Wolfpack – A.D. (EP)

© Wolfpack

Geschrieben von Katja Maeting
Band: Wolfpack
Album: A.D. (EP)
Genre: Hardcore
Plattenfirma: BDHW Rec.
Veröffentlichung: 06.März 2020 (digital) / 03. April 2020 (physisch)

Es gibt diese Alben, die beginnen mit einem “What the f#ck?” und enden mit einem “F#ck yeah”. Okay, im Falle von Wolfpack ist es – leider – nur eine EP, aber der Effekt ist der gleiche. Was die Franzosen hier nach zwei Alben plötzlich aus dem Ärmel ziehen, ist zwar schon noch typisch Wolfpack, aber auf einem absolut anderen Level. 

Seit ihrer Gründung ziehen die Jungs immer größere Kreise, haben mit den großen Namen gespielt und sind selbst auf dem bestem Wege, ein großer Name zu werden. Dieses Jahr werden sie u.a. das legendäre Hellfest spielen und dies absolut zu Recht, wenn man sich anhört, was sie auf “A.D.” abliefern. 

“Lurk” ist direkt dieser wtf-Moment am Anfang der Scheibe, denn hier fahren Wolfpack direkt die volle Experimentierküche auf. Death Metal Drums, Beatdown, ineinander verknotete Stakkato- und melodische Riffs kaskadieren zur reinsten Kakophonie, zusammengehalten von den aggressiven Shouts von Frontmann Hadrien…und dann gibt’s plötzlich schräge Ausflüge in progressive Gitarrenspielereien oder Stippvisiten hin zu Electro Beats. Keine leichte Kost auf nüchternen Magen, aber die Nummer gewinnt mit jedem Durchgang an Charme. “Haze” stapelt hingegen schnelle, harte Riffs aufeinander und zockt eine wuchtig-drückende Hardcore Nummer, die in die immer weiter eskalierenden Shouts auch Sprechgesang einwebt und dem Ganzen noch eine gute Portion Metal untermischt. 

“Calcine” ist dann wohl das, was auf “A.D.” klassischem Hardcore am nächsten kommt und wechselt schnelle Passagen mit massiven Mid Tempo Strecken und knallt mit der Wirkung eines 3 minütigen Breakdowns rein. Der Wahnsinn findet seinen Höhepunkt im genialen “Tapeworm”, welches die Basslinie immer wieder in den Vordergrund schiebt, vor eine kompakte Klangwalze, die alles niederknüppelt, was sich in den Pit traut. “Prisoner” verbreitet zum Abschluss dann überraschend noch ein paar Metalcore-Impressionen, hat markante Clean Vocals im Gepäck, ein gelungenes Wechselspiel aus harten und melodischen Passagen, die durch einen stabilen Kern verbunden sind und stellt so manche originäre Metalcore-Band locker in den Schatten. 

Langsam bin ich ja echt ein bisschen neidisch auf die französische Hardcore Szene. Haben mich letztes Jahr die Jungs von In Other Climes absolut begeistert, versüßen mir Wolfpack den Jahresanfang 2020 mit ihrer neuen Scheibe – auch wenn’s verdammt nochmal nur eine EP geworden ist. Die Auffächerung im Sound der Jungs aus Paris macht einfach Bock und der Mut Neues auszuprobieren zahlt sich definitiv aus. Von der Sorte hätte ich gern noch mindestens ein bis x Alben der Herrschaften. Absolute Hörempfehlung für Fans des abwechslungsreichen Hardcores. 

Von mir gibt es 9 von 10 Hellfire-Punkten

Trackliste: 
1.Lurk
2.Haze
3.Calcine
4.Tapeworm
5.Prisoner

Line-up:
Hadrien – vocals
Kevin – bass
Nicolas – drums
Al – guitar
JP – guitar

Weitere Infos:
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