Teramaze – The Silent Architect

© Teramaze

 

Geschrieben von:Bernd Kröninger   
Band: Teramaze  
Album: The Silent Architect
Genre: Progressiv Metal Rock
Plattenfirma: Wells Music / Screaming Crow 
Veröffentlichung: 08.05.2026 

 

Einmal mehr kommt eine Scheibe aus Australien. Eine Band, die eine bewegte Vergangenheit vorweisen kann. Gegründet 1993 unter dem Namen „Terrormaze“ (Terrorspirale) gab es 1995 eine Umbenennung in „Teramaze“. Waren die Alben unter dem Gründungsnamen mehr im Thrash – Genre angesiedelt, so änderte es sich danach auf eine christliche Thematik. Von 2002 bis 2010 wurde es um die Band ruhig. Eine Schaffenspause, die sich scheinbar gelohnt hat. Bis zu ihrem jetzigen aktuellen Album veröffentlichten sie mehrere Singles, zwei Live – Alben und elf vollständige Alben. Was Dean Wells (voc,kb,g), Nathan Peachey (voc), Andrew Cameron (b) und Nick Ross (dr) uns nun zu bieten haben, werden die neun Songs zeigen.

„The Silent Architect“ beginnt ebenso leise wie es der Titel verrät. Im Takt eines Herzschlages, begleitet von Naturgeräuschen, ändert sich die Rhythmik schlagartig. Wechselt in eine verträumte Atmosphäre, wozu die flehende Voice bestens geeignet scheint. 10 Minuten, die mit Tempi Wechseln und wechselnd harten Klängen voll ausgeschöpft sind.

Gänzlich im Gegensatz zum Opener erwirkt „Doors of Yesterday“ ein sentimentales Flair. Gefühlvolles, friedliches Pianospiel erzeugen ein vertrautes Verhältnis zwischen Band und Zuhörern. Mit den Worten „i cry for the keeper save my life“ endet die Ballade abrupt, was nicht zu erwarten war. „The invisible Countdown“ überrascht mit Violinen – Klängen. Sie verleihen dem Song eine gewisse hymnische Ausstrahlung. 

Rhythmisch schnell, aggressiv läuft „Mr. Crazy“ mit kratzigen Gitarrenspiel durch die Rille. Echt „crazy“! Eine starke Anlehnung an Heavy Metal ist dem Song mittels Instrumente und Gesang nicht abzusprechen. Der Pfeil, den sie abschießen („Arrow“) ist radiotauglich, ein Mainstream – Pfeil. Wiederholt beweisen sie hier ihre romantische Seite. „Dust and Bone“ beendet die „Ruhephase“. Geht mit gehörig musikalischem Biss ans Werk, und mixt Genres mit Tempi Wechseln. Ein Hauch von „Thrash“ ist hier durchaus spürbar.

Als ein wahrhaftiges Epos bezeichne ich „Enemy in the Garden„. Ein Feind im Garten, wer möchte den haben? Zweifelsfrei diesen in Noten gebrachten Feind darf man willkommen heißen. Ein Song, der wegen der schweren Riffs bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Leicht verdaulich kommt „Ghost Hands“ als „Mega – Ballade“. Da werden selbst die härtesten Rocker in romantische Stimmung verfallen. Und ich frage mich, ist das bisher gehörte noch zu toppen? 

Ja, denn der Schluss Track „Left in the Fire“ ist mit 11:54 Minuten nicht nur der „Longrun“, sondern bietet in der Zeit allerlei. Martialische Einspielungen zu Beginn, rasantes Tempo wie ein aufbrausender Sturm. Gitarren, die wie Treibstoff wirken, den Song tragen. Dazu eine Voice, die von romantisch in aufrüttelnd wechselt.

Fazit: Der progressive Sound scheint gleichzeitig ihre Unterschrift zu sein. Man darf getrost anmerken, dass dieses Album ein Kunstwerk darstellt. Das zeigt sich besonders im Zusammenspiel von hartem Gitarrenspiel zu den sehr melodischen Gesangsstrukturen. Eine Stunde kurzweilige, beste Unterhaltung. Hier bewährt es sich, was lange dauert, wird zum Erfolg. Meine Bewertung sind volle 10 Hellfire Punkte.

 

Tracklist:

01- The Silent Architect
02- Doors of Yesterday
03- The invisible Countdown
04- Mr. Crazy
05- Arrow
06- Dust Bone
07- Enemy in the Garden
08- Ghost Hands
09- Left in the Fire

 

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