Port Noir – The Dark We Keep

© Port Noir

 

Geschrieben von: Bernd Kröninger   
Band: Port Noir
Album: The Dark We Keep 
Genre: Progressive / Alternative Rock  
Plattenfirma: Inside Out Music  
Veröffentlichung: 15.05.2026  

 

Drei Jahre war es ruhig um die schwedische Progressive Rock – Band „Port Noir“. Nun starten sie nicht nur mit neuen Singles, sondern auch gleich mit dem neuen Album „The Dark We Keep“ durch. Love Andersson (voc,b), Andreas Hollstrand (g) und AW Wiberg (dr) legen uns elf Songs vor. Ob sie kompliziert sind, wie es der Opener ankündigt, hören wir uns mal an.

Darf man den Opener als „kompliziert“ ansehen? Falls ja, dann nur positiv. „Complicated“ vereint gute Rockrhythmen mit einem melodischen Refrain. Versteht es eine Energie aufzubauen, die Spannung erzeugt. Mit einer sanften Voice und beinahe donnerndem Gitarrensound wartet „Redshift“ auf. Was hier überzeugt, ist der schon als engelsgleich zu nennendem Gesang neben den Riffs und dem Snare – Sound. „Noir“ ist ein atemberaubender Song, der mit unheimlichen Beats ein wahrer Banger ist. Ein Banger, der  sowohl beruhigt, als auch einen schweren Sound bietet. 

„Burst“ heißt explodieren. Und genau so kommt der Song rüber. „Burst“ hat eine Dynamik, die sich einbrennt. Erfährt bei Minute 2:30 einen Abriss der Explosion, der sich sehr melodisch gestaltet. Keine Panik, die lodernde Power kehrt wieder zurück. „The View“ nimmt sich zu Beginn ein wenig Zeit mit Progressivität. Die Sequenzen, die sich progressiv geben, kommen überfallartig. Und genau so gibt es ein abruptes Ende des Songs.

„Bloodlust“ lässt aufhorchen, durch den doomig wirkenden Gitarrensound. Hat zudem den Anschein, als vibriere das Instrument. Melancholischer Gesang verleiht einen besonderen „Touch“. Der Schluss Track „We Die Together“ ist dem Titel entsprechend in einen schweren Sound gebettet. Wehmütig die Voice.  

Fazit: Um ein gutes, geniales Album zu bringen, muß man keine große Manpower haben. Das Trio beweist Durchschlagskraft. Die manchmal unorthodox wirkenden Gesangsstrukturen legen die Basis für beste Unterhaltung. Ein Banger nach dem anderen reiht sich hier an. Aber welcher ist der absolute Banger des Albums? Da wird sich jeder wohl anders entscheiden. Prog – Rock aus Schweden, der zur rechten Zeit kommt, und die Szene auflockert.
8,5 von 10 Hellfire Punkten für „die zu haltende Dunkelheit“. 

 

Tracklist:

01- Complicated 
02- Redshift
03- Noir 
04- Ebb and Flow
05- My Destroyer 
06- Vargtimmen
07- Burst
08- Reverie 
09- This View
10- Bloodlust
11- We shall die Together

 

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