Steelpreacher – Devilution

Geschrieben von Jörg Schnebele
Band: Steelpreacher
Album: Devilution
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 2015

 

„Devilution“ der Koblenzer Band Steelpreacher ist bereits 2015 erschienen; über den Weg ist mir die Band bis dato noch nicht gelaufen….

Und dann schlug ich das letzte Deaf Forever auf, las das Interview und war angefixt.
Kurze Kontaktaufnahme per Facebook und schon hatte ich „Devilution“ vorliegen.

Und?
JEPP kann ich nur sagen!!
Alle, die, sagen wir mal, auf traditionellen Metal stehen, liegen hier goldrichtig.

Mitsing-Mucke, gute Stimmung, geile Riffs und tolle Refrains.
Natürlich fragt man sich, warum es offensichtlich den meisten Leuten wie mir geht, dass sie die Band nicht kennen: nun, man hat bisher die produzierten fünf (!!) Langeisen aus eigener Kraft veröffentlicht.

Klar, man hat so vollste Arbeitsfreiheit, leidet aber auf der anderen Seite unter einem mäßigen Werbeetat, um sein geiles Produkt auch zu promoten.

Darüber hinaus erklären die Jungs ihren begrenzten Bekanntheitsgrad auch damit, dass sie eine ziemlich große Bandbreite abdecken und somit von den Fans nicht in eine bestimmte Schublade gesteckt werden können.

Dazu ist es heute (leider) so, dass man ohne ausgedehnte Touren im Vorprogramm größerer Acts auch nicht an neue Fans rankommt.

Das alles ist eine Sache, die ich bei Steelpreacher sehr bedaure. Da die Jungs aber aus Koblenz kommen und ich gerade mal einen Steinwurf entfernt mein heimatliches Domizil habe, werde ich nun besonders darauf achten, wann die Jungs mal live zu sehen sind.

So, genug über die Randbedingungen geplaudert; kommen wir zur Band und zur Mucke: Steelpreacher sind ein Trio, bestehend aus Jens „Preacher“ Hübinger (lead vocals, guitars), Andy „Mu“ Hübinger (bass, lead and backing vocals) und Hendrik „Beerkiller“ Weber (drums, backing vocals).

Im Deaf Forever wurden Stellpreacher als die deutschen W.A.S.P. beschrieben; halte ich aber nicht unbedingt für einen glücklichen Bezug obwohl gerade „Seasons Of The Witch“ im Refrain stark an „Hellion“ von W.A.S.P. erinnert.

Dagegen hätte „Let’s Get Loaded“ fantastisch in die Hair Metal Zeit gepasst.
„The Wild Hunt“ beglückt alle Manowar und „True Fans“ und „Too Old For Dying Young” schließt den Kreis zu allen, die sich geschmacklich zwischen all den oben genannten Stilen bewegen.

Der Rausschmeißer „Atlantean Dawn“ war ursprünglich wohl eine speedige Version auf dem Album „Hellraiser“ von 2011 und wurde für „Devilution“ zu einer (Hammer-)Ballade umfunktioniert.

Tja, wirklich zum Heulen, dass sich Steelpreacher bisher lediglich eine kleine (aber bestimmt feine und treue) Fanbase erspielt haben.

Ich wünsche mir für 2017, dass sich in dieser Beziehung etwas ändert und die Koblenzer für deutlich mehr Leute zugänglich werden.
 

Tracklist:

  1. Devilution
  2. We Don’t Get Drunk
  3. Rock ’n Roll Children
  4. Too Old For Dying Young
  5. El Pollo Diablo
  6. Rock ’n Roll On My Mind
  7. The Wild Hunt
  8. Let’s Get Loaded
  9. Seasons Of The Witch
  10. Atlantean Dawn

 

Mehr Infos:

http://www.steelpreacher.de/

https://www.facebook.com/steelpreacherrocks/?fref=ts

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Ein Kommentar

  1. Hi, das kann ich bestätigen. Ich habe Steelpreacher auch erst 2016 (auf’m H.O.A.) kennengelernt.
    Aber nachdem ich mich durch die Alben durchgehört habe, ist meine Meinung, dass die Jungs mehr „metal“ sind als viele andere Bands.
    Die Qualität der Devolution empfinde ich sowohl vom Sound als auch von der Musik selbst als „oberste Schublade“.
    Sehr schön auch diverse versteckte Gags und Zusammenhänge in den Texten – z. B. „El Pollo Diablo“ muss man genau durchlesen 😉
    und die Geschichte, die in „Wild Hunt“ erzählt wird ist auch der Hammer.
    Beerkillers Drum-Arbeit ist auch echt fett !
    Meine Empfehlung: unbedingt auch die „Hellraiser“ anhören.
    Mein persönliches Fazit über Steelprecher: Hammer !!!!!

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