
© Ignition
Geschrieben von: Klaus S.
Band: Ignition
Album: All Will Die
Genre: Power Metal
Plattenfirma: Daredevil Records
Veröffentlichung: 05.06.2026
Drei Jahre nach ihrem bislang letzten Output „Vengeance“ kehren die aus dem Ruhrpott stammenden Power Metaller IGNITION mit ihrem vierten Studio-Album zurück. Das Album wurde in dem bandeigenen Don Phallus Studio aufgenommen und von Dennis Marschallik gemixt. Das Mastering übernahm Dennis Koehne (u.a.Sodom, LacunaCoil, Caliban, OrdenOgan), das Coverartwork stammt aus der Feder von Andrej Bartulovic@AllThingsRotten (u.a. Raven, Riot, Ghost, GrahamBonett, Alcatraz).
Der den Auftakt bildende Titeltrack startet mit wuchtigen, beinahe thrashigen Riffs und treibenden Drums, die letztlich in einem hymnischen, mit Gang-Shouts ausgestatteten Chorus münden. „AMOK“ weist eine ähnliche Songstruktur auf, wenngleich gerade in Bezug auf die Gitarren ein etwas moderner Ansatz gewählt wurde, während man im Refrain merklich vom Gaspedal geht und den Harmonien gebührend Raum lässt. „End Of The Night“ drückt in den Strophen ordentlich auf die Thrash-Tube, während ab der Bridge das Tempo gedrosselt und eine wahrhaft epische Hookline den Song krönt.
Habe ich gerade was von Thrash gesagt? Nun, „The Reign Of A Psychopath“ bewegt sich genau in der Schnittmenge aus Power und Thrash, entsprechend aggressiv wirkt der Gesang, wobei mich die Shouts im Chorus eher an Hardcore Bands erinnern. „The Decline“ ist dann bis hierhin der wohl am ehesten typische Power Metal Track, jedenfalls umgibt die Melodielinie eine leicht poppige Note, die sofort hängenbleibt, und mit Blick auf den Text („The idiots have taken over…“) hätte man das derzeitige Weltgeschehen nicht besser zusammenfassen können.
„In The Name Of God“ ist ein treibender, mit Double Leads versehener Track, der sich ebenso wie sein unmittelbarer Vorgänger sofort in den Hirnwindungen festsetzt und nicht nur aufgrund des leichten rauen Gesangs ein wenig an die Kollegen Brainstorm erinnert. Bei „Into The Abyss“ wird dann zumindest in den Strophen wieder die etwas gröbere Keule geschwungen, ansonsten ist der Refrain fast schon gewohnt eingängig. „This Rotten Core“ bietet erstmals kein Double Bass Gewitter und treibende Riffs, sondern bewegt sich vielmehr in einem Midtempo Groove mit leicht düsterem Unterton, lediglich das Shred-Gewitter im Solo Part sorgt für einen fetten Abriss.
„The Silence“ steigert die Intensität wieder und erinnert von der Machart her wie eine Mischung aus Rage und den bereits zuvor erwähnten Brainstorm, während das finale „The Ending Calls“ nach einer atmosphärischen Einleitung rifftechnisch abermals einen moderneren Ansatz wählt, nur um im Chorus gewohnt bekömmliche Melodielinien aufzufahren.
Kurzum: „All Will Die“ ist ein rundum gelungenes Power Metal Scheibchen, an dem es für Anhänger des Genres im Grund kein Vorbeikommen gibt.
Von mir gibt es 8,5 von 10 Hellfire Punkten.
Tracklist:
- All Will Die
- AMOK
- End Of The Night
- The Reign Of A Psychopath
- The Decline
- In The Name Of God
- Into The Abyss
- This Rotten Core
- The Silence
- The Ending Calls
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