House Of Lords – New World-New Eyes

(C) House Of Lords

Geschrieben von: Klaus Saalfeld
Band: House Of Lords
Album: New World – New Eyes
Genre: Melodic Hard Rock / AOR
Plattenfirma: Frontiers Records S.R.I.Mel
Veröffentlichung: 12.06.2020

Der Vorläufer der amerikanischen Melodic Hard Rocker HOUSE OF LORDS geht bis Anfang der 1980er zurück, als der US-amerikanische Keyboarder Gregg Giuffria die nach ihm benannte Band “Giuffria” gründete, ehe Kiss-Boss Gene Simmons die Band unter seine Fittiche nahm und die Gruppe 1987 schließlich ihren Namen änderte. Nach drei Alben und Tourneen mit Cheap Trick und den Scorpions löste sich die Band 1992 zunächst auf, bevor zehn Jahre später die Reunion in Originalbesetzung vollzogen wurde. Aufgrund musikalischer Differenzen verließen bis auf Sänger James Christian sämtliche Mitglieder die Band, so dass dieser im Jahr 2006 mit neuem Lineup die Gruppe fortführte, die seitdem in schöner Regelmäßigkeit neues Material veröffentlicht.

Für das neueste Werk hat man sich mit Mark Spiro einen renommierten Songwriter ins Boot geholt, der u.a. schon Songs für Cheap Trick, Heart, Bad English, Lita Ford und Giant geschrieben hat. Geschadet hat es der Scheibe sicherlich nicht, denn “New World – New Eyes” ist gespickt mit Tracks, die nach Airplay in den einschlägigen Streams und Radiostationen schreien. HOUSE OF LORDS pendeln dabei irgendwo zwischen Melodic Hard Rock und seichtem AOR, was je nach persönlicher Vorliebe für wohlwollendes Kopfnicken sorgen dürfte.

Mich persönlich haben vor allem die Tracks überzeugt, bei denen die Riffs der Amerikaner etwas knackiger ausgefallen sind, beispielsweise beim balladesk startenden, groovigen Titeltrack, auf dem sich hier und das ein “Kashmir” Gedächtnis-Riff eingeschlichen hat, der kernige Rocker “Chemical Rush”, der dezent an glorreiche Pretty Maids Glanztaten erinnert, das gute Laune verströmende “The Chase”, bei dem eigentlich nur die Synthie-Bläser die Frage nach deren Notwendigkeit aufwerfen, oder der flotte Rausschmeißer “The Summit”. Auf der anderen Seite gibt es auch einen Song wie “Change (What’s It Gonna Take)”, bei dem die Gitarren mit Ausnahme des Solos derart in den Hintergrund gemischt wurden, dass selbst die feine Hookline ein wenig blasser wirkt. Und auch eine sichere Nummer wie die obligatorische Ballade “Perfectly (You And I)” kann nur bedingt überzeugen, dafür ist der Chorus einfach zu cheesig.

Somit bleibt unterm ein dennoch gelungenes Album, dessen wenige Schwachpunkte durch die überwiegenden stärkeren Songs übertüncht werden. Genre Fans werden mit den HOUSE OF LORDS jedenfalls gut bedient.

Von mir gibt es 7,5 von 10 Hellfire-Punkten

Trackliste:

  1. New World – New Eyes
  2. Change (What’s It Gonna Take)
  3. One More
  4. Perfectly (You And I)
  5. The Both Of Us
  6. Chemical Rush
  7. We’re All That We Got
  8. Better Off Broken
  9. $5 Buck Of Gasoline
  10. The Chase
  11. The Summit

Line Up:

James Christian: Gesang, Gitarre, Keyboards
Jimi Bell;: Gitarre
Chris Tristram: Bass
B.J. Zampa: Drums

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Video zu “One More”

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