
© Who On Earth
Geschrieben von: Tim Karow
Band: Who On Earth
Album: It Takes the Village
Genre: Hard Rock / Heavy Metal
Plattenfirma: Woe To You Music
Veröffentlichung: 08.05.2026
Man hört „It Takes the Village“ ziemlich schnell an, dass Who On Earth früher eine Coverband waren. Nicht weil die Platte unkreativ klingt. Sondern weil die Band genau verstanden hat, warum klassischer Hard Rock und Heavy Metal bis heute funktionieren. Die Songs leben von starken Riffs, fetten Grooves und diesem ehrlichen Oldschool-Gefühl, das man heute nicht mehr oft hört. „It Takes the Village“ ist Album Nummer 2.
Der Opener „Vigilance“ startet direkt stark. Druckvolle Drums, schwere Gitarren und die tiefe Stimme von Sänger Andrew Couch sorgen sofort für diesen klassischen Heavy-Rock-Vibe. Der Song wirkt groß und gleichzeitig angenehm roh.
„Any other way“ stampft danach mit dicken Riffs nach vorne und erinnert stellenweise an alte Metallica-Sachen gemischt mit modernem Hard Rock. Vor allem die Drums knallen hier ordentlich rein. Man merkt generell auf dem ganzen Album, wie wichtig der Groove für die Band ist. „Shadows“ gehört für mich zu den stärkeren Songs der Platte. Der Track hat diese alte Rainbow-Atmosphäre mit leicht doomiger Stimmung. Ich liebe es ! Gleichzeitig steckt aber auch etwas Rush und Alice In Chains drin. Genau diese Mischung macht die Platte interessant.
Auch „Good man down“ und „Too close“ funktionieren stark durch ihre schweren Rhythmen und die Gitarrenarbeit. Die beiden Gitarristen Johnny James Barone und Jimmy Kochakian liefern durchgehend starke Riffs ab ohne sich in unnötigem Gefrickel zu verlieren.
„Double or nothing“ ist dann wahrscheinlich der Song, bei dem man die Einflüsse am stärksten hört. Iron Maiden, Van Halen und klassischer US-Metal schwingen überall mit. Trotzdem wirkt der Song nie wie eine billige Kopie.
Richtig Spaß macht auch „Monster!“. Schmutziger Rocksong mit leichter Soundgarden-Kante. Danach kommt mit „Oh, Set Me Free“ kompletter Sabbath-Worship. Langsam, schwer und voller Groove. Genau mein Ding. „We Don’t Belong Here“ gehört ebenfalls zu den Highlights. Schwerer Song. Fetter Refrain. Perfekt zum Mitgrölen im Auto oder live mit Bier in der Hand. Zum Schluss wird es mit „Ascension“ und „The Unbeaten“ nochmal größer und epischer.
Das Geile an „It Takes the Village“ ist, dass die Band ihre Einflüsse nie versteckt. Man hört überall Rainbow, Sabbath, Metallica und modernen US-Hardrock raus. Trotzdem klingt das Album nie nach einer reinen Kopie. Who On Earth schaffen es, aus all diesen Einflüssen ihren eigenen Sound zu bauen.
Die Platte erfindet das Rad nicht neu. Muss sie aber auch gar nicht. Sie liefert einfach ehrlichen Heavy Rock mit starken Riffs, viel Groove und echter Leidenschaft für klassische Gitarrenmusik. Genau dafür macht das Album verdammt viel Spaß. Für mich bekommt Who On Earth 7,5 von 10 Hellfire-Punkten.
Tracklist:
01 Vigilance
02 Any other way
03 Shadows
04 Good man down
05 Closer
06 Too close
07 Double or nothing
08 Monster!
09 Oh, Set Me Free
10 Ascension
11 The unbeaten
12 Jane
13 Down & Out (DVRKO Remix)
14 Vigilance [Extended] (Feat. Mike Orlando & Jason Bittner)
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