am 25. Januar 2019 ihr Debütalbum „Wasteland“ veröffentlichen werden.

HF: Herzlichen Glückwunsch zu eurem ersten Album. In Sachen Veröffentlichungen seid ihr ja seit eurer Gründung sehr fleißig, habt seit 2014 schon zwei EPs veröffentlicht. Wer ist die treibende Kraft hinter euren Songs oder entstehen diese als Gemeinschaftsarbeit?

Matze: Der musikalische Teil entspringt zum größten Teil aus Markus’ (Gitarre) Kopf. Bei den Texten handelt es sich überwiegend um Roberts (Bass) Werke. Da unser neuer Frontmann allerdings auch jahrelange Erfahrung als Sänger und Texter hat, wird Tritschi das künftig verstärkt übernehmen. Am Feinschliff arbeiten wir natürlich gemeinsam im Proberaum.

HF: Fürs Songwriting habt ihr definitiv ein Händchen, bei der Besetzung der Position am Mikrofon seid ihr hingegen ein bisschen vom Pech verfolgt. Tritschi ist als neuer Frontmann quasi während der laufenden Aufnahmen zu „Wasteland” eingestiegen. Sich kurzfristig in Songs einzufinden, an deren Entstehung man nicht beteiligt war, stelle ich mir sehr schwierig vor. Wie habt ihr das hingekriegt?

Matze: Tritschi hat, wie gesagt, auch schon einige Jahre Bühnenerfahrung und ist noch dazu ein langjähriger Kumpel von Ninetynine. Wir schwimmen also sowieso auf einer Wellenlänge. Darum konnte er sich auch sofort mit den Texten identifizieren, was das Ganze enorm vereinfacht hat. Wir haben ihm natürlich den Freiraum gegeben, sich gesanglich zu entfalten und ggf. auch hier und da was umzuschreiben. Im Großen und Ganzen muss man sagen, dass es natürlich nochmal ein großes Stück Arbeit war, sich das Ergebnis aber auf jeden Fall sehen lassen kann.

HF: Der erste Eindruck zählt: Ihr dürft einen – und nur einen – Track aus eurer Diskografie, inklusive des neuen Albums, als Visitenkarte auswählen, um euch als Band vorzustellen. Welcher Song repräsentiert Ninetynine am besten und warum?

Matze: “As one”! Der Song repräsentiert uns sowohl musikalisch als auch inhaltlich. Ganz klare Message – Zusammenhalt! Alles wird einfacher, wenn man mehr miteinander statt nebeneinander macht. Es geht darum, dass es so viele verschiedene Leute gibt, die unterm Strich aber für die selbe Sache stehen und darum, dass sich diese Leute gegenseitig respektieren und tolerieren sollen. Das repräsentiert uns, denke ich, ganz gut. Ein weiterer Grund für die Auswahl ist, dass uns Rykers-Sänger Dennis einen wirklich fetten Guest-Part in den Song gezimmert hat. Auch an der Stelle nochmal ein riesen Dankeschön dafür!

HF: Apropos erster Eindruck, ihr habt ja vor kurzem die erste Single „Going To War” veröffentlicht. Ist man bei der ersten Single genauso nervös wie beim Release der kompletten Scheibe später? Oder vielleicht sogar noch nervöser, weil man überhaupt das allererste Mal öffentliches Feedback zu dem bekommt, was man da erschaffen hat?

Matze: Nervös? Wir? Niemals! Wir sind sozusagen die personifizierte Coolness. Spaß. Uns brennt es natürlich nach der langen Zeit unheimlich unter den Fingern, die Scheibe endlich rauszuhauen. Zum einen möchten wir die Songs endlich präsentieren und zum anderen fragen die Leute auch regelmäßig nach, wann es denn endlich soweit ist. Wir freuen uns daher wie bolle, dass wir niemanden weiter vertrösten müssen. Und “Going To War” kam bisher ganz gut an, was uns schon mal zuversichtlich für ein positives Feedback zum kommenden Album stimmt. “Nervös” würde ich es aber nicht mal unbedingt nennen. “Vorfreudig” trifft es, glaube ich, besser.

HF: Wie verbringt ihr jetzt noch die Zeit bis zum Release? Kommen noch weitere Singles und ggf. auch Videos? Habt ihr schon Pläne für eine Tour oder dergleichen?

Matze: Haha, aktuell ist die Hälfte von uns krank und versucht, die Männergrippe zu überleben. Wir verbringen also gerade viel Zeit mit literweise Tee auf der Couch. Ganz untätig sind wir aber natürlich bis zum Release auch nicht. Zu “As one” wird es ein Musikvideo geben, welches auch gerade schon in Arbeit ist und im Dezember noch rauskommt. Und wir haben Dennis für sein Feature nicht nur ans Mikro, sondern auch vor die Kamera bekommen. Es lohnt sich also auf jeden Fall, demnächst die Augen offen zu halten. Im Dezember stehen jetzt noch zwei Shows an. Eine davon wird ein Soli-Konzert für das Bandhaus in Erfurt sein. Eine Sache, die uns sehr am Herzen liegt und auch persönlich betrifft. Also kommt zahlreich am 14.12. in die Engelsburg nach Erfurt. Für nächstes Jahr sind auf jeden Fall zwei Touren in Planung. Eine im Frühjahr und eine im Spätsommer/Herbst. Da die Dates allerdings noch nicht in Stein gemeißelt sind, geben wir die Details später bekannt.

HF: Vielen Dank für das Interview. Wir wünschen euch für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg mit eurem Album.

Interview: Katja Maeting

Weitere Infos:
Ninetynine bei Facebook
Website von Ninetynine
Ninetynine bei Instagram
“Going To War” bei Soundcloud

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