
© Black Sea of Trees
Geschrieben von: Bernd Kröninger
Band: Black Sea of Trees
Album: Cult of the Sun
Genre: Progressiver / Black / Metal
Plattenfirma: Independent
Veröffentlichung: 08.05.2026
Australien lässt mal wieder musikalisch die Muskeln spielen. Die 2018 in Melbourne gegründete Formation um Samuel Exton (voc,g), Francesco Adami (b), Chris Schwinghamer (g) und Jan Schotting (dr), legen nach ihrem Debut „The Spiritual Beast“ (2023) mit „Cult of the Sun“ ein zweites Album mit einem Bonus – Track vor.
Mit einem sich steigernden Klang empfängt uns „Divinity“ im Opener. Recht kultig, mystisch in eine andere Sphäre abhebend. Was der göttlichen Struktur der Stimmen geschuldet ist. Ebenso beginnt „A Red Dawn“. Ändert seinen sanften Ton ab 1:05 in ein growlendes, melodisches Spektakel. Rhythmisch wechselnd ein Klangerlebnis. Ein Übergang, den man so nicht erwarten konnte.
Die Prophezeiung („Prophecy“) gibt sich gelassen, mit Stimmen im Hintergrund, die sich in die Tiefen des Dunklen ergeben. Dazu die akustischen Gitarrenklänge, die es mystische abrunden. Mit „Visions of a Crimson Moon“ wird es hörbar riffiger, aggressiver. Hier regiert die „Göttlichkeit“ in Form von starkem Rhythmus, und Drums, die auditiv an eine Zeremonie erinnern.
Der Titeltrack „Cult of the Sun“ ist verdammt psychedelisch cool. Hervorstechend der Bass, die orientalisch schallende Voice. Melodische Tempi Wechsel lassen den Song in seiner Spannung leben. „Omen“ ist seinem Titel geschuldet, als dramatisch und unheilvoll einzustufen. Growlende und klare Voices wechseln ohne die melodische Struktur des Songs zu verändern.
Beruhigend durch die akustische Gitarre und die gemütliche Stimmung, erleben wir in „Fields of Reeds“ eine Atmosphäre, die uns in eine andere Welt zu transportieren versucht. Ein Weg, der uns durch die sanften Schilffelder schweben lässt. „Eclipse“ lebt von mehreren Elementen. Kultureller, orientalischer Beginn, der sich langsam in eine Energie steigert, die unheilvolles verspricht, was die Voice betont. Sehr überzeugend der Schluss Track „The Dark Distance“. Ein Mix aus psychedelischen, progressiven Elementen und durch die Voice ein wenig doomiges Flair versprühend.
Fazit: Ein Album, das trotz „Black Metal Genre“ nicht wirklich alle Klischees des Black Metal bedient. Diese magische Atmosphäre fühlt sich in manchen Songs nicht wie über 5 Minuten an. Mit diesem Album dürften sie auch hier in Europa für Aufmerksamkeit sorgen. Progressive Klänge mit Black Metal Elementen gemixt, ein wahrer „Ohrgasmus“.
Meine Bewertung sind 7 von 10 Hellfire Punkten.
Tracklist:
01- Divinity
02- A Red Dawn
03- Servant to the Sun
04- Prophecy
05- Visions of a Crimson Moon
06- Cult of the Sun
07- Omen
08- Field of Reeds
09- Eclipse
10- The Dark Distance (Bonus Track)
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