Iron Mask – Diabolica

iron-mask

Geschrieben von Jörg Schnebele
Band: Iron Mask
Album: Diabolica
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 30. September 2016

 

In den 80ern und 90ern konnte man Platten noch nach Covern kaufen und fiel selten damit auf die Schnauze.
Auch „Diabolica“ von Iron Mask wäre in eine solche Qualitäts-Schublade gerutscht und hätte wahrlich niemanden enttäuscht, der auf Power Metal mit guten Gesangsmelodien steht.

Den Stil der belgischen (!?!) Band zu beschreiben bedeutet, etwas Rhapsody, Helloween und Black Sabbath zu Dio Zeiten in einen Topf zu packen, gut durchzumischen und dann in Form von 12 Tracks und einer bombastischen Spielzeit von 77 Minuten in kleine Förmchen zu gießen.

Der oben genannte Mix könnte nun Metaller abschrecken, die der Kinderlieder der Kürbisköpfe überdrüssig geworden sind und das Gedudel von (allen) Rhapsody – Formationen nur noch zum Weglaufen finden.

Mit Diego Valdez am Micro hat die Band einen Sänger am Start, der offensichtlich nicht nur für mich sehr oft Vergleiche zur Mastervoice Ronnie James Dio mit sich bringt.
Besonders im tieferen Bereich glaubt man Dios unvergleichliches Organ herauszuhören.

Dies gepaart mit einem mörderischen Riff a la Tony Iommi zur besten „Heaven And Hell“ Zeit beim Song „Galileo“ zeigt klar auf, wo denn die Stärken von Iron Mask liegen: kein einfaches Abkupfern der oben genannten Bands sondern ein Mix, der eine gewisse Einzigartigkeit formt.

Auch die inhaltlichen Argumente sprechen gegen eine „Lalala“ Glücksmaschinerie, wie wir sie in bester Manier von Helloween kennen: Iron Mask nehmen sich Themen vor, die künstlerisch abseits von Fantasy, Gute Laune oder Belanglosigkeit bewegen: „Galileo“, „Oliver Twist“ und „Doctor Faust“ fordern den Intellekt des geneigten Hörers heraus.

„Diabolica“ ist nicht ein Überalbum geworden, gewinnt aber gerade auch durch seine kleinen Schwächen hier und da und verleiht der Band eine gewisse Eigenständigkeit.

Man hat zu keiner Zeit den Eindruck, dass hier Qualität zu Gunsten von Quantität zurückstecken musste.
Für mich ist „Diaboilica“ ein Gewinn und ich würde mich freuen, die Band bald live auf der Bühne zu sehen.

BRAVO!

 

Tracklist:

  1. I Don’t Forget I Don’t Forgive
  2. Doctor Faust
  3. Galileo
  4. Oliver Twist
  5. March 666
  6. All For Metal
  7. The Rebellion Of Lucifer
  8. Diabolica
  9. The First And The Last
  10. Ararat
  11. Flying Fortress 12. Cursed In The Devil’s Mill

 

Mehr Infos:

http://www.iron-mask.com/

http://www.facebok.com/ironmaskofficial

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