
© Hearts On Fire
Geschrieben von: Klaus S.
Band: Hearts On Fire
Album: Signs & Wonders
Genre: Melodic Rock
Plattenfirma: Pride & Joy Music
Veröffentlichung: 25.07.2025
Bei „Hearts On Fire“ fällt mir natürlich spontan der HammerFall Klassiker aus dem Jahr 2002 ein. Dass es aber auch eine Band dieses Namens gibt, war mir bis dato gar nicht bewusst. Über HEARTS ON FIRE ist recht wenig bekannt, außer dass sie vor sieben Jahren ihr Debüt „Call Of Destiny“ veröffentlicht haben und nun für ihren zweiten Longplayer „Signs & Wonders“ keinen geringeren als Allzweckwaffe Mark Boals als Sänger gewinnen konnten. Aber auch das übrige Line Up, bestehend aus Jean Funes (Gitarren, Silent Tiger), Joel Mejía (Schlagzeug, Silent Tiger) und Keyboarder Eric Ragno (Khymera, The Babys), hat reichlich Erfahrug auszuweisen. Im Übrigen ist Dennis Ward (u.a. Pink Cream 69, Khymera, Magnum), welcher das Album auch gemischt und gemastert hat, als Gast an der Bassgitarre zu hören.
Oftmals ist es ja so, dass Alben dieses Genres einen eher überschaubaren Härtegrad aufweisen und zumeist eher gemächlich ablaufen – ungeachtet der Qualitäten der Songs. In dieser Hinsicht vermag „Signs & Wonders“ zumindest ein wenig zu überraschen, denn die Scheibe ist dann doch etwas abwechslungsreicher als gedacht. „Signs In The Sky“ kommt nicht nur recht energiegeladen daher, auch das kurze Keyboard Solo gleich zu Beginn des Tracks überrascht. Zusammen mit dem Gitarren Solo in der Mitte des Stücks lässt die Nummer weit weniger cheesig wirken als vielleicht vermutet.
Auch das unmittelbar nachfolgende „Collective Mind“, „Eleventh Hour“ und „Battlefield“ gehen vergleichsweise schwungvoll über die Bühne und überzeugen neben den wohlausstaffierten Hooks mit einigen netten Gitarren-Spielereien. Das fünfzigsekündige Gitarren-Instrumental „Blood Moon“ hätte ich zugegebenermaßen auch eher nicht erwartet, dennoch darf man konstatieren, das die Nummer gerne länger hätte laufen dürfen.
„Lights & Shadows“, „Stay In This Moment“ oder auch „World Torn In Two“ sind dann genau die Sorte Songs, die ich eingangs erwartet hätte: mittleres, nicht allzu dynamisches Tempo und eingängige, leicht zugängliche Melodien mit Hang zum AOR, die sich natürlich potentiell auch für Mainstream-Radio Airplay aufdrängen. Eine waschechte Ballade findet man auf „Signs & Wonders“ zu meinem Erstaunen nicht, am nächsten kommt dem noch der knapp fünfeinhalbminütige Schlusspunkt „Road To Eternity“, der recht entspannt daherkommt und abermals einige nette Gitarren Passagen parat hält, ehe das Ganze mit sanften Piano Klängen langsam ausklingt.
„Signs & Wonders“ ist vom ersten bis zum letzten Ton ein wahres Fest für Freunde des hochmelodischen Rocks, angefangen vom prominenten Sänger über die sehr routiniert wirkende Instrumental-Fraktion bis hin zu den Arrangements passt hier alles. Nur Vorlieben härterer Gangart werden hier halt nicht bedient, aber wen störts?
Von mir gibt es 8 von 10 Hellfire Punkten.
Tracklist:
- Signs In The Sky
- Collective Mind
- Lights & Shadows
- Stay In This Moment
- Blood Moon
- Eleventh Hour
- World Torn In Two
- Rearview Mirror
- Restless Heart
- Battlefield
- Road To Eternity
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