Heidevolk – Vuur Van Verzet

Geschrieben von Melanie Busch
Band: Heidevolk
Album: Vuur Van Verzet  
Genre: Pagan Folk Metal
Label: Napalm Records
Veröffentlichung: 12. Januar 2018

Seit ihrer Gründung vor 13 Jahren in Arnhem (Niederlande), hat HEIDEVOLK Bühnen in ganz Europa mit ihrer eigenen Marke Folk Metal gesehen und erobert. Mit einem Repertoire von episch bis tobend, mitreißenden Live-Shows und einem unsterblichen Leistungswillen ist HEIDEVOLK zu einem vertrauten Gesicht in Europa und in Nord- und Südamerika geworden. Im Jahr 2015 überraschten sie die Szene mit ihrem Meisterwerk VELUA und hauen uns jetzt im Jahr 2018 die zeitlose Geschichte von Revolte und Widerstand, die in ihrer bisher vielfältigsten und reifsten Veröffentlichung namens “VUUR VAN VERZET” (Feuer des  Widerstands) festgehalten wurde, um die Ohren . Ab dem 15. Februar 2018 touren sie zusammen mit KORPIKLAANI, ARKONA und TROLLFEST durch Europa. Wir haben uns das neue Album “Vuur Van Verzet” schon einmal angehört, um Euch einen kleinen Vorgeschmack zu liefern.

Mit dem Opener “Ontwaakt” geht es direkt zur Sache, denn es geht um nichts anderes als einen Aufruf. Der Track soll vermitteln, dass sich das Volk miteinander vereinen und sich gegen die Tyrannen erheben soll, um sich ihre Freiheit zurückzuholen. Mit ihren prachtvollen Riffs und schlagkräftigen Drums schaffen sie es, mich als Hörer mitzureißen. Der Titel “A Wolf In My Heart” lässt schon erahnen dass sich die Kampfansage auch in diesem Song fortsetzt. Die Nummer wird von kraftvollen Stimmen getragen und kann mit donnernder Riffgewalt punkten. Auch “Onverzetbaar”, welcher etwas ruhiger gehalten ist, kann sich mit ausdrucksstarken Riffs und druckvollen Drums sehen lassen. Die Geschichte geht weiter. So werde ich gleich zu Beginn der Nummer “Yngwaz Zonen” von den harten Schlägen geleitet und versinke regelrecht in den Klängen, wo es um die Suche nach neuem Land geht. Der Track hält einige Passagen zum mitsingen bereit, wie eine Hymne schleicht sich der Gesang durch meine Boxen. Also, Wiederholen-Taste gedrückt und nochmal gehört, bevor es wieder krachender zugeht. Da es in der Nummer “Britannia” um die Sachsen geht, welche die Briten vertreiben, und darum dass sie die Kontrolle über ihr Land erlangen, hat man den Song in ein typisch, britisches Hard Rock Gewand gepackt. Ausgiebig und ausgelassen kann der Hörer hier seine Nackenmuskulatur trainieren. “The Alliance” schickt uns auf eine endlose Odyssee in die Tiefen der Geschichte, wo Odins Speer “Gungnir” besungen wird. In dem Song glänzen die beiden Sänger Lars und Jacco als messerscharfes Duo, während sich in anderen Teilen der Nummer brilliante Gitarrensolos abheben.                    

“Tiwaz” ist der Gott des Schwertes, welcher mit gesanglichen Stoßgebeten gerufen wird, um den Kampf zu gewinnen. Das machen HEIDEVOLK auf ihre eigene Art und Weise, in melodiösen Mittelalter-Metal-Gefilden verleihen sie ihrem Gebet ordentlich Nachdruck. Sanftere Töne läuten mit “Het Oneindige Woud” durch meine Lautsprecher, diese gesanglose Ballade soll den endlosen Wald voller versteckter Bedrohungen widerspiegeln, welchen die Römer in Germanien erlebten. Ein düsteres Gewand legt sich über den Track und so schafft es der Song eine mystische Stimmung zu verbreiten. Etwas Power Metal erfahre ich in dem Song “Gungnir”. Druckvoll wird vermittelt wie sich Woden – der wütenden Gott -, sich mit dem Speer “Gungnir” durchbohrt und selbst opfert, um die Mysterien der Runen zu erkennen. Der Track “Woedend” kratzt mit harten Riffs, druckvollen Drums und martialischen Männerchören nochmal kräftig am Power Metal, was sich mir als härtester Song des Albums vorstellt. Mit “Het Juk der Tijd” bekomme ich nochmal die volle Bandbreite des Pagan Folk Metal zu spüren. Zum Abschluss geben HEIDEVOLK nochmal alles und lassen den Hörer wissen, dass sich die Geschichte aus Chaos und Ordnung, Krieg und Frieden, Unterdrückung und Widerstand ständig wiederholt und die Menschheit diesem Zyklus nicht entkommen wird.     
 
Meine Top-Songs des Albums: A Wolf In My Heart, Yngwaz Zonen, Britannia, Woedend, Het Juk der Tijd  

Fazit: Zu Recht dürfen die Niederländer die Flagge ihres Pagan Folk Metal hoch halten. “Vuur Van Verzet” (Feuer des Widerstands) ist ein packendes Album, welches sich bei Hörern verschiedener Genre durchsetzen kann. Sehr empfehlenswert! Gigantisches Werk!

Tracklist:
01. Ontwaakt
02. A Wolf In My Heart     
03. Onverzetbaar     
04. Yngwaz Zonen     
05. Britannia     
06. The Alliance     
07. Tiwaz     
08. Het Oneindige Woud     
09. Gungnir     
10. Woedend     
11. Het Juk der Tijd

Line Up:
Lars Nachtbraecker – Gesang
Jacco Bühnebeest – Gesang
Koen Vuurdichter – Gitarre
Kevin Storm – Gitarre
Rowan Roodbaert – Bass
Joost den Vellenknotscher – Schlagzeug

Weitere Infos:
www.heidevolk.com
www.facebook.com/heidevolkofficial

Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.