Sarcasm – Lifeforce Omnibound

© Sarcasm – Lifeforce Omniboun

 

Geschrieben von Helgvar Sven Mánfreðson
Band: Sarcasm
Album: Lifeforce Omnibound
Genre: Melodic/Blackened Death Metal
Plattenfirma: Hammerheart Records
Veröffentlichung: 29.05.2026

 

Aktiv waren die Schweden aus Upsalla schon frühzeitig in den neunziger Jahren, aber das erste Studioalbum erschien dann im Jahre 2016. Seitdem sind zehn Jahre vergangen und es folgten mit dem mir hier vorliegenden weitere fünf Alben.

Essence of Existence“ entzieht sich des Vorspiels und geht gleich frontal, aggressiv und geradlinig melodisch voran. Unterschiedlich wird ausgeteilt bis hin zu schwebend verträumten Momenten und das Gesangliche von Heval Bozarslan ist boshaft und passend. „Altering the Perception“ verteilt Blastbeats, schrampfend und schneidende Riffs und ein kleiner spielerischer Hauch von Morbid Angel ummantelt mich immer wieder mal. Im Weiteren ist man geradlinig flott, leicht episch, auch mal schleppender im Spiel und energiegeladen unterwegs. „The Reward of Adversity“ stampft schwer und wuchtig auf, man steigert sich immer wieder, man schwebt ein weiteres Mal. Das Ganze verteilt Dunkelheit, man geht tiefer runter, es wird verträumt nachdenklich, eine Stimme erzählt mit etwas, vermutlich nichts gutes und Melodiebögen treten zusätzlich hervor. Hier findet man einen bunten Strauß leicht verbrannt im breiten und kreativen darbietenden Modus.

Crumbling Mind Edifice“ beginnt fast symphonisch, die Energie kehrt zusätzlich zurück und so wird ordentlich und majestätisch  ausgeteilt. Der Sound ist spannend, wechselt er doch immer wieder hin und her und schafft so eine unterschiedliche Atmosphäre, während mir parallel die feinen Melodien in die Gehörgänge schweben und endend mich das Klavier zur Tür hinaus begleitet. „Plunged into a Paradox“ lässt die Glocken, die Nonnen und die Priester erklingen und stampft schwer und doomig auf. Die Steigerung folgt langsam aber spürbar und so umhüllt mich wieder leicht eine Aura von Morbid Angel. Im folgenden ertönen Blastbeats, andere Gradlinigkeiten mit etwas weniger Geschwindigkeit, schwer schwebende Momente, klanglich düster feines und das wie immer breitgefächert und perfekt dargeboten. „Wayward Fragments of Infinite Divisibility“ hat für mich eine progressive Spielweise mitgebracht und drückt ordentlich im Spiel. Das Ganze wird geradlinig schneller und der Gesang ist diesmal anders, schon fast sprechend. Der Track hat vollends die Dunkelheit im Gepäck, drückt ordentlich nach unten, die 6-Saiter Fraktion liefert zusätzlich ab und am Ende wird gehaucht.

Erneut hält das Doomige Einzug bei „A Concept Older than Time“ und das anfänglich und später wiederkehrend. Leider ist bei mir nach knapp zwei Minuten hörend Schluss heißt also, der Song wurde nicht vollständig geliefert, schade (..Rückfragen an die Plattenfirma diesbezüglich blieben leider bis heute unbeantwortet..).

Empirical Life Metaphysical“ ist der Letzte der mir vorliegt. Tja, auch die Bonus-Tracks sind woanders aber nicht bei mir, egal. Dieser letzte Track eröffnet düster mit verzerrter Stimme und einer Nachricht, die ich aber nicht identifizieren kann. Im folgenden ballern mir wieder Blatbeats, eine insgesamt druckvoll -und aggressive Spielweise und das ganz zu meiner Freude entgegen. Trotz der gewaltigen Ausübung des spielerischen wird das Melodiöse nicht vergessen und so bekomme ich neben dem vorher schon erwähnten weiteres geboten und das bis zum abrupten Ende.

Aufgrund des halb präsentierten Hauptganges durch die Plattenfirma entfällt meine Bewertung in Punkten oder Zahlen, aber das bis dahin Gehörte der Schweden kann ich uneingeschränkt und vollends empfehlen.

 

Tracklist:

1 Essence of Existence 03:57
2 Altering the Perception 04:33
3 The Reward of Adversity 06:58
4 Crumbling Mind Edifice 04:14
5 Plunged into a Paradox 04:30
6 Wayward Fragments of Infinite Divisibility 04:51
7 A Concept Older than Time 06:43
8 Empirical Life Metaphysical 04:45

Bonus-Tracks:
9 Be Dead
10 Onslaught Without Mercy (Damien cover)

 

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