Verrückt, verrückter… Alice Cooper!

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Text und Fotos: Gastautorin Jenny Metternich (www.facebook.com/lightandshadowreports, www.facebook.com/firebirdsphotos und www.lightandshadowreports.de)

Schon einmal hatten wir einem Fan die Möglichkeit gegeben, seine Eindrücke eines Live-Konzerts in Worte zu fassen. Heute gibt es wieder ein Live-Review, dieses Mal vom Konzert des Schock Rockers Alice Cooper am 18.11.2017 in Krefeld… vielen Dank, Jenny!

Krefeld – Königpalast. Am 18.11.2017 besuchte Alice Cooper die Samt- und Seidenstadt am linken Niederrhein. Ein Künstler, dessen Musik ich kenne seit ich denken kann. Hits wie „School’s Out“ oder „Poison“, die wie Dauerbrenner regelmäßig aus meiner Anlage dröhnen. Die Chance, diesen sympathisch-verrückten Kerl, der unter anderem Acts wie Marilyn Manson oder Ozzy Osbourne den Weg ebnete, konnte ich mir  nicht entgehen lassen. Nach gut einem halben Jahr Vorfreude war es vor wenigen Tagen soweit: die Nacht der Nächte, das Cooper-Konzert.

Pünktlich zum Aufbruch öffnete der Himmel alle Schleusen, es regnete in Strömen. Trotz zeitigem Aufbruchs waren die wenigen vorhandenen Parkplätze an der Location bereits belegt, die Suche begann… Gut zehn Fussminuten entfernt fand sich ein freies Plätzchen, es ging schnellen Schrittes durch den prasselnden Regen zur Location. Dort angekommen hieß es im Regen Schlange stehen, von fünf Eingängen war einer geöffnet. Unter dem Vordach angekommen ging es vorbei am halbherzigen Sicherheitscheck in die Halle. Wir hatten grade unsere Plätze gefunden, als bereits die Support-Band auf die Bühne trat.

Der geplante Puffer von uns, gut 60 Minuten, war etwas knapp gewählt. Viele mussten bei Beginn noch draußen warten, konnten daher die Supportband Thunder nicht komplett live genießen. Die aus London stammende Hardrocker gründete sich bereits 1989. Mit ihrer Musik und der schönen Lichtshow gelang es ihnen, das Publikum aufzuwärmen und Stimmung in die Halle zu bringen. Gut 45 Minuten dauerte ihr Auftritt und im Mittelraum ging die Menge auch schon gut mit.

Der Bühnenumbau dauerte etwas mehr als eine halbe Stunde, bevor es dann endlich losging. Die Menge begrüßte Alice Cooper und seine Band mit tosendem Beifall.  Los ging es im typischen Style eines Rockkonzertes, die Show steigerte sich im Verlauf zu einer immer verrückter werden Geschichte, die schon fast Richtung Freakshow ging.

Mitten auf der Bühne befand sich eine große Kleiderkiste, aus der zu jedem Song passende Jacken, Westen und Accessoires gereicht wurden. Im Verlauf der Show tänzelte sogar eine Ballerina aus ihr heraus. Teile der Accessoires fanden auch ihren Weg ins begeisterte Publikum. Figuren wie Frankenstein, Krankenschwester mit mörderischen Plänen, Guillotine, Pyrotechnik… es gab nichts, was es nicht gab.

Während der Show drehte einer der Gitarristen kurz die Rückseite seines weißen Instrumentes zum Publikum – in großen schwarzen Lettern stand dort „R.I.P. M.Y.“ – ein Gruß an den kürzlich verstorbenen AC/DC-Gitarristen Malcom Young. Eine Geste, die gut bei den Fans ankam und auch den Respekt der Musiker untereinander zeigte.

Songs wie „Frankenstein“, „Poison“, „Billion Dollar Babies“ (hier warf er Geldscheine von einem Degen in die Zuschauer, echt oder nicht… konnte ich nicht erkennen 😉) oder Super-Hit „School’s Out“ trafen auf einen breiten Chor, der den stimmlich sehr gut aufgelegten Star mit aller Kraft unterstützen. Durchgehend 90 Minuten performte der inzwischen 69-jährige Amerikaner begleitet von einer grandiosen Lichtshow. Auch seinen Bewegungen merkte man das stolze Alter nicht an, was vielleicht auch an über 50 Jahren Bühnenerfahrung liegt. Insgesamt sechs Konzerte waren in Deutschland geplant und ich hoffe, diesen legendären Musiker noch einmal live erleben zu können.

Zum finalen Song, „School’s Out“, fanden neben jeder Menge Girlanden auch riesige Luftballons ihren Weg ins Mittelfeld, Alice stellte seine Begleiter vor und dankte dem Publikum für den gemeinsamen Abend – auf englisch und deutsch.  Eine Zugabe gab es leider nicht, aber das sei ihm verziehen. Wer mit so viel Power über eine Bühne rockt und eine derart geile und verrückte Show aufführt, der hat seinen Feierabend absolut verdient!

Fotos vom Konzert (nur Smartphone-Fotos):

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