Bonsai Kitten – Love And Let Die

(c) Bonsai Kitten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Geschrieben von: Lisa Hemp
Band: Bonsai Kitten
Album: Love And Let Die
Genre: Riot Rock Metal
Plattenlabel: Sunny Bastards/Soulfood
Veröffentlichungsdatum: 13.03.2020

 

Release vor Rezi. Wenn die Band anfragt was man über das neuste Werk denkt, setzt man sich doch gern hin und hört sich die Platte etwas genauer an. „Love And Let Die“ ist das mittlerweile 5. Studioalbum der Band. Das letzte Album „Mindcraft“ liegt drei Jahre zurück und in der Zeit ist viel passiert bei Bonsai Kitten. Es gab einige Änderungen in der Bandbesetzung und wir dürfen uns nun über Marc „Speedy“ Reign (Morgoth/Destruction) an den Drums und Wally (Psychopunch) an der Gitarre freuen. Mit Sunny Bastards als Plattenfirma haben die Kätzchen nun auch ein neues Zuhause gewählt. Die vielen Veränderungen spiegeln sich auch im Sound wieder. Bonsai Kitten bewegen sich nun mehr weg vom Anfänglichen Rock´n Roll hin zu Rock lastigen Metal mit Bluesrock-Einflüssen. Bluesrocker Wally übernimmt nun auch neben Tiger Lilly Marleen das Songwriting. Die Platte hat 11 Songs zu bieten und erfreut mit 43 Minuten Spielzeit.

Den Beginn macht „Dead Man Walking“ und lässt erahnen, wo die Reise hin geht. Starke Riffs und treibende Schlagzeugspuren, die von Tiger Lilli´s Stimme ordentlich angeheizt werden. Die Frontfrau hat die gewisse Rock Note in ihrer Stimme und schafft eingängige Melodien, die im Ohr bleiben. Marc Rein ist auch in seinem Element und tobt sich mit Fill-Ins und Doublebase ordentlich aus.

„I Have Freedom“ kommt mit einem fast Hymnenartigen Refrain ums Eck und zeigt dem Zuhörer was Punk´n Roll mit Metal-Attitüde bedeutet. Eine sehr bodenständige und gleichzeitig mitreisende Nummer! Man könnte fast meinen Bonsai Kitten sind erwachsen geworden.

„The Devil Inside“ ist eine meiner Lieblingsnummern auf der Platte. Präziser und vor allem schneller Riot Rock , der keine Wünsche offenlässt. Definitiv ein Track den man laut Live hören muss! Spätestens dann dürfte kein Körper mehr stillstehen.

Track 4 „Second Self“ sticht bereits in den ersten Sekunden hervor. Hier haben sich Bonsai Kitten an eine poppige Rock Ballade gewagt und ich finde diese Seite steht der Band auch sehr gut. Anmächtig und Tiger Lilly Marleen transportiert jede Menge Gefühl.

Spätestens bei „Give Me What I Want“ sind die 4 wieder Back tot he Roots von „“Love and Let Die“ angelangt. Die Linie ist klar gesteckt und der rote Faden zieht sich durchs Album. Bonsai Kitten haben einen Plan und verfolgen ihn konsequent und gut durchdacht. Dabei nicht zu vergessen…. Der Plan klingt auch noch gut!

„One In A Million“ lebt von den Bluesigen Gitarrensounds von Wally. Tiger Lilly Marleen´s Stimme fügt sich perfekt in diesen Sound ein. Der Zuhörer spürt das sie sich dort zuhause fühlt.

Auf eine Überraschung stößt man im Track 8 „Now Or Never“. Bis hierhin war man es gewöhnt die weibliche Rockröhre allein singen zu hören. Jarmo JM Mäkkelie von Psychopunch erfreut als Gastsänger die Nummer. Die beiden Stimmen harmonieren miteinander, als gäbe es diese Besetzung schon länger. Einer der stärksten Tracks auf dem Album.

Eine Überraschung auf einer LP, wäre jedoch langweilig und deshalb folgt die nächste ein Lied weiter. Mir kam der Song sofort bekannt vor, ich muss aber gestehen das ich nicht sofort an eine Coverversion gedacht habe. Bonsai Kitten haben ein absolut gelungenes Cover von „Sunshine Of Your Love“ auf die CD gepackt. Im Original ist der Song von Cream und er war schon immer ein Größe unter den Songs. Track 10 ist ein Bonsai Kitten Original Cover, wenn ich das so nennen darf. Man hört dem Song den speziellen Charme der Band an und sie haben es geschafft „Sunshine Of Your Love“ zu ihrem Song zu machen. Gute Cover kann nicht jede Band, aber hier gibt es nichts zu meckern.

Die meisten kennen dieses Phänomen bestimmt auch, man spielt einen Song nach dem nächsten ab und denkt sich bereits großartiges Album. Doch dann passiert es: Es taucht dieser eine Song auf, dieser ganz besondere, der es nach wenigen Takten schafft einer Mischung aus Gänsehaut und dem warmen Gefühl im Herzen einen Namen zu geben. Dieses Mal hat mich der Titeltrack „Love And Let Die“ erwischt. Liebe auf den ersten Ton? Definitiv! Der Song präsentiert soviel Gefühl und es fällt schwer sich nicht treiben zu lassen. Wally erzählt mit seiner Gitarre eine ganze Geschichte und Tiger Lillie Marleen übersetzt diese Story kraftvoll mit Worten wie: „To love and let die, this love is a war. When we fight who we are, when we live to lie.“ Der Track baut sich von Anfang bis zum Ende immer weiter auf und das Gitarrensolo mündet in einem Feuerwerk. Wally glänzt in dieser Nummer und zeigt einmal mehr was er zu bieten hat. Als Musiker ist er eine wahre Bereicherung für die Band. Marc Rein steht ihm jedoch in nichts nach und stellt so einige Drummer in den Schatten.

Der Rausschmeißer des Albums heißt „Last Days On Earth“ und beendet das Album noch einmal mit geballter Bonsai Kitten Energie.

Alles in allem ein gelungenes Album und ich wünsche der Band wirklich sehr, dass sie damit noch mehr Gehör auf diesem Planeten finden!

Von mir gibt es 9 von 10 Hellfire – Punkten

 

Tracklist:

  1. Dead Man Walking
  2. Limit To Your Love
  3. I Have Freedom
  4. The Devil Inside You
  5. Second Self
  6. Give Me What I Want
  7. One In A Million
  8. Now Or Never
  9. Sunshine Of Your Love
  10. Love And Let Die
  11. Last Days On Earth

 

Line Up:

Tiger Lilly Marleen – Vocals
Wally – Guitar
Marc Reign – Drums
Spoxx – Bass

 

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