Metal Massacre im ATG – Horrizon + Slaughterra


Horrizon - 12.01.2018 @ ATG Mainz

Horrizon – 12.01.2018 @ ATG Mainz

 

Geschrieben von: Marco Gräff, © Photos by Marco G

Hardrockclub “Alexander The Great” – Mainz. 12. Januar 2017. Kalt ist es. Aber noch nicht kalt genug für einen Januarabend. Eher sponatan entschied ich mich, meiner Frau zu dem Konzert der Melodic Death Band HORRIZON aus Ochtendung zu folgen. Obwohl wir ein paar Jahre ein Mainz lebten, schafften wir es leider irgendwie nie ins ATG. DIE Metal-Kneipe schlechthin, wie sich jetzt im Nachhinein bestätigt.
Wir waren zu sechst, als wir die Kneipe in der “Hinteren Bleiche” betraten. Neun Euros wollte der Herr an der Kasse haben. Es war wohl der Chef. Er erlaubte mir schließlich dann auch meine Kamera mitzunehmen. Die eigentliche Kneipe ist dann unten im Keller. Ein schönes Kreuzgewölbe, aber nicht allzu groß. Etwa 70 m² plus ein Raucherraum mit Kicker und Dartautomat mit nochmal ca. 20 m².
Recht gemütlich mag man meinen. Der Metal knallte schon aus den Boxen, der Bühne mussten einige Tische und Stühle weichen. Also nix mit Sitzen. Stehparty war angesagt 😉 Apropos Bühne. Was man halt so nennt. In der einen Ecke stand das Drumkit, die Gitarrenjungs mussten sich quasi auf dem “Balkon” davor aufreihen. Der Sänger sollte dann sehen wo er bleibt.
Viel los war erst mal nicht. Etwa 30 Leute tummelten sich im Keller, davon die Hälfte Mitglieder der beiden Bands oder Fans, erkennbar an den Shirts. Also dann erst mal aus dem reichhaltigen Angebot einen Gerstensaft geholt (faire Preise) und warten bis SLAUGHTERRA den Abend eröffnen sollten. Angesagt war 21 Uhr. Letztendlich starte man um 21:45.

Die fünf Jungs der Landauer Band SLAUGHTERRA überraschten mich erst mal optisch. Die Saitenfraktion, na ja, hatte eher was von Schülerband, so harmlos und gar nicht Metal. Der Drummer dann das krasse Gegenstück. Dreadlocks, bunte Arme, passt. Ebenso der Sänger. Nur ohne die Tattoos. Als dann der erste Ton gespielt wurde, waren alle Zweifel weggeblasen. Richtig geiler Modern Metal / Metal Core brannten die Pfälzer dann in das Kreuzgewölbe. Alter Falter. Hätte ich nicht erwartet. Ihr kraftvoller Auftritt konnte überzeugen. Deutsche und englische Lyrics wechselten sich ab, Fronter Julian gab alles am Mikro. Shouts, Growls, alles was drin ist! Und es war eigentlich schade, dass 45 Minuten später schon wieder Schluss war. Weiß der Geier wieso SLAUGHTERRA noch keinen Plattendeal haben. Leider habe ich es versäumt mit den Jungs an dem Abend ein paar Takte zu reden. Schade. Ihr habt mich jedenfalls überzeugt!

Dann wurde erst mal ein bißchen umgebaut, und es war wohl ca. halb elf, als dann der “Headliner” den Riemen auf die Orgel warf. HORRIZON standen bereit. Und rein optisch war das schon eher das, was man sich unter Metal vorstellt. Fünf Jungens, fünf mal lange Haare und bloß nicht lieb gucken 😉 Auch hier brannte sofort die Hütte. Das Publikum hatte zwar etwas scheu mitzugehen, aber mit jedem weiteren Bier wurde auch das Problem gelöst. HORRIZON spielten fetten Melodic Death, schweiften auch mal in den Black und reinen Death Metal ab, konnten aber immer mit geilen Melodien überzeugen. Frontmann Martin war Dreh- und Angelpunkt der Band. Mit seinen weißen Kontaktlinsen versprühte er schon etwas geheimnisvolles, später musste dann noch das Maiden-Tank-Top dran glauben und der Kerl sang oberkörperfrei weiter. Zur Freude der weiblichen Gäste. Zu Recht, wie ich neidlos anerkennen musste. Die Männer im Raum versuchte er mit saloppen Sprüchen (die hier und da auch mal unter der Gürtellinie waren) oder Besuchen in der Menge zu motivieren. Basser Franz war neben dem agilen Drummer Felix der zweite Aktivposten der Band, nicht nur wegen seiner unterstützenden Gesangsparts. Die beide Gitarristen waren da eher etwas zurückhaltender, konnten aber umso mehr mit Soli glänzen.

Es war kurz nach Mitternacht, als der letzte Ton gespielt war. Mittlerweile war das ATG gut gefüllt, nach dem Konzert ging es mit dem DJ und standesamtlichen Metal weiter in die Nacht. Wir verließen zeitig die Location.
Also Leute. Wenn Ihr die Möglichkeit habt, SLAUGHTERRA oder HORRIZON mal live zu erleben, nutzt die Chance. Die Energie der beiden Bands ist mehr als ansteckend! Und das ATG ist auch ein Besuch wert!!!

 

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HORRIZON
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Weitere Infos:

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Hardrockclub “Alexander the Great” in Mainz
 

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