Kind Kaputt… Wir kennen uns schon seit der Studienzeit, damals hatte noch jeder sein eigenes Band-Projekt!

© Kind Kaputt

Mit dem Hellfire Quick5 Interview versuchen wir für unsere Leser möglichst interessante Infos aus den Musikern rauszukitzeln, ohne dass sie sich seitenlangen Fragen/Antworten hingeben müssen. Wir vom Hellfire bemühen uns dabei, (mehr oder weniger) kurz und prägnant im Rahmen von 5 Fragen zu agieren (manchmal kann eine Frage auch gedoppelt oder getrippelt sein); den Musikern obliegt es, nach ihrem Gutdünken zu antworten: kurz und knapp bis hin zu ausschweifend und umfangreich.

Diesmal sprachen wir mit der Band Kind Kaputt, die im März ihr Debütalbum “Zerfall” herausgebracht haben.

 

HF: Die Band gibt es seit 2016… Wie habt ihr zueinander gefunden und hattet ihr vorher schon Banderfahrung? Erzählt uns doch bitte einfach ein wenig über Euch.

KK: Wir haben uns im Studium kennengelernt. Jeder einzelne von uns hat vorher bereits in verschiedenen Bands gespielt. Das Interessante daran ist, dass wir vor Kind Kaputt jeweils die Zugpferde dieser Bands waren. Die bisherigen Bandmitglieder nahmen das Musikmachen nicht so ernst, wodurch es neben dem Fußballtraining oder Ähnlichem nur ein Hobby blieb. Als wir, Johannes, Mathis und Konstantin, anfingen in einer Band zu spielen wurde mit geeinter Kraft an einem Strang gezogen. Das war echt cool. Natürlich ergibt das aber auch eine ganz neue Dynamik, wenn plötzlich drei CEOs aufeinander treffen. Mittlerweile hat es sich aber ganz gut eingependelt. Nicht zuletzt dank des vierten Mannes Fabian. Den haben wir bei unserem ersten Musikvideodreh 2016 kennengelernt. Wir blieben in Kontakt und irgendwann wurde aus seiner Rolle als „Video- und Foto-Typ“ eine Art Band-Manager für uns. Sein Anteil und die Verantwortung die er übernommen hat, wurden irgendwann so groß, dass wir uns entschieden haben, ihn als viertes Bandmitglied zu benennen. Seitdem müssen wir unsere Pressefotos per Selbstauslöser schießen.

 

HF: Im März ist Euer Debütalbum “Zerfall” erschienen. Es beschäftigt sich mit dem Auseinandergehen von zwischenmenschlichen Beziehungen, Rollenbildern, Leistungsdruck der Gesellschaft und dem Zerfall von den Menschen selbst. Wer schreibt die Texte in der Band und sind die Gedanken eher ein Abbild von eigenem Erlebten oder über die Dinge die ihr in der Welt beobachtet?

KK: Es ist eigentlich ganz klassisch. Der Sänger, also Johannes, schreibt bei uns die Texte. Die Themen, die wir auf dem Album behandeln, beschäftigen uns jedoch alle gleichermaßen. Es ist ein Lebensgefühl, das jeder von auf seine Art erlebt oder beobachtet. Johannes packt das Ganze metaphorisch treffend in Worte.

 

HF: Ihr geht jetzt in euer drittes Jahr als Band. Was waren für euch rückblickend die Highlights und Tiefschläge auf dem Weg bis zum heutigen Tag?

KK: Highlights gab es viele: zum Beispiel unsere erste eigene Tour mit den zwei Krawall-Kaspern von Kaffkönig, ein Auftritt beim Open Flair Festival, die Support-Tour mit den 8Kids und vieles mehr. Eigentlich haben wir an fast allem Spaß, was mit der Band zu tun hat, weswegen es sehr viele Highlights gibt. Ein Meilenstein war für uns auch unser Debut-Album. Wir sind während des gesamten Entstehungsprozesses als Band sowie als Einzelpersonen gewachsen. Die „Lowlights“ fanden meist eher intern statt. Fristen die wir nicht einhalten konnten, Kappeleien untereinander und sonstige Geschichten, die in Beziehungen nunmal vorkommen. Nichts davon hat uns aber je wirklich aus der Fassung gebracht.

 

HF: Warum habt Ihr deutsche Texte für die Band gewählt? Stand schon immer fest die Muttersprache für die tiefgängigen Erzählungen zu nutzen, oder gab es die Überlegung am Anfang auf englisch zu singen, um vielleicht noch mehr Menschen zu erreichen?

KK: Also um wirklich viele Menschen zu erreichen, wollten wir anfangs tatsächlich auf Chinesisch schreiben. Diese Sprache erwies sich mit einem europäischen Sprachverständnis jedoch als sehr schwer zugänglich. Spaß beiseite. Wir können Deutsch nunmal am besten. Es stand eigentlich nie zur Diskussion auf Englisch zu singen, da wir uns auf Deutsch einfach viel besser ausdrücken können. Ein Rechtshänder würde sein Abi auch nicht mit Links schreiben, warum sollten wir es uns also schwerer machen, unsere Gedanken in die Welt zu tragen?

 

HF: Mit dem neuen Album gibt es gerade eine gleichnamige Tour durch Deutschland. Wie geht es weiter nach der Tour? Was sind die Pläne und vorallem auch Wünsche für die Zukunft?

KK: Es ist unser erstes Album und wir sind viele Risiken für den Release eingegangen. Deshalb konzentrieren wir uns gerade voll auf die Tour. Natürlich tüfteln wir in der Hinterkammer bereits an zukünftigen Vorhaben und neuem Material, das bleibt aber noch eine Weile geheim. Im Moment wünschen wir uns hauptsächlich eine erfolgreiche Tour und eine gute Zeit im Mai.

 

HF: Vielen Dank für das Interview. Wir wünschen euch für die Zukunft alles Gute und eine tolle Zeit auf Tour.

Interview: Lisa Hemp

 

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