Messiah – Fracmont

© Messiah – Fracmont

 

Geschrieben von Helgvar Sven Mánfreðson
Band: Messiah
Album: Fracmont
Genre: Death / Thrash Metal
Plattenfirma: Roller Records / Soulfood
Veröffentlichung: 11. September 2020

 

Ich erinnere mich noch gut, naja eher nur halbwegs, an meine erste Originalkassette “Extrem Cold Weather” von MESSIAH aus der Schweiz und das im selben Jahr der Veröffentlichung, nämlich 1987. Mittlerweile ist dies 33 Jahre her, die Schweizer gingen nach elf Jahren 1995 offline und ich bin älter geworden. Auf dem oben erwähnten Album spielten sie noch Extreme Metal, danach wechselten sie den Stil in den klassischen Death Metal. 25 Jahre nach ihrer Auflösung (eine Reunion fand wohl schon eher statt, aber ohne ein neues Werk), präsentiert mir das Quartett ihr sechstes Studioalbum. Mal schauen bzw. mal hören, was es aufweisen kann.

Fracmont” (der alte Name für den Berg Pilatus nahe Luzern in der Schweiz) beginnt mit dem Intro “Sacrosanctus Primitivus” choral, leicht episch und instrumental. Beim folgend schwer schleppend, dann ausbrechend und teilweise dunkel romantischem “Fracmont“, fällt mir natürlich gleich die charismatisch stimmlich rauchige  Handschrift von Frontmann Andy Kaina auf, die definitiv einen Wiedererkennungswert hat und mich wieder einfängt, hatte ich sie doch schon 1991 auf “Choir of Horrors” vernommen, aber leider aus den Ohren verloren. Der Song selbst strotzt nur so vor kreativen Ausbrüchen und Momenten, Richtung -und Stimmungswechseln. Klasse!

Rhythmisch und in kraftvoll gediegener Headbanging-Geschwindigkeit…mit Pause (gut für die Älteren unter uns), bewegen sich “Morte Al Dente“, “Urbi Et Orbi“, “Children Of Faith” und “My Flesh – Your Soul” vorwärts, aber Achtung: kurzzeitig brechen sie aus, also die letzten Haare oder das Toupet festgehalten.

Mit “Singularity” (dem kürzesten Vertreter hier) gibt es den geraden und wuchtig musikalischen Tritt in die Eingeweide und ich genieße es. “Dein Wille geschehe” – ist ein englisch & deutsch sprachlicher Hybrid, der gerade beim Refrain dämonisches im meine Richtung ausstrahlt. “Miracle Far Beyond Disaster” geht voll in die Blutbahn, ist ein persönliches Highlight und mit einem AVE MARIA beginnend, schließt “Throne Of Diabolic Heretics” frisch, kämpferisch und kraftstrotzend die Reise nach 49:23 min. ab.

Fazit: Mit ihrem eigen stilistischen Death/Thrash Metal kehren die Schweizer besser, strukturierter und eindrucksvoller als je zuvor zurück!

Von mir gibt es 10 von 10 Hellfire-Punkten

 

Trackliste:

  1. Sacrosanctus Primitivus (2:15)
  2. Fracmont (9:39)
  3. Morte Al Dente (6:34)
  4. Urbi Et Orbi (4:36)
  5. Singularity (2:33)
  6. Children Of Faith (6:34)
  7. Dein Wille geschehe (4:11)
  8. Miracle Far Beyond Disaster (2:37)
  9. My Flesh – Your Soul (4:09)
  10. Throne Of Diabolic Heretics (6:15)

 

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