Mister Misery – A brighter side of death

© Mister Misery

 

Geschrieben von Marco Gräff
Band: Mister Misery
Album: A brighter side of death
Genre: Modern Gothic Metal / Horror Metal
Plattenfirma: Arising Empire
Veröffentlichung: 23.04.2021

 

Fast klingt es so, als wären MISTER MISERY ein Stück weit erwachsener geworden. 2019 mit ihrem Debüt “Unalive” schon als “die Senkrechtstarter” gehandelt, legen die vier Schweden nun in ihrer unnachahmlichen Art und Weise mit ihrem zweiten Album A BRIGHTER SIDE OF DEATH nach. Und ja, ich muss zugeben, das klingt runder und reifer als noch auf dem Debüt.

Zwar klingen MISTER MISERY auch 2021 noch nach MISTER MISERY, doch ist man heuer deutlich mehr Metal als noch auf dem Debüt. Das Quartett hat spürbar an der Härteschraube gedreht, ihren makabren Horror Sound aber dennoch beibehalten. Modern klingt das Ganze immer noch. Buried geizt nicht mit Breakdowns und immer wieder halten Symphonic Metal Klänge Einzug. Und noch eines wurde meinem Empfinden nach gesteigert – der Anteil an klassischen Heavy Metal Riffs und Melodien.

Bei Mister Hyde ist das zwar noch nicht zu hören, düster, fast schwarz knallen einem die Riffs und Drumsalven ins Gesicht. Allein der etwas zu catchy geratene Refrain passt zwar ins Konzept der Band aber nicht so zum Rest des eigentlich harten Songs. Trotzdem eine starke Nummer. Etwa die erste Hälfte der Songs bleibt sich diesem Schema treu. Moderne, harte Riffs, catchy Refrains mit viel Keyboards und immer wieder derbe Growls dazwischen. Und überall wabert es morbide hervor.

Die zweite Hälfte gefällt mir deutlich besser, aber auch schon mit I’ll never be yours agiert man schon deutlich mehr in Richtig Heavy (und ein wenig Thrash) Metal. Melodisch, schaurig und emotional bleibt das Ganze aber immer noch. So ganz zu 100 % überzeugen mich die vier Jungs zwar immer noch nicht, aber sie sind meiner Meinung nach auf dem richtigen Weg. Was auf dem Debüt mit “Legion” und “Alive” angedeutet wurde, bekommt hier nun deutlich mehr Raum.

Fans der ersten Stunde dürften dennoch ganz auf ihre Kosten kommen. MISTER MISERY sind auch auf Grund der variablen Stimme von Harley Vendetta immer noch ganz und gar MISTER MISERY. Doch haben sich die Schweden auf A BRIGHTER SIDE OF DEATH ein wenig weiter geöffnet was den Sound angeht. Ja, es klingt wie eingangs erwähnt deutlich erwachsener und auch authentischer. Glam Rock ist weiter in den Hintergrund gerückt, der Gothic  / Symphonic Anteil leicht erhöht aber diesmal um einiges zuckerfreier.

Als Anspieltipps gibt es von meiner Seite aus die Nummern Ballad of the Headless Horseman, I’ll never be yours und das beinahe brutal anmutende Clown Prince of Hell. Aber auch Home glänzt mit schönen, klassischen Riffs. Dazu kommt noch das episch ausklingende Through Hell. Mit dem zweiten Streich haben sich MISTER MISERY zunächst mal nach dem etwas überfrachteten Debüt die zweite Chance erarbeitet. Mal sehen wie es weitergeht.

von mir gibt es 7,5 von 10 Hellfire-Punkten

 

Tracks:

01 – Ballad of the Headless Horseman
02 – Buried
03 – Mister Hyde
04 – Burn
05 – Devil in me
06 – I’ll never be yours
07 – Under the moonlight
08 – In forever (We all fall down)
09 – Clown Prince of Hell
10 – We don’t belong
11 – Home
12 – Through Hell
13 – Ballad of the Headless Horseman (Bonus Track – Orchestral Version)

 

Line-Up:

Harley Vendetta – Gesang, Gitarre
Alex Nine – Gitarre
Alex Alsiter – Bass
Rizzy – Schlagzeug

 

Weitere Infos:

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