Stand Up Stacy – Schon ein bisschen nervös

© Stand Up Stacy

Mit dem Hellfire Quick5 Interview versuchen wir für unsere Leser möglichst interessante Infos aus den Musikern rauszukitzeln, ohne dass sie sich seitenlangen Fragen/Antworten hingeben müssen. Wir vom Hellfire bemühen uns dabei, (mehr oder weniger) kurz und prägnant im Rahmen von 5 Fragen zu agieren (manchmal kann eine Frage auch gedoppelt oder getrippelt sein); den Musikern obliegt es, nach ihrem Gutdünken zu antworten: kurz und knapp bis hin zu ausschweifend und umfangreich.

Diesmal sprachen wir mit den Jungs von Stand Up Stacy, die gerade ihre neue Single veröffentlicht haben.

HF: Seit unserem letzten Gespräch im Oktober ist ja einiges bei euch passiert. Zwei weitere Singles veröffentlicht, der Album-Release rückt immer näher…seid ihr schon ein bisschen nervös oder einfach nur froh, euer Werk endlich den Leuten präsentieren zu können?

SUS: Oh ja, nervös sind wir schon ein bisschen, da “The Magnificent You” ja unsere erste große Album-Veröffentlichung sein wird. Wenn man alle Zeiten in Songwriting, Aufnahme und Release-Vorbereitung zusammennimmt, tragen wir das Baby mittlerweile schon seit 2 Jahren aus. Da ist es also sicher ok, ein wenig nervös zu sein. Da wir aber schon vier Singles veröffentlicht und unfassbares Feedback von Fans und Bekannten bekommen haben, freuen wir uns umso mehr wenn die Leute endlich den Rest zu hören bekommen. Und dann darf ja zusammen mit dem Album auch endlich die Festivalsaison und die Tour starten!

HF: Wir hatten damals ja schon ein bisschen über das Album gesprochen. Als ich es jetzt das erste Mal gehört habe, war ich trotzdem erstaunt, dass es einen durchweg positiven Grundton hat. Wie sehr entspricht dies eigentlich euren Persönlichkeiten? Seid ihr im Grunde auch positiv gestimmte Menschen oder findet ihr euch manchmal auch in so einer Abwärtsspirale wieder, aus der es scheinbar keinen Ausweg gibt?

SUS: Total schön, dass du das aus dem Album rausgehört hast. Denn ein paar Fun Punk – Tracks müssen in unserem Genre einfach sein. Und die kommen natürlich nicht zustande, ohne dass man nicht auch eine ordentliche Portion Irrsinn im Kopf rumträgt. Wir würden uns grundlegend schon als positive und witzige Zeitgenossen beschreiben, aber deine Umgebung lässt es nunmal nicht immer zu, das auch auszuleben. Wenn es mal schwierig wird, kommt bei uns dann einfach dieser riesige Bonus dazu eine Band zu haben, denn auch schlimme oder traurige Ereignisse packen wir in unsere Songs und hauen sie mit aller Leidenschaft auf der Bühne raus. Das hilft immer unfassbar beim Verarbeiten.
Das Album spiegelt also genau diese Abwechslung wider: mal bist du der König der Welt und ein ander mal fragst du dich, wie zur Hölle du die Nacht überstehen sollst. Auf dem Album steckt von allem und von jedem von uns etwas.

HF: In allen Songs steckt ja irgendwie Punk – mal als Punkrock, mal als Pop Punk oder auch ganz anders. Haltet ihr euren Sound eigentlich bewusst so breit gefächert oder ist das einfach typisch Stand Up Stacy?

SUS: Wir haben so das Gefühl, dass unser Sound mit jedem Recording-Prozess aus einer Eigendynamik heraus immer etwas “größer” und breiter gefächert wird. Anfangs war Punk Rock einfach unser Genre erster Wahl, da wir mit ein paar Chords und Gesangsmelodien, die die restliche Arbeit machen, etwas transportieren konnten. Sicherlich bleibt einem vom altbekannten Songwriting immer etwas hängen. Aber z. B. bei den neuen Songs hatten wir kein Ziel im Kopf wie es klingen soll,sondern einfach verschiedene Arrangements ausprobiert und erst im Nachhinein gemerkt, wie viel komplexer und vielschichtiger unsere Instrumente und Gesangsmelodien geworden sind im Vergleich zu früheren Werken.
“Typisch Stand Up Stacy” darf für uns also immer bedeuten, dass man uns am Sound erkennt, aber sich gerne mit neuen Klängen und Einflüssen konfrontiert fühlt.

HF: „The Magnificent You“ enthält 11 Songs plus Intro – eine reichliche Auswahl, die ihr sorgfältig zusammengestellt habt. Aber welcher Song ist der absolute Liebling und warum?

SUS: Da müssen wir einfach “Tell Me It’s Alright” rauspicken. Dieser Song ist jedes Mal ein Erlebnis wenn wir ihn hören, jedes Mal eine unfassbare Gewalt wenn wir ihn live performen. Zum einen hebt er sich vom typischen Punk Rock – Sound ab für den wir bekannt sind und zeigt, nach was Stand Up Stacy noch klingen kann. Zum anderen vereint er treibende Gitarrenriffs mit vielschichtigen Gesangsmelodien und erzeugt irgendwie eine besondere Atmosphäre. Und das Finale des Songs ist einfach brachial, so anders und doch so passend zu allem was davor kommt, vollgepackt mit Screams und hämmernden Drum-Beats. Da haben wir echt eine Menge von uns reingesteckt, daher ganz klar Platz 1 unter den Favoriten.

HF: Der 17. April ist ja nicht mehr allzu lange hin. Ich hoffe, die Planungen für die Release-Party laufen auf Hochtouren? Wie werdet ihr „The Magnificent You“ feiern?

SUS: Auf jeden Fall, nach all der langen Studio-Zeit schulden wir es unseren Fans und uns selbst, quasi als Startschuss für unsere Live-Konzerte einen fetten Release-Gig abzubrennen. Der wird am 25.4. im Kult 9 in München stattfinden, also kurz nach dem Album-Release und wird komplett von uns gemanaged und veranstaltet. Dieser Abend liegt uns also richtig am Herzen und wir sind sicher, dass er mindestens genau so laut und abwechslungsreich wird wie das Album selbst. Wer also zufällig in der Stadt ist, muss unbedingt mal vorbei schauen!

HF: Vielen Dank für das Interview. Wir wünschen euch für die Zukunft alles Gute und freuen uns auf euer Album.

Hinweis: Das Interview wurde vor den zahlreichen Corona-bedingten Konzertabsagen geführt. Bitte informiert euch immer auf den Seiten der Veranstalter und Bands, ob die genannten Termine wie geplant stattfinden.

Interview: Katja Maeting

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