Hell In The Club – See You On The Dark Side

© Hell In The Club

Geschrieben von Katja Rohloff
Band: Hell In The Club
Album: See You On The Dark Side
Plattenfirma: Frontiers Records S.r.l.
Veröffentlichung: 15. September 2017

Hell In The Club rocken auf höchstem Partyniveau und kombinieren dabei das Beste aus den 80ern, 90ern und von heute, um mal einen bekannten Radiospruch zu bemühen. Ihrem Namen machen die Italiener dabei alle Ehre, denn zu ihrer Musik muss man einfach feiern. Seit 2009 liefert das Quartett einen mitreißenden Sound rund um die manchmal recht schlüpfrigen Themen Liebe, Sex und Feiern. “See You On The Dark Side” ist dabei schon das vierte Studioalbum der Band. Ein Blick aufs Line-up zeigt, dass dies vom hohen Arbeitsethos der Musiker zeugt, tummeln sich dort doch einige bekannte Namen.

So dürfte Frontmann Dave vielen auch als Sänger von Elvenking bekannt sein. Dort hat seit neuestem auch Drummer Lancs angeheuert. Und Bassist Andy hat ebenfalls in diesem Jahr mit den Prog Metallern von Secret Sphere ein neues Album herausgebraucht. Mit Hell In The Club zeigen sich die Musiker von ihrer spaßbetonteren Seite und lassen ihr Publikum 49 Minuten durchfeiern.

Der Opener “We Are On Fire” ist da direkt eine gute Aufwärmübung. Das Gitarrenriff zu Beginn mimt den Countdown zu knapp drei Minuten High Energy Rock zum Mittanzen und Mitsingen. Obwohl der Track schon vor Monaten als erste Single veröffentlicht wurde, kann ich mich seiner Wirkung immer noch nicht entziehen. Absoluter Gute-Laune-Garant. Und das nachfolgende “Phantom Punch” haut in die gleiche Kerbe, so dass “See You On The Dark Side” direkt mit Vollgas startet.

Bei “Little Toy Soldier” spielen Hell In The Club erstmals mit Stilelementen. Der Anfang erinnert mich mit seinem Countrysound sofort an Jon Bon Jovis “Blaze Of Glory”, wird aber dann ein Mid-Tempo-Rocker mit intensivem Refrain. Und bei “I Wanna Swing Like Peter Parker” wird in den krachenden High Tempo Sound in der zweiten Hälfte eine Big Band integriert, wodurch der Track etwas Rat Pack mäßiges erhält ohne durch den Stilbruch an Reiz zu verlieren.

Der letzte Track “A Crowded Room” ist dann noch einmal ein Querschnitt durch das Können von Hell In The Club und alle möglichen Genres. Am Anfang startet der Song als gefühlvolle Piano-Ballade, um kurz darauf auf High-Speed Rock umzuschalten mit epischem Bombast-Refrain bei dem die Drums ordentlich zur Geltung kommen. Nach knapp vier Minuten gibt’s dann noch eine kurze Vaudeville-Einlage, die dann in Queen-mäßigen Sound umschlägt und dann mit dem Refrain wieder zurück zum Big Sound. Nach sechs Minuten wird es dann erst wieder balladig und dann sogar progressiv. Eine sehr interessante musikalische Reise.

Das Album besteht aus elf hochmelodischen Rockern, die nie langweilig werden. Hier haben sich vier Musiker gefunden, die auf hohem Niveau Songs kreieren, die mitreißen, gute Laune machen und sich gegenseitig die Pole Position in Sachen Catchyness streitig machen. Wer tanzen, singen und/oder headbangen will, ist hier an der richtigen Adresse. Nicht nur für Fans der großen Bands der 80er Jahre eine klare Hörempfehlung.

Line-up:

Dave – Vocals
Andy – Bass
Picco – Guitars
Lancs – Drums

Trackliste:
1. We Are On Fire
2. The Phantom Punch
3. Little Toy Soldier
4. I Wanna Swing Like Peter Parker
5. Houston, We’ve Got No Money
6. A Melody, A Memory
7. Showtime
8. The Misfit
9. Withered In Venice
10. Bite Of The Tongue
11. A Crowded Room

Weitere Infos:
Hell In The Club bei Facebook
Website von Hell In The Club
Hell In The Club bei Frontiers Records

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