
© Sevendust
Geschrieben von: Bernd Kröninger
Band: Sevendust
Album: One
Genre: Rock / Metal
Plattenfirma: Napalm Records
Veröffentlichung: 01.05.2026
Aus Atlanta kommt eine Band, die mir bis dato völlig unbekannt war. Ja ich höre schon Stimmen, die sagen: „wie bitte?“. Aber bei der Vielzahl an Bands, ehrlich gesagt, kann man schon mal den Überblick verlieren. Und zudem nicht jede Band kennen. Das Quintett ist seit Gründung 1994 doch sehr erfolgreich gewesen. Immerhin bringen sie mit „One“ ihr mittlerweile 15. Album an den Start. Lajon Whiterspoon (voc), Clint Lowery (g), John Conolly (g), Vince Hornsby (b) und Morgan Rose (dr) legen 10 Songs auf den Teller, die relativ kurze Laufzeiten haben. Wie sie inhaltlich klingen, was sie uns bieten, werden wir unter die Lupe nehmen.
Oooh, der Opener „One“ macht gleich richtig Lust auf mehr. Mit einem genialen Intro sendet der Song schon einen Infekt aus. Und das Solo bei Minute 2:37 kriecht die Beine entlang bis zum Herzen. Aber ist das schon alles was wir wollen, wie es im Text (..„all we need is one“..) heißt? NO, wir wollen mehr als nur den Opener.
Die Antwort geben sie selbst mit „Unbreakable“. Klare Klaviertöne erhellen den Beginn des Tracks, übergibt wie bei einem Staffellauf an die riffigen, harten Gitarren. Was eine Frage wird uns da gestellt?
„Is this the real you“? Wuchtige Drumschläge, hartes Saitenspiel fordern Deine Nackenmuskulatur. Die nächsten 3:40 haben es in sich. „Treshold“ (Schwelle) ist ein Killersong, der eine wahnsinnig explosive Bridge beinhaltet. Abgerundet durch den Chor, ein Ohrwurm.
Mit einer Melodie, die Dunkelheit mit sich bringt (..“believe me it‘s colder“..) ertönt „Bright Side“. Der etwas schwere Rhythmus verfehlt allerdings nicht seine Wirkung. Der Song strahlt dadurch enorme Energie aus. Ist „The Drop“ der Song, der das Album „flutet“? Durchaus. Der Tropfen vereint aggressives und einfühlsames. Instrumentell aggressiv und von der Chorus Einlage betont leidenschaftlich.
„Blood Price“ hält ein cooles Frage – Antwort Spiel ziemlich zu Beginn für uns bereit. Drums und Guitar „battlen“ um Aufmerksamkeit. Ein megageiles Solo (2:32) führt zu einem Gitarren – Bass – Mix. Der Abschluss Track gibt wirklich eine Irreführung an. Irgendwie fehlen mir hier die Worte zu „Misdirection“. Die Musik spricht für sich selbst.
Fazit: Wow, ein Album, in dem nicht ein einziger Song enttäuscht. Lieblingssong? Da kann ich mich nicht festlegen. Voller Energie, die in kurze Songs verpackt ist. Frage mich, wieso ich an dieser Band bis heute vorbeigegangen bin? 9 von 10 Hellfire Punkten ist meine Bewertung.
Tracklist:
01- One
02- Unbreakable
03- Is this the real you
04- Treshold
05- We won
06- Construct
07- Bright Side
08- The Drop
09- Blood Price
10- Misdirection
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