King Potenaz – Arcane Desert Rituals Vol.2

© King Potenaz

Geschrieben von Mathias Keiber
Band: King Potenaz
Album: Arcane Desert Rituals Vol.2
Genre: Doom Metal
Plattenfirma: Majestic Mountain Records
Veröffentlichung: 12.06.2026

King Potenaz gehen auf Arcane Desert Rituals Vol. 2, ihrem insgesamt dritten Longplayer, ihren Weg konsequent weiter. Soll heißen: Doom in konzentrierter und soundmäßig staubiger Form. Ein zehnminütiger Song darf hier gerne aus nur fünf oder sechs Motiven bestehen. Aber wenn alles so vorzüglich funktioniert und ineinander überfließt wie in „Sumerian Nights“? Das Stück lockt anfangs mit einer schaurig-eindringlichen Cello-Melodie in den Abgrund, um sich dann über einen Zeitlupen-Galopp zu entfalten. Das ist Doom, wie Doom sein soll – repetitiv, meditativ, intensiv.

„Lord of the Rust“ ist deutlich schneller unterwegs, bricht aber trotz des, ja, Mitsing-Refrains nicht mit der düsteren Stimmung. Man denke hierbei an die ersten beiden Alben von Saint Vitus, auf denen schnellere Stücke ähnlich stimmig in den Kontext eingebettet wurden. Wobei „Lord of the Rust“ nicht durchgängig Gas gibt, sondern mit einem zähen, aber sehr hörenswerten Mittelteil aufwartet. Ein starkes Stück!

Die zweite Hälfte fällt dagegen leider etwas ab. „The Nothingness“ ist eine stimmungsvoll-psychedelische Nummer, wirkt aber etwas zerfahren. Deutlich fokussierter kommt das abschließende „A Crack in the Void“ daher. Was der Nummer allerdings fehlt, ist ein zündender Höhepunkt. „Aridane, the Serpent Witch“, der Rausschmeißer auf Arcane Desert Rituals Vol. 1, funktionierte diesbezüglich deutlich besser.

Fazit: Arcane Desert Rituals Vol. 2 beginnt bärenstark, aber die zweite Hälfte des Albums kann leider nicht mit der ersten mithalten. 7 von 10 Hellfire-Punkten.

Tracks:
01 Sumerian Nights 10:48
02 Lord Of The Rust 07:43
03 The Nothingness 06:57
04 A Crack In The Void (The Empty Hand pt. 2) 10:59

Weitere Infos:
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