CommonWealth – Everyone Around Me

© CommonWealth

Geschrieben von Katja Maeting
Band: CommonWealth
Album: Everyone Around Me
Genre: Alternative Rock
Plattenfirma: SharpTone Records
Veröffentlichung: 05. Oktober 2018

CommonWealth sind weder politisch noch britisch und haben auch ansonsten nichts mit der ewigen Queen Elizabeth II. zu tun. Die vier amerikanischen Musiker scheinen es bei der Wahl des Bandnamens wortwörtlicher genommen zu haben und beziehen sich hier mehr auf das Gute als Gemeingut.

Das Quartett ist seit 2016 zusammen aktiv und scheint dabei die Hürde meistern zu müssen, dass man zum gemeinsamen Musik machen größere Distanzen überwinden muss. Da sich hier aber keine kompletten Grünschnäbel zusammengetan haben – einige der Jungs waren bereits für Movements und Hotel Books aktiv – ließen sie sich davon niemals beirren. So beeindruckten sie mit ihrer im Gründungsjahr veröffentlichten Single “Fathers” und legten im Folgejahr mit “Vinyl” direkt noch mal ein schönes Stück Musik nach.

Beide Tracks sind auch auf dem Anfang Oktober erscheinenden Debütalbum “Everyone Around Me” enthalten, mit dem CommonWealth einen Deal bei SharpTone Records landen konnten, womit das Label mal wieder sein äußerst gutes Händchen für neue Bands beweist. Die Band beschreibt ihre Musik selber als “honest music for a worn out soul” (auf Deutsch etwa: ehrliche Musik für eine geschundene Seele) und trifft es damit eigentlich perfekt. Denn auch wenn man an einigen Stellen durchaus Stilistiken von Bands wie Coldplay oder 30 Seconds To Mars wiedererkennt, so spielen CommonWealth doch einen Alternative Rock der rohen Emotion verfeinert mit Post-Hardcore Momenten, wie man es von britischen Bands wie We Came From Wolves kennt und liebt. Insofern ist die Namensgebung vielleicht doch auch ein Fingerzeig. 

Tracks wie die aktuelle Single “Fear” zeichnen sich dabei durch eine Instrumental-Arbeit aus, die zwar harmonisch ist, aber genug Unruhe beinhaltet, um die Aufmerksamkeit zu fesseln. Insbesondere das Rhythmus-Gefüge hat hier einen prägenden Einfluss. Sänger Tyler St. Clair klingt dazu durchgehend, als würde er seine ganze Seele in den Gesang legen, hier geht einfach niemand halbherzig an die Sache heran. Während Songs wie “Taxi” auch zurückgenommene Momente der getragenen, ruhigen Emotion in das Album einfließen lassen, brechen Stücke wie “Restless” mit seiner treibenden Bass-Eröffnung und der durchgehenden Tieftöner-Dominanz das Klangmuster von “Everyone Around Me” immer wieder auf und verhindern so den Einzug der Gleichförmigkeit.

CommonWealth bringen genau das richtige Album zum genau richtigen Zeitpunkt heraus. “Everyone Around Me” ist keine Platte zum Party machen und feiern, sondern ein Album zu dem man Freunde trifft, ein bisschen Glück tanken oder sich auch einfach fallen lassen kann. Klare Empfehlung für alle Freunde des Alternative Rock mit Post-Rock und Post-Hardcore Einflüssen.

Trackliste:
01. Fear
02. Lost
03. Runaway
04. Happy
05. Fathers
06. Taxi
07. Neglect
08. Vinyl
09. Reckless
10. Wilt
11. Unbalanced

Line-up:
Vocals – Tyler St. Clair
Guitar – Brett Chiodo
Drums – Bryce Evenson
Bass – Richard Friedrich

Weitere Infos:
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