Satyricon – Nemesis Divina (Remastered 2016)

Saytricon_Nemesis_Divina

Geschrieben von Svęn Svenssøn

Band: Satyricon

Album: Nemesis Divina (Remastered 2016)

Plattenfirma: Napalm Records (Universal Music)

Veröffentlichung: 20. Mai 2016

 

Nemesis Divina – das dritte Album von Satyricon aus dem Jahre 1996, der bedeutendsten und kreativsten Band aus der norwegischen Black Metal-Szene.

Nun, genau 20 Jahre später, bekommt es nochmal einen Feinschliff, von Satyr persönlich remastered. Gratulation zum 20jährigen Jubiläum!

Es gibt Alben, welche die Zeit einfach überstehen. Dazu gehört dieses allemal. Satyr, Frost und in diesem Fall Kvelduv (Darkthrone) haben hier eine einzigartig musikalische Atmosphäre geschaffen, die immer wieder durch düstere Zwischensequenzen unterbrochen wird, was mir persönlich sehr gut gefällt. Man spürt förmlich die Dunkelheit, den Weg alleine durch den Wald an einem Vollmondabend, das knacken der Sträucher links und rechts.

Die Kompositionen gegenüber den zwei Vorgängeralben ,,Dark Medival Times“ und,,the Shadowthrone“ sind abwechslungsreicher und komplexer. Die Produktion sauberer und klarer abgestimmt, das Artwork umfangreicher.

Neben Bathory und Venom, die zu dieser Zeit schon sehr aktiv waren, kam man Anfang der 90er Jahre nicht an der norwegischen Szene vorbei. Die Spreu trennte sich irgendwann vom Weizen. Satyricon entwickelten sich über die Jahre weiter. Ich finde diesen Weg gut, aber habe auch nichts dagegen, alte Black Metal Alben wie eben dieses aus den Boxen krachen zu lassen.

Der Opener ,,the Dawn of the new Age“ ist eiskalter Black Metal in Reinkultur, gepaart mit mystischen Klängen. Mit ,,Mother North“ befindet sich hier eine der größten Black Metal Hymnen auf dem Album, aber die anderen Songs stehen ihm in nichts nach.

Durch die Mischung, die Zweisprachigkeit, die Kreativität kommt das Album, kommen die Songs sehr gut zur Entfaltung. Die Tracks in norwegischer Sprache ,,Du som hater Gud“ (Du der Gott hasst) und ,,Forhekset“ (verhext) geben dem ganzen noch eine spezielle Note.

Wir sprechen hier über ein Album, was jetzt 20 Jahre alt wird. Ohne Zweifel war und ist es ein Meilenstein. Wer sich genauso wie ich zum düsteren hingezogen fühlt, es ab und zu etwas härter braucht und mag, der ist hier genau richtig aufgehoben.

 

Tracklist:

  1. The Dark of a New Age
  2. Forhekset
  3. Mother North
  4. Du som hater Gud
  5. Immortality Passion
  6. Nemesis Divina
  7. Tanscendental Requiem of Slaves

 

Mehr Infos:

http://www.satyricon.no/

https://www.facebook.com/SatyriconOfficial

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