
© Frozen Soul
Geschrieben von: Tim Karow
Band: Frozen Soul
Album: No Place of Warmth
Genre: Death Metal
Plattenfirma: Century Media Records
Veröffentlichung: 08.05.2026
Als ich im Februar 2026 Frozen Soul das erste Mal Live sah, dann wusste ich, dass diese Band besonders ist. Einerseits durch ihren geilen Death Metal, anderseits durch die Publikumsinteraktionen. Umso mehr freute ich mich, auf die neue Platte mit dem Titel „No Place of Warmth“.
Schon auf „Crypt of Ice“ (2021) war klar, dass hier eine Band kommt, die genau verstanden hat, warum alter Death Metal so gut funktioniert. Mit „No Place of Warmth“ drehen sie das Ganze aber nochmal deutlich härter und aggressiver auf. Die Platte klingt wie eine Mischung aus Bolt Thrower, modernen Slam-Grooves und purem Caveman-Death-Metal.
Der Titel Track begrüßt mit dem einzig wahren Gerard Way von My Chemical Romance. „Invoke War“ geht direkt weiter mit einer riesigen Wand aus Riffs. Absolut schwer. Genau danach will man eigentlich nur noch mehr. Und genau das liefert die Band. Wer dachte, dass Gérard Way schon ein cooles Feature ist, dann wartet ab. Hier kam Machine Head zum Song hinzu! „Absolute Zero“, „Dreadnought“ und „Skinned by the Wind“ sind komplette Abrissbirnen. Die Breakdowns sitzen perfekt und die Songs haben diese stumpfe Gewalt, die einfach Spaß macht. Bei „Dreadnought“ wurden sich keine Kosten und Mühen gescheut, und so wurde Sanguisugabogg hergeholt. Was die Jungs alles als Feature dabeihaben, grenzt schon an die von Babymetal.
Vor allem die Gitarrenarbeit ist komplett krank. Die Riffs wirken simpel, bleiben aber sofort hängen. Genau das macht starke Death-Metal-Songs aus. Nicht unnötig kompliziert werden, sondern einfach brutal effektiv sein.
Auch Sänger Chad Green liefert komplett ab. Seine Vocals klingen wie ein Monster, das gerade aus irgendeiner gefrorenen Höhle gekrochen kommt. Tief, dreckig und aggressiv. Genau passend zum Sound der Platte.
Songs wie „Chaos Will Reign“ oder „DEATHWEAVER“ funktionieren besonders stark durch ihre Grooves. Das sind genau diese Tracks, bei denen live einfach alles eskalieren wird. Circle Pits, fliegende Leute und komplett zerstörte Nacken inklusive.
Die schnelleren Songs wie „Eyes of Despair“ oder „Killin Time (Until It’s Time to Kill)“ bringen dazu nochmal extra Energie rein. Das Album bleibt dadurch die ganzen 35 Minuten interessant ohne langweilig zu werden.
Klar gibt es kleine Schwächen. Der Mix ist teilweise extrem komprimiert und der Bass geht etwas unter. Gerade weil Samantha Mobley eigentlich richtig starke Arbeit liefert, ist das etwas schade. Auch manche Features hätten mehr herausstechen können.
Trotzdem ändert das kaum etwas daran, wie stark diese Platte insgesamt ist.
„No Place of Warmth“ ist kein innovatives Album. Es will das aber auch gar nicht sein. Die Platte will schwer sein. Sie will grooven. Sie will Moshpits zerstören. Und genau das schafft sie mit voller Wucht.
Für mich ist das genau die Art von Death Metal, die man im Gym, im Auto oder live komplett eskalierend hören will. Roh, direkt und ohne unnötigen Schnickschnack. Einfach ein verdammt starkes Brett. Lockere 10 von 10 Hellfire-Punkten.
Tracklist:
01 No Place of Warmth (Feat. Gerard Way)
02 Invoke War (Feat. Machine Head)
03 Absolute Zero
04 Dreadnought (Feat. Sanguisugabogg)
05 Chaos Will Reign
06 Eyes of Despair
07 Ethereal Dreams
08 Skinned by the Wind
09 DEATHWEAVER
10 Frost Forged
11 Killin Time (Until It’s Time to Kill)
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