Ignis Haereticum – Autocognition of Light

 

Geschrieben von Helgvar Sven Mánfreðson
Band: Ignis Haereticum
Album: Autocognition of Light
Genre: Black Metal
Plattenfirma: Goathorned Productions
Veröffentlichung: 1. Dezember 2017

 

Ist man zum größten Teil Black Metal aus Norwegen, Österreich oder Deutschland gewöhnt, kommt hier aus dem Lande des Kaffees und anderer Rauschmittel Ignis Haereticum. Das kolumbianische Duo Fr. M.H. DCXVI (Bass, Lyrics, Vocals (backing) und Fr. D.M (Vocals, Guitar) hat sich dem schwarzen (nicht dem kleinen schwarzen) verschrieben. Das Debütalbum “Luciferian Gnosis” erschien im Jahre 2014. Im Jahre 2017 folgte dann das mir vorliegende “Autocognition of Light”, genauer gesagt am 1. Dezember. Dies nur als zusätzliche Information für Statistiker unter euch.

Sechs Titel mit einer Gesamtlänge von 40:51 min. liegen mir vor (alle Tracks liegen zwischen 5 und 8 Minuten). Der Opener “Glorious Wounds”, mystisch beginnend, lässt das schwarze Inferno in roher und rauher Form, mit Blast-Beats, der entsprechenden Atmosphäre und der vocalistischen Untermalung beginnen. “Atonement of the Faithful” und “Mors Mystica” leben dieses Inferno weiter, getragen von schnellen Drums, Dunkelheit und Härte, Riffs und Tempowechseln, wobei Titel Nr. 3 zum Ende hin ein wenig doomig wird, die Geschwindigkeit mal angezogen, mal abgebremst wird. “Ekstasis”, die ersten 4 Minuten getragen von in Töne gebrachter Verstörtheit, zieht zum Schluss minimal an, während die Verdammnis aus dem Höllenschlund grunzt und kriecht.

“Lifting the Veil” erinnert mich ein wenig in der Spielweise an europäische Bands (die alten Satyricon? – hm – meine Meinung, mein Eindruck). Auch hier wird es wieder roh und hart, mal schleppend – mal nach vorne preschend und nicht weniger boshaft als seine Vorgänger. In der Mitte wird es etwas leiser, ruhiger und ein Hauch Romantik entsteht. Also zündet schnell die schwarzen Kerzen an oder kuschelt im Sarg. Aber ihr müsst euch beeilen, denn dieser Moment hält nicht lange an. Mit “Autocognition of Light” geht das Album zu Ende. Auch hier wird nochmal das Inferno angeheizt, so das der Hörer kaum zur Ruhe kommt. Ein würdiger Rausschmeisser. Muchas Gracias!

Ignis Haereticum sind gekommen, um eine Black Metal Plage über uns zu bringen. Diese aber mit dem entsprechenden Flair und Ambiente, der entsprechenden Atmosphäre und instrumentalen Seite. Die Songs leben von dieser. Ich bin schwarz angetan.

 

Trackliste:

1. Glorious Wounds
2. Atonement of the Faithful
3. Mors Mystica
4. Ekstasis
5. Lifting the Veil
6. Autocognition of Light

 

weitere Infos:

https://www.facebook.com/ignis.haereticum/

https://ignishaereticum.bandcamp.com/

 

Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.