Hulkoff – Ragnarök

© Hulkoff

 

Geschrieben von Marco Gräff
Band: Hulkoff
Album: Ragnarök
Genre: Folk Metal trifft Lindemann trifft Santiano
Plattenfirma: Faravid / Cargo
Veröffentlichung: 22.10.2021

 

Es kommt doch immer wieder mal vor, dass Einem Plattenfirmen und Promotionfirmen überschwänglich von neuen Acts und Alben vorschwärmen. Oder mit Attributen und Genre um sich werfen, so dass man es kaum abwarten kann, in jeweilige Band reinzuhören. Jetzt hat es mich auch mal wieder erwischt. Wurden HULKOFF doch als authentischer Viking Metal aus Schweden angekündigt.

Nun, man könnte ja behaupten, ich wisse nicht was authentischer Viking Metal aus Schweden ist. Mir kommt da jedenfalls sofort ‘Bathory’ in den Sinn. Und deren Alben “Hammerheart”, “Blood fire death” und “Twilight of the Gods”. Aber auch ‘Ereb Altor’ und ‘King of Asgard’. Oder aus Norwegen frühe ‘Ensalved’ und ‘Helheim’, ‘Falkenbach’ aus Island . Dann höre ich also bei HULKOFF rein und traue meinen Ohren erstmal nicht.

Dabei ist Kurt Pär Einar Hulkoff nicht gerade unbekannt in der hiesigen Szene. Zum einen als Frontmann der Industrial Metal Band ‘Raubtier’, aber auch in der Country Rock Band ‘Bourbon Boys’ steht er in erster Reihe. Einen Gastauftritt als Sänger bei ‘Sabaton’ beim Lied “En hjältes väg” steht ebenso auf der Habenseite. Und mit seinem gleichnamigen Projekt hat er seit 2017 nun schon drei Alben am Start. Das neueste Werk nennt sich dann RAGNARÖK.

Aber beim besten Willen; das ist doch nicht wirklich Viking Metal. Mag ja sein, dass HULKOFF über Wikinger und Seefahrer singen. Auch mag immer ein gewisser Anteil an Folklore mitschwingen, der schwedische Gesang tut sein Übriges. Aber mehr ziehe ich Parallelen zu seiner anderen Band ‘Raubtier’. Aber auch zum Projekt ‘Lindemann’. Man vergleiche mal Hardrádi mit “Fat” von ‘Lindemann’. Und ja, wenn die Songs beginnen leicht in die hymnische Ecke zu schielen, kommt man nicht umhin an ‘Santiano’ zu denken.

Viking Metal NEIN. Seemannslieder mit Industrial Klängen JA. Fette, stampfende, fast technoide Riffs, Schlagzeuggeballer, Synthi Sounds und elektronische Klänge. Warum das Ganze dann aber neben der schwedischen Version auch in Englisch vorgetragen werden muss, keine Ahnung. Man weiß ja wie es klingt, wenn Till Lindemann versucht auf Englisch zu singen.

Ich habe mich echt bemüht hier irgendwas Positives rauszuhören. Einzig Ulfhednar geht als eine Art Anspieltipp durch. Der Rest ist mir einfach zu stumpf und ideenlos. Da regt sich nix bei mir. Ausser der Finger in Richtung Stopp-Taste.

von mir gibt es 4 von 10 Hellfire-Punkten

 

Tracks:

CD1

01 – Sigrgaldr (Svitjod Edition)
02 – Holmgång (Svitjod Edition)
03 – Vápnum (Svitjod Edition)
04 – Ulfhednar (Svitjod Edition)
05 – Hardrádi (Svitjod Edition)
06 – Till Valhall (Svitjod Edition)
07 – Jörmungand (Svitjod Edition)
08 – Hekwos (Svitjod Edition)
09 – Sänd Dina Korpar (Svitjod Edition)
10 – Fnfal (Svitjod Edition)
11 – Ragnarök (Svitjod Edition)

CD2
01 – Sigrgaldr (Vinland Edition)
02 – Holmgång (Vinland Edition)
03 – Vápnum (Vinland Edition)
04 – Ulfhednar (Vinland Edition)
05 – Hardrádi (Vinland Edition)
06 – Till Valhall (Vinland Edition)
07 – Jörmungand (Vinland Edition)
08 – Hekwos (Vinland Edition)
09 – Sänd Dina Korpar (Vinland Edition)
10 – Fnfal (Vinland Edition)
11 – Ragnarök (Vinland Edition)

 

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