Bong Voyage -Hedonistic Hard Rock

© Bong Voyage

 

Geschrieben von: Bernd Kröninger   
Band: Bong Voyage  
Album: Hedonistic Hard Rock
Genre: Hard Rock 
Plattenfirma: Ripple Music 
Veröffentlichung: 08.05.2026 

 

„Hi guys, this is your parents`s music“. So könnte man das Debut der norwegischen Formation „Bong Voyage“ eröffnen. Charlie Ytterlie (voc,g), Simen Andersen (g), Kim Grannes (g), Tobias Paulsen (dr) und Asbjorn Halsten (b) nehmen uns auf eine Zeitreise, die ihren musikalischen Ursprung in den 70er, 80er Jahren hat. Lassen wir uns also entführen, in eine saugeile Ära.

Mit enormem Dampf startet „Saturday Rite Special“. Fette Drum, riffige, galoppierende Gitarren, eine Chorus Einlage, die einem hymnischen Refrain dienen. Und vor allem der starken Voice von Charlie. Es ist genau der Song, der zu meiner Zeit gefeiert worden wäre. Warum? Weil es samstags ein spezieller „Brauch“ war, bevor wir loszogen. Eine wahnsinnige stimmliche Leistung liefert Charlie in „Large and in Charge“ ab. Zudem überzeugt der Track mit geilen Grooves.

Ballernde, dröhnende Drum eröffnen „UFOria“. Brilliert mit coolen Backing Vocals, hartem Gitarrensound. Durch die Gitarren entsteht der Eindruck einer startenden Rakete, um ins All abzuheben. Den folgenden Song musste ich mir mehrmals anhören. „One Hundred Million Billion Beers“ hat ein Flair, das mit genial zu beschreiben ist. Diese melodische, und dennoch harte Gangart des Songs zieht einen magisch an. Mag es an der Bridge (2:30) liegen, mag es die stampfende Drums sein? Oder gar die leidenschaftliche Voice im Zusammenklang mit dem Chor? Ein Song, der Kultstatus erreichen könnte.

„Escape Prison Planet Earth“ rumpelt zu Beginn gewaltig durch die Rille. Ab Minute 1:50 liefern Drums und Gitarre einen durchaus orbitalen Sound. Was sich nach einer kurzen stimmgewaltigen Einlage ab Minute 3:06 wiederholt. Zwei verdammt hammerstarke Sequenzen! Lautstark, rockig begeben wir uns in den „Außenraum“ („Outer Space Freebase“). Eine geheimnisvolle Voice, die sichdem Rhythmus hingibt.  Kompromisslos hart und dennoch melodisch ertönt „Enabler“
Fantastische Gitarrenklänge.

Den Stoner Rock sehe ich in „Wizard of Ozlo“. Knallig und eigenwillig nicht nur im rhythmischen, sondern auch textlich (..„i do what i will“) Den Schlussakkord setzt „In Possession“. Wie eine Dampfwalze überrollt uns der Song, so als wollten sie sich bereits jetzt auf eine „gute Reise“ aufmachen. Cooler Rhythmuswechsel ins lateinamerikanische a la Carlos Santana ab Minute 1:40. Und ein weiterer Wechsel ins psychedelische innerhalb der gut 5 Minuten erwartet uns. 

 Fazit: Ein Debut, das diverse Genres miteinander vereint. Hard Rock, Stoner Rock, psychedelisches und teils orbital klingende Genres treffen hier aufeinander. Eine Kombination, die wie ein „Böller“ ins Ohr kracht. Diese dynamische Klangkombination zieht Dich in den Bann. Erinnerungen an Sex, Drugs, Rock‘n Roll jener Zeit werden bewusst erweckt. 8,5 von 10 Hellfire Punkten durchqueren den Oslo Fjord.

 

Tracklist:

01- Saturday Rite Special
02- Large and in Charge
03- UFOria
04- One Hundred Million Billion Beers
05- Escape Prison Planet Earth
06- Outer Space Freebase
07- Enabler
08- Wizard of Ozlo
09- In Possession

 

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