Nightwish – Endless Forms Most Beautiful

Geschrieben von Robert Leipnitz

Band: Nightwish

Album: Endless Forms Most Beautiful

Plattenfirma: Nuclear Blast

Veröffentlichung: 27.03.2015

Seit ca. 1999 bin ich Fan der Truppe um Keyboarder und Hauptsongwriter Tuomas Holopainen und habe sie auch mehrere Male live gesehen. Jetzt, gute 15 Jahre später, darf ich das neue Album „Endless Forms Most Beautiful“ rezensieren.

Aus den Diskussionen um die Wechsel der Sängerinnen habe ich mich immer herausgehalten. Tarja Turunen war damals natürlich das Aushängeschild der Band und der stilistische Wechsel zu Anette Olzon, deren Stimme (ohne abwertend zu klingen) eher nach Popmusik klang, war allerdings ziemlich hart und hat sicherlich einige Fans abgeschreckt. Jetzt ist also Floor Jansen am Mikrofon, die mir bereits bei den Werken von Ayreon positiv aufgefallen ist und sehr professionell und vielseitig singt.

Ich mochte immer das pompöse, symphonische und bombastische Element der Band, auch wenn sich das meiner Meinung nach irgendwann mal abgenutzt hat. Ich habe alle Alben und höre sie nach wie vor ab und zu gern, aber so langsam kennt man jedes Riff, jeden Rhythmus und die Aufbauten der Songs. Somit haftet den Alben eine gewisse Austauschbarkeit an nach dem Motto „Kennt man ein Album der Band, dann kennt man alle“.

So geht es mir auch mit dem neuen Album, das wie immer hervorragend produziert wurde, ordentlich knallt und ganz großes Ohrenkino bietet. Es gibt viele Filmsoundtrack-Elemente, zwischendurch harten Metal und ein paar Minuten später hauchzarte Melodien, die Floor Jansen ?überzeugend an den Hörer bringt.

Dennoch kommt mir vieles zu bekannt vor und klingt zu sehr nach Reißbrett, was aber auf jeden Fall Jammern auf hohem Niveau ist. So ziemlich jede Band dieses Genres würde ihre Sängerin opfern, um so ein Album zu veröffentlichen.   😉

Hier einzelne Songs hervorzuheben fällt mir schwer, am ehesten noch „The Greatest Show On Earth“, der allein mit seiner Spielzeit von fast 24 Minuten aus dem Rahmen fällt und einen dramatischen Aufbau inklusive Chören, bösen, verzerrten Stimmen, Tiergeräuschen (Konzept des Albums ist die Vielfalt des Lebens) und Happy End bietet.

Mein Fazit:

Toller Bombast-Metal, am besten laut unter Kopfhörern genießen, keine besonderen Neuigkeiten erwarten und keine Angst vor dem weiblichen Gesang haben. Die Stimme von Frau Jansen ist sehr angenehm und klingt eher rockig als operettenhaft. Sie kann ein breites Spektrum bieten von Gänsehaut bis Rockröhre und passt somit letztendlich gut zum Breitwandkino von Nightwish.

Tracklist:

  1. Shudder Before The Beautiful
  2. Weak Fantasy
  3. Élan
  4. Yours Is An Empty Hope
  5. Our Decades In The Sun
  6. My Walden
  7. Endless Forms Most Beautiful
  8. Edema Ruh
  9. Alpenglow
  10. The Eyes Of Sharbat Gula
  11. The Greatest Show On Earth

 

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