Masterplan – Metalmorphosis

© Masterplan

Geschrieben von: Klaus S.
Band: Masterplan
Album: Metalmorphosis
Genre: Power Metal
Plattenfirma: Frontiers Music Srl
Veröffentlichung: 26.06.2026

Eigentlich kaum zu glauben, dass seit dem letzten regulären MASTERPLAN Longplayer bereits dreizehn Jahre ins Land gegangen sind – die eher unnötige Helloween Cover Scheibe „PumpKings“ mal außen vorgelassen. Doch nun ist es soweit, ex-Helloween Klampfer Roland Grapow und seine Mitstreiter melden mit ihrem sechsten Studio-Album „Metalmorphosis“ zurück, wobei das Line Up seit dem Einstieg von Drummer Kevin Kott im Jahr 2016 unverändert geblieben ist.

Mit einer Keyboard Einleitung startet „Chase The Light“ recht verhalten, bis sich allmählich die Drums hinzugesellen und schließlich zusammen mit der Saitenfraktion das Kommando übernehmen. Der Song entfaltet zwar jede Menge Wucht, hat aber in Sachen catchyness sicherlich noch Luft nach oben, auch wenn sich die Nummer mit jedem Durchlauf steigert. Bei „Electric Nights“ nehmen die Keyboards eine etwas gewichtigere Rolle ein und die Hooks erweisen sich als ausgefeilter, so dass das Stück eher hängenbleibt als der Opener.

Nach diesem temporeichen Auftakt tritt „Shadow Man“ ein wenig aufs Bremspedal und erweist sich als weitestgehend getragener, trotz gerade mal knapp vierminütiger Spielzeit und zwischenzeitlich anziehender Dynamik epischer Track, der völlig berechtigt bereits Einzug in die Live-Setlist der Band gefunden hat. Mit „Bound To Fall“ fühlt man sich unweigerlich an die Anfangszeit von MASTERPLAN erinnert, ein intensiver Mid-Tempo-Track mit stetigem Drive sowie hartnäckiger Melodielinie, der genau wie sein unmittelbarer Vorgänger das Zeug zum Live-Hit hat.

„Pain Of Yesterday“ bringt einen leicht-orientalischen Touch mit ein, große Geschwindigkeits-Schübe sucht man hier zwar vergeblich, der sich zu einem fetten Breitwand-Sound aufbauende Chorus entschädigt aber gänzlich und macht die Nummer zu einem der Highlights des Albums. Der Titeltrack nimmt wieder Schwung auf, benötigt aber wie schon der Opener trotz gefälliger Hookline einige Anläufe, um wirklich zu gefallen. „Through The Storm“ beginnt mit einem etwas kitschig anmutenden Keyboard-Motiv, wandelt sich dann aber rasch zu einem veritablen Power Metal Track, der stilistisch auch gut zu Grapow’s früherem Betätigungsfeld gepasst hätte.

„Ghostlight“ drosselt das Tempo abermals und legt den Fokus vermehrt auf Harmonien denn auf Wucht, so dass sie Nummer recht leicht ins Ohr geht, auch wenn es vielleicht nicht der stärkste Track der Scheibe ist. Dieser folgt dann direkt im Anschluss, denn „The Call“ ist mit über acht Minuten nicht nur das längste Stück, sondern zweifelsohne auch der herausragende Song des Albums, sofern man denn auf epische Momente steht. Großartige Melodien, packendes Songwrtiting und ein mit weiblichen Vocals unterlegtes Outro sorgen für den vermehrten Wunsch nach Betätigen der Repeat Taste. Das finale „Rise Again“ wurde bereits Anfang 2024 veröffentlicht und wird nun in einer überarbeiteten Version dargeboten. Der Song besticht durch einen durchgängigen Drive und strahlt zugleich einen gewissen Groove aus, der den geneigten Hörer garantiert nicht stillsitzen lässt.

Ob „Metalmorphosis“ an das fast schon legendäre Debüt aus dem Jahr 2003 heranreichen kann, muss jeder für sich selbst bewerten, auf jeden Fall haben MASTERPLAN ein starkes Comeback hingelegt, dass hoffentlich auch bei den Musikern die Luft auf mehr entfacht.

Von mir gibt es 8 von 10 Hellfire Punkten.

Tracklist:

  1. Chase The Light
  2. Electric Nights
  3. Shadow Man
  4. Bound To Fall
  5. Pain Of Yesterday
  6. Metalmorphosis
  7. Through The Storm
  8. Ghostlight
  9. The Call
  10. Rise Again (Album Version)

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